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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Aurich Dornum

Vogelgrippe in Dornum: „Das Töten der Tiere belastet emotional“

26.03.2020

Dornum /Aurich In einem Stall mit mehr als 10.000 Puten in Schwittersum ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Es ist der erste Fall in der Saison. Für Landwirte und Verbraucher stellen sich jetzt viele Fragen. Wir geben die wichtigsten Antworten zur Influenza.

Woran erkennt man, ob ein Vogel an einer
Influenza erkrankt ist
?

Wenn ein Tierbestand betroffen ist, gibt es verschiedene Auffälligkeiten. Dazu zählt, dass plötzlich viele Tiere sterben. Tiere, die an einer Influenza erkrankt sind, können mehrere Symptome zeigen: Appetitlosigkeit, drastischer Leistungsrückgang und hochgradige Apathie.

Wie wird die
Krankheit übertragen
?

Das Virus wird über den direkten oder indirekten Kontakt übertragen. Durch den Kontakt der Tiere im Stall breitet es sich sehr schnell aus. Infizierte Tiere scheiden das Virus über Sekrete und Exkrete aus, aber auch über die Luft wird es verbreitet.

Wie kontrolliert
das Veterinäramt
?

Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Ein Verdacht muss dem zuständigen Veterinäramt sofort mitgeteilt werden. Dieses geschieht in der Regel durch den Haustierarzt oder durch den Betrieb. Auffällige Untersuchungsbefunde aus privaten Labors werden dem Veterinäramt gemeldet.

Wie funktionieren die
Selbstkontrollen
?

Alle gewerblichen Betriebe müssen in regelmäßigen Abständen Eigenkontrollen durchführen. Darunter fallen auch stichprobenartige Untersuchungen auf Geflügelpest. Bei Krankheitsanzeichen ziehen zur Absicherung auch Geflügeltierärzte Proben.

Wie schnell werden
die Selbstkontrollen
ausgewertet
?

Bei einer Verdachtsmeldung gibt es nach Angaben des Veterinäramtes Aurich innerhalb von Stunden eine amtliche Probe. „Die Proben werden mit einem Kurier zu der zuständigen Untersuchungsstelle gebracht. Dort wird die Untersuchung umgehend eingeleitet“, heißt es dazu weiter.

Was passiert bei einem
positiven Ergebnis
?

Das weitere Vorgehen ist bei einem begründeten Verdacht sowie einem Ausbruch von Geflügelpest in Niedersachsen in weiteren Ausführungshinweisen festgelegt.

Was passiert, wenn die Tiere gekeult werden müssen?

In Niedersachsen gibt es für die Tötung von Geflügelbeständen eine Spezialfirma, die beauftragt wird. Für die Tötung von Geflügel gibt es verschiedene Methoden. Die gewählte Methode ist abhängig von der Tierart, der Anzahl der Tiere und den Gegebenheiten vor Ort. Das Töten von Tieren ist laut Veterinäramt immer emotional belastet. „Sofern Hilfe im Einzelfall benötigt wird, gibt es Hilfestellungen.“

Wie und wo werden die Tiere entsorgt?

Für den Landkreis Aurich ist die Oldenburger Fleischmehlfabrik für die Entsorgung zuständig. Diese stellt die Logistik zur Verfügung.

Wer trägt die Kosten
für den Einsatz
?

Die Betriebe sind der Niedersächsischen Tierseuchenkasse angeschlossen. Diese übernimmt überwiegend die Verluste für die Tierhalter. Da es sich um eine meldepflichtige Tierseuche handelt, werden weitere Kosten durch das Land bzw. den Landkreis getragen.

Wie gefährlich ist das Virus für den Menschen?

Bisher kam es nur äußerst selten und nur unter bestimmten Umständen zur Übertragung vom Tier auf den Menschen. Aber auch in Asien, wo Geflügelpest seit Jahren grassiert, sind Menschen lautder Weltgesundheitsorganisation nur sehr selten betroffen. Das vor Ort eingesetzte Personal ist über die Risiken informiert.

Ist der Verzehr von Geflügelfleisch und Eiern unbedenklich?

„Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist grundsätzlich unbedenklich“, schreibt das Veterinäramt. Erzeugnisse von befallenen Beständen gelangten nicht in den Verkehr. „Das Virus selbst werde bereits bei 70 Grad Celsius und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung sicher abgetötet, teilt das Veterinäramt dazu abschließend mit.

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