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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Aurich Dornum

neues Logo für Tourismus in Dornum: Kleiner Nordseekrebs statt gelber Sonne

29.06.2020

Dornum Klare Schrift, frische Farben und statt gelber Sonne ein typischer Nordseekrebs – die Tourismus GmbH wird sich mit einem neuen Logo zeigen. Dabei gibt es nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich Veränderungen.

Geworben wird nicht mehr mit dem Dornumerland, sondern mit Dornum als Ortsbegriff. Das Dornumerland ist ein Fantasiebegriff und weder auf Karten noch in Navigationssystemen zu finden. Es bestand aus den Regionen der Gemeinde Dornum und der Samtgemeinde Holtriem. „Diese Marketing-Kooperation ist vor knapp zwei Jahren beendet worden“, erklärte Rolf Kopper, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Dornum. Mit eingeflochten wurde nun der Begriff „freilenzen“, das Alleinstellungsmerkmal der Tourismus GmbH. „Freilenzen“ ist ein fest verankerter Kern des touristischen Angebots. „Es bedeutet, ein intensives Naturphänomen und authentische ostfriesische Kultur auf erholsame, entspannte Art zu entdecken und zu erkunden“, so Kopper.

Etwas längere Diskussionen habe es bei dem kleinen Nordseekrebs gegeben, der ins Logo aufgenommen wurde. „Wir haben uns bewusst gegen die typischen Sachen wie Wellen, Möwen und Leuchttürme entschieden“, sagt Kopper. Bei der Diskussion sei es nicht darum gegangen, dass die Strandkrabbe nicht zur Tourismusregion passe, sondern eher um eine anatomische Frage, wie Kopper erklärte: „Anatomisch gesehen haben Nordseekrebse acht Beine. Unser Nordseekrebs hat aber nur sieben – und das ist volle Absicht.“ Es passiere häufig, dass Nordseekrebse, zum Beispiel im Kampf mit Fressfeinden – Beine verlieren würden. Durch die regelmäßige Häutung können sie diese aber auch wieder nachwachsen lassen. Man habe allerdings intern darüber gesprochen, ob man den Krebs im Logo auf den ersten Blick nicht für krank oder kaputt halten könne. „Es wird immer Leute geben, die das nicht gut finden werden. Wir finden aber, der Nordseekrebs ist ein einzigartiges Naturphänomen. Für uns symbolisiert er ständige Regeneration und nicht Perfektionismus“, sagt Kopper. Zudem solle das Logo zur Kommunikation anregen: „Es wird sicher Rückfragen dazu geben, warum die Strandkrabbe nur sieben Beine hat. Die Mitarbeiter kommen so mit den Leuten ins Gespräch. Es ist für uns eine Chance, unser Hauptthema – das Weltnaturerbe Wattenmeer – zu kommunizieren.“ Der Nordseekrebs ist ansonsten aber anatomisch korrekt, hat zwei gleichgroße Scheren und die typischen Stilaugen.

Zum neuen Logo gehört außerdem ein grüner Punkt, der schnell mit Natur und Nachhaltigkeit assoziiert wird. „Das passt sehr gut zu Dornum, da es meerseitig am Weltnaturerbe Wattenmeer und landseitig im Landschaftsschutzgebiet liegt“, so Kopper.

Auch was die Farben angeht, gibt es deutliche Veränderungen. Von Blau und Gelb hat man sich verabschiedet, stattdessen setzt man auf natürliche Töne wie ein frisches Grün und ein Braun-Grau. „Früher wollte man mit Farben transportieren, was es vor Ort gibt – also Wasser, Himmel, Sonne, Strand. Das ist heute überholt“, sagt Kopper. Die Sonne symbolisierte gutes Wetter und bewarb somit eigentlich nur die Sommersaison. Die meist ausgebuchte Hauptsaison zu bewerben, sei nicht sinnvoll. „Das Gute-Wetter-Versprechen ist hier häufig auch nicht erfüllbar.“

Heute fokussiere man sich beim Marketing auf eine Zielgruppe, die man ansprechen wolle. „Leute, die hier Urlaub machen, haben andere Werte als zum Beispiel Sylt-Urlauber“, sagt Kopper. Die ausgewählten Farben würden die ausgewählte Zielgruppe – das sozialökologische Milieu – ansprechen und für Werte wie Genuss, Leichtigkeit, Herrlichkeit, Natur, Heimat, Vertrauen, Gesundheit und Geborgenheit stehen. Der Schrifttyp, modern und klar, soll auch die Form des Tourismus widerspiegeln, der in Dornum praktiziert wird.

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Holtriem

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