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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Aurich Dornum

Bauarbeiten erst 2021: Sanierung der Hafenstraße verschoben

03.06.2020

Dornumersiel Die Hafenstraße in Dornumersiel wird doch erst 2021 saniert. Das hat der Gemeinderat Dornum beschlossen. Ursprünglich war geplant, die Straße bereits in diesem Jahr instandzusetzen. Grund für die Verschiebung ist die Corona-Krise.

Die Tourismus GmbH Dornum, selbst Anlieger der Straße, kann nicht zusichern, dass sie ihren Eigenanteil für die Maßnahme aufgrund der coronabedingten Einbrüche in diesem Jahr leisten kann. Laut Tourismuschef Rolf Kopper rechnet man in diesem Jahr mit einem Minus in Höhe von 650.000 Euro. Auch auf die Restaurants und Geschäfte, die an der Straße ansässig sind, würde die Sanierung Auswirkungen haben. „Die Sanierung würde in die Herbstferien fallen“, erklärte Dornums Bürgermeister Michael Hook. Die Erreichbarkeit wäre durch die Bauarbeiten eingeschränkt, was sich wiederum negativ auf das Geschäft auswirken könnte. Das wolle man verhindern, zumal die Gastronomie durch die Corona-Krise ohnehin schon enorm gelitten habe.

Die Ratsmitglieder begrüßten den Vorschlag. „Eine Sanierung der Hafenstraße ist gut und nötig, aber ich halte diese Verschiebung für sehr vernünftig“, betonte Dr. Kurt Begitt (FBI/CDU). Es sei wichtig, dass die Restaurants und Geschäfte jetzt nicht noch zusätzlich beeinträchtigt würden. „Wenn wir damit noch ein halbes Jahr warten und es dann im Frühjahr angehen, bevor die Saison startet, finde ich das nicht dramatisch“, so Begitt. „Es ist wichtig, dass die Geschäfte und die Gastronomie gut erreichbar sind und Umsatz machen können“, so Anja Wessels-Hoppen (SPD).

Meene Schmidt (FBI/CDU) ergänzte, dass man prüfen solle, ob sich der Gehweg an der Hafenstraße nicht in einen Radweg umwandeln ließe. „Der Bedarf ist da. Und ein Gehweg ist im Seepark West schon vorhanden“, argumentierte Schmidt. Bauamtsleiter Udo Janssen nahm den Vorschlag auf.

Ein Einwohner wollte in der Fragestunde wissen, wie viel diese Maßnahme kosten werde und wer das zu bezahlen habe. Bauamtsleiter Janssen führte aus, dass für die Maßnahme die Straßenausbaubeitragssatzung zum Einsatz komme und die Anlieger an den Kosten, die zirka 385.000 Euro betragen werden, beteiligt werden. Gerechnet wird mit Ausbaubeiträgen in Höhe von rund 121.000 Euro. Eine Bewertung sei aber noch nicht durchgeführt worden. Aus dieser ergebe sich dann am Ende, was jeder Grundstückseigentümer zahlen müsse. Die Anlieger würden auch noch angeschrieben und informiert werden. Das wollte der Einwohner so nicht stehen lassen. Er sprach das Verursacherprinzip an.

„Die Straße ist erst so schlecht, seitdem die schweren Lkw für den Bau des Campingplatzes dort ständig lang gefahren sind“, betonte er. Diese Firmen sollte man ebenfalls zur Kasse bitten. Janssen erklärte, dass man sich an die Rechtsgrundlagen vom Land Niedersachsen halten müsse. „Diese sehen die Berücksichtigung des Verursacherprinzips nicht vor“, so Janssen. Schuld seien jedoch nicht nur die Lkw, sondern insgesamt der Verkehr. „Der Unterbau der Straße ist nicht für den Verkehr von heute ausgelegt“, erklärte der Bauamtsleiter.

Vom Tisch war das Thema allerdings auch nach dieser Ausführung noch nicht. „Es steht sogar ein Verkehrsschild an der Hafenstraße, dass die maximale Achslast nur acht Tonnen betragen darf“, sagte ein anderer Einwohner und sprach erneut die schweren Baufahrzeuge und Lkw an. Auch wenn die Straßenverkehrsbehörde in diesen Fällen Ausnahmegenehmigungen erteilt habe, konnte er das Ganze nicht nachvollziehen. „Warum hat man den Verkehr nicht über die Schöpfwerkstraße fließen lassen? Dann wäre die Straße zwar kaputt, aber die Hafenstraße als Hauptzuwegung noch gut“, sagte er. Das allerdings wäre laut Verwaltung keine Alternative gewesen. „Auf der Strecke haben wir eine Brücke, die für höchstens zwölf Tonnen Achslast zugelassen ist.“

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