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Lokal26.de Ostfriesland Emden

Krise: IHK sorgt sich um Entwicklung der Windenergiebranche

17.01.2020

Emden Die Enercon-Krise hat Ostfriesland in einer wirtschaftlich starken Phase und in einer Zeit großen Fachkräftemangels getroffen. Umstände, die aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg die Folgen für die Region abmildern. Allerdings, das machte IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons im Jahrespressegespräch am Mittwochabend in Emden deutlich, stellt der energiepolitische Kurs der Bundesregierung „unseren IHK-Bezirk vor ganz erhebliche Herausforderungen“.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Torsten Slink sagte, dass viele der 1500 am Enercon-Standort Aurich entlassenen Mitarbeiter bereits neue Arbeit gefunden haben. Der Mittelstand in Ostfriesland sei breit aufgestellt und Fachkräfte sehr gefragt. IHK-Präsident Brons kritisierte falsche Weichenstellungen der Politik in der Vergangenheit. Die Warnungen der Wirtschaft seien ignoriert worden. Letztlich sei die Ankündigung von Enercon im vergangenen November ein „Knall mit Ansage“ gewesen, der kaum einen wirklich überrascht haben dürfte.

Weitere große Chancen sieht die IHK dennoch für die Windenergie in der Region und in Deutschland — vorausgesetzt, die Bundesregierung schlage jetzt einen „klaren Kurs pro Energiewende ein“. Eine weitere Herausforderung - verbunden mit großen Möglichkeiten - sieht die Kammer bei VW in Emden.

Es gehe darum, die Umstellung des Werkes auf die Produktion von E-Fahrzeugen umfassend zu nutzen. Stadt und Region müssten „Landeplattform“ für Zulieferer und im Idealfall Zentrum für die Batteriezellen-Fertigung werden.

Einem in Hannover diskutierten „Ostfriesland-Plan“ steht die Kammer offen gegenüber: Allein für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur fehlten in den kommenden zehn Jahren rund 830 Millionen Euro. Dr. Slink lobte die Geschlossenheit in Ostfriesland: „Ich sehe viele positive Zeichen der Zusammenarbeit.“

Erfreulich hat sich laut IHK-Analyse die Tourismusbranche weiterentwickelt. Als positives Beispiel hob Brons einmal mehr Carolinensiel / Harlesiel hervor. Insgesamt sei die wirtschaftliche Entwicklung 2019 allerdings „ernüchternd“ gewesen. Eine zunehmende Zahl von Betrieben blicke zudem skeptisch in die Zukunft.

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