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neues Hubtor im Sielwerk Bensersiel.: Sanierungsarbeiten vor dem Abschluss

19.05.2020

Bensersiel Es ist fünf mal fünf Meter groß und fast neun Tonnen schwer: das neue Hubtor im Sielwerk Bensersiel. Mit einem Autokran wurde das Stahltor am Montag in den Siellauf West gehoben. Zuvor wurde das alte Tor herausgehoben. Die Hubzylinder sind ebenfalls eingesetzt, die Hydraulik ist damit funktionstüchtig.

„Wir haben Glück, dass es nicht mehr so windig ist“, sagte Siel- und Schöpfwerksmeister Johann Meinen. Die Witterungsbedingungen waren ideal. Für den Bau und die Montage der Tore ist die Voß-Werft in Ihlow verantwortlich. Ein Hubtor aus Stahl inklusive der Farbbeschichtung zum Erosionsschutz entsteht in etwa drei Monaten.

„Auch die Dichtschienen sind neu, denn die alten sind seit Entstehung des Sielwerks dort verbaut und inzwischen kaputt“, so Renko Ihnen, Betriebsleiter der Voß-Werft. Die . Die neuen Schienen sind aus Kunststoff anstelle von Stahl. Auch die Abschlussschiene auf dem Sielgrund, die noch eingesetzt werden muss, wird aus Kunststoff sein. „Wir erhoffen uns dadurch eine bessere Abdichtung“, sagte Meinen.

Der Siellauf Ost hat sein neues Hubtor bereits im Oktober erhalten. Nach der Sturmflutsaison war nun die anderen Seite am Zug. Für die Arbeiten wurde der Siellauf mit Dammtafeln geschlossen und trockengelegt.

„Es dauert noch etwa einen Monat, bis wir den Siellauf wieder fluten“, erklärte Renko Ihnen. Mit den neuen Schlag- und Hubtoren stehen die Sanierungsmaßnahmen am Sielwerk vor dem Abschluss. Jetzt folgen lediglich Restarbeiten.

Das 1968 gebaute Sielwerk gewährleistet mit den seeseitigen Schlag- und den binnenseitigen Hubtoren eine doppelte Deichsicherheit. Mit dem Abschluss der Sanierung entspricht es wieder den aktuellen Standards sowie dem neuen Bemessungswasserstand. Dieser liegt nach neuen Berechnungen bei 6,11 Meter über Normalnull. Die mehr als 50 Jahre alten bisherigen Tore seien bei Sturmfluten mit erhöhtem Wasserstand nicht mehr in der Lage gewesen, das Seewasser abzuhalten. Das hatte eine statistische Überprüfung ergeben.

Im nächsten Jahr folgen die Erneuerung der Hydraulik und Elektrik, also der Steuerung und Automatisierung. Dann sind alle Maßnahmen am Sielwerk abgeschlossen. Alle zehn Jahre werden der Siellauf trockengelegt und die Anlage überprüft

Julia DittmannVolontärin

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