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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Esens

APPELL an Esenser Bürger: Harald Hinrichs: „Ein respektvoller Umgang ist angesagt“

07.04.2020

Esens In der Corona-Krise müssen viele Gewohnheiten unterbrochen werden. „Wir leben in einer unruhigen und ungewissen Zeit“, erklärt Harald Hinrichs in einem Statement. „Die Corona-Krise darf keinen Keil zwischen Touristen, Zweitwohnungsinhaber und Einheimische treiben. Ein respektvoller Umgang ist angesagt“, betont Harald Hinrichs und schreibt:

„Das Treffen Bekannter und Verwandter, Umarmungen, Einkäufe, die Nutzung von Freizeiteinrichtungen, der tägliche Gang zur Arbeit, zur Schule, zum Kindergarten, die Teilnahme an Veranstaltungen der Vereine – die Aufzählung könnte ich noch um Etliches erweitern.

Herausforderung

Einer besonderen Herausforderung stehen unsere vielen Gewerbetreibenden und Vermieter gegenüber. Sind sie doch auf den direkten Kundenkontakt und die damit einhergehenden Umsätze zwingend angewiesen.

Kurzarbeit

Viele Beschäftigte sehen sich mit den finanziellen Auswirkungen der Kurzarbeit konfrontiert. Jeder wird in seinem persönlichen Umfeld die tiefgreifenden Veränderungen wahrnehmen.

Die Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung haben es sich mit ihren Entscheidungen nicht leicht gemacht. Aber es geht um die Gesundheit aller! Mit Schrecken sehen wir nun die täglichen Nachrichten über die Zustände in anderen Ländern, wie zum Beispiel Italien, Spanien oder aktuell auch in den USA.

Die Zahlen im Nordwesten Deutschlands, speziell im Landkreis Wittmund, führen noch nicht zu den schlimmen Begleiterscheinungen anderer Länder. Darüber können wir froh sein. Dies bedeutet aber leider nicht, dass wir in Ostfriesland keinem Risiko ausgesetzt sind.

Im Gegenteil: Die Zahlen zeigen uns, dass die getroffenen Maßnahmen tatsächlich einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken.

Virus eindämmen

Wir alle sind nun aufgerufen, die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Dazu gehört eine gehörige Portion Selbstdisziplin. Die Aufforderung ,Bleiben Sie zu Hause‘ sollte uns gerade in Ostfriesland leichter als in den Ballungsgebieten fallen.

Bitte an die Gäste

Die Bitte müssen wir leider auch unseren ansonsten so zahlreichen Gästen einschließlich der Zweitwohnungsbesitzer zurufen. Natürlich wissen wir um ihren Wunsch, grade in dieser Zeit die Küste aufzusuchen, die gute Luft einzuatmen und die Weite Ostfrieslands zu genießen. Aber es nützt nichts, sie würden ihre und unsere Kontakte wieder steigern und ein Ansteckungsrisiko auf allen Seiten in Kauf nehmen. Vermeintliche rechtliche Lücken oder organisatorische Kniffe sollten in dieser Zeit nicht gesucht werden.

Gesundheit aller

Es geht schließlich auch um ihre Gesundheit. Dabei ist uns ,Einheimischen‘ bewusst, dass wir heute ohne den Tourismus der vergangenen Jahrzehnte eine deutlich reduzierte Infrastruktur hätten. Insofern sollen wir alle – Einheimische und Gäste – uns respektvoll gegenübertreten und dieses tolle Miteinander der Vergangenheit auch in Zukunft pflegen.

Nicht selbst kontrollieren

Die zuständigen Behörden und die Polizei kontrollieren derzeit mit Augenmaß die Einhaltung der ausgesprochenen Kontaktverbote. Dies sollte Anlass für uns Bürger sein, auf ,eigene‘ Kontrollen zu verzichten. Es ist heutzutage durchaus nicht mehr unüblich, auf der eigenen Auffahrt ein Fahrzeug mit ortsfremden Kfz-Kennzeichen stehen zu haben. Auch auf den Parkplätzen der Verbrauchermärkte handelt es sich – trotz auswärtiger Kennzeichen – in den meisten Fällen um Bürgerinnen und Bürger. Eine freundliche Geste – unser traditionelles ,Moin‘ – ist daher eher angesagt als ein kritischer Blick.

Wir müssen uns herzlich bei all denjenigen bedanken, die in der jetzigen Situation ,den Laden zusammenhalten‘. Dies sind – neben vielen anderen – vor allem die Beschäftigten im Gesundheitsbereich und die vielen Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen.

Ich wünsche Ihnen im Namen der Samtgemeinde Esens, dass Sie diese Zeit trotz aller Einschränkungen gut überstehen und wir uns anschließend wieder freudig gegenüberstehen. Bleiben Sie gesund“, wünscht Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs und hofft auf gegenseitiges Verständnis und Solidarität zwischen Einheimischen und Gästen.

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