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Grüne kritisieren Vorgehen der Storag

11.02.2020

Etzel „Wir bedauern, dass der Kavernenbetreiber Storag auf unsere begründete Kritik nur mit Unverständnis reagiert. Der Betreiber tut so, als habe man immer alles im Griff – und dass der jahrelangen Serie an Störfällen zum Trotz.“ Mit diesen Worten reagierten die Landtagsabgeordneten der Grünen, Meta Janssen-Kucz und Imke Byl, auf jüngste Äußerungen des Kavernenbetreibers in Etzel.

Das Unternehmen spreche von Offenheit, dabei habe es – „einer Salami-Taktik gleich“ – immer wieder Defizite oder Fehler einräumen müssen. Bei der jüngst bekanntgewordenen Grundwasserverschmutzung sei der Betreiber offensichtlich nicht einmal in der Lage zu sagen, „wie und über welchem Zeitraum die Salzlauge ins Grundwasser gelangt ist“, so die Grünen weiter.

Trotz der Sicherheitsbedenken habe das Landesbergamt nun eine Betriebsgenehmigung für ganze 50 Jahre erteilt. „Eine weitere kritische Begleitung halten wir daher für dringend geboten“, so die Abgeordneten. Es dürfe keine jahrzehntelange Betriebsgarantie geben, solange Zweifel an der Standsicherheit der Kavernen nicht ausgeräumt seien. „Es sind weiterhin viele Fragen offen, denen wir auf den Grund gehen werden. Daher haben wir einen neuen Fragenkatalog an die Landesregierung geschickt“, so Janssen-Kucz und Byl. Die insgesamt 24 Fragen beziehen sich zum einen auf die Prognose der zu erwartenden Bodenabsenkungen, die laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe nur auf Idealbedingungen beruhe, tatsächliche Standortbedingungen müssten aber noch untersucht werden.

Weitere Fragen betreffen den Grundwasserschaden im Bereich des Brunnens „TB2“ in Etzel, unter anderem wurde seinerzeit die Öffentlichkeit nicht informiert. Die Abgeordneten kritisieren zudem, dass die Notfallpläne „keine Vorsorge für einen Schaden an den Erdöl-Kavernen treffen und wollen nun wissen, welche Mengen Erdöl im Störfall aus dem Kavernenkopf entweichen können“, so die Landtagsgrünen abschließend.

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