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Lokal26.de Friesland

Energie: Lies plädiert für Wasserstoff-Strategie mit „grünem Strom“

31.01.2020

Friesland Der Landkreis-Friesland ist mit seiner von der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und FDP gestarteten Initiative zur stärkeren Nutzung von Wasserstoff auf dem richtigen Weg: Davon ist Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) aus Sande überzeugt. „Wenn es eine Region gibt, die mithelfen kann, dass der Klimaschutz Realität wird, dann unsere. Wir müssen nur endlich anfangen“, sagte er beim jüngsten Treffen der Gruppe, der er selber angehört. „Wir können zeigen, wie die Wasserstoffnutzung funktionieren kann“, heißt es in einer Pressemitteilung der drei Fraktionen.

Zuvor hatte Gruppensprecherin Ulrike Schlieper (SPD) Schwerpunkte des Antrags „Energie aus Wasserstoff“ referiert, die gute Zusammenarbeit mit der EWE erwähnt und gesagt, Ziel müsse sein, mit dem hier produzierten „grünen Strom“ Wasserstoff als neuen Energieträger im industriellen Maßstab herzustellen. Die Einrichtung einer Wasserstoff-Tankstelle im Landkreis könne schon jetzt erfolgen. „Wo müssen wir nachlegen?“, fragte sie ihren Parteifreund. Lies plädiert für eine Wasserstoff-Strategie mit „grünem Strom“, weil die Speicherung von elektrischer Energie in Batterien nur begrenzt möglich sei. Allerdings werde sehr viel erneuerbare Energie benötigt, sodass es wichtig sei, eine breite Akzeptanz bei den Bürgern zu erreichen. Auch Gerhard Ratzel (FDP) sagte: Mit Batteriestrom allein seien die Klimaziele nicht zu erreichen. Martina Esser (Grüne) betonte, wie wichtig das Projekt sei, um die Bedingungen für eine Produktion von „grünem Wasserstoff“ zu schaffen. Damit könne die Region ihr Potenzial für die Energiewende ausschöpfen.

Der friesländische Ansatz, möglichst bald in den Bereichen Müllabfuhr, Transportwesen, Busse, Züge und auch Taxis die Fahrzeuge auf Wasserstoffantrieb unter Einsatz von Brennstoffzellen umzustellen, sei besonders wichtig, so Lies. Friesland sei der ideale Standort für eine solche Initiative, weil es hier ausreichend Windkraft gebe: Der Landkreis produziere fast doppelt so viel erneuerbaren Strom wie gebraucht wird. Windstrom, der von den Offshore-Anlagen auf hoher See produziert wird, Wasserstoff, der auf dem Seeweg in Wilhelmshaven angelandet werden kann, und die Möglichkeit, den Wasserstoff in den vorhandenen Gaskavernen zu speichern, böten ein breites Spektrum für den Einsatz von Wasserstofftechnologie.

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