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Lokal26.de Friesland

Corona-Ticker: Spahn will Ausnahmezustand beenden – Jahreswechsel in diesem Jahr wieder mit Raketen?

04.10.2021

Friesland /Ostfriesland /Wilhelmshaven Das Robert-Koch-Institut meldet 4.437.280 nachgewiesene Corona-Infektionen (+19.572 Neuinfektionen) und 94.991 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. (Stand: 22. Oktober).

Die Stufen laut Corona-Warnampel des Landes Niedersachsen für die Region: Aurich, Wittmund, Wilhelmshaven und Friesland grün. (Stand: 22. Oktober)

Landkreis Wittmund

Aktuelle Fälle: 55

Insgesamt: 1466 (35 Todesfälle)

(22. Oktober)

Landkreis Aurich

Aktuelle Fälle: 73

Insgesamt: 4421 (62 Todesfälle)

(22. Oktober)

Stadt Wilhelmshaven

Aktuelle Fälle: 60

Insgesamt: 2393 (57 Todesfälle)

(22. Oktober)

Landkreis Friesland

Aktuelle Fälle: 45

Insgesamt: 1910 (42 Todesfälle)

(22. Oktober)

+++ Samstag, 23. Oktober +++

Nach einem leisen Silvester: Jahreswechsel mit Raketen?

Funkelnde Raketen und laute Böller um Mitternacht gehören für viele zu Silvester.

Um Verletzungen zu vermeiden und die in der Corona-Pandemie sowieso schon geforderten Krankenhäuser nicht weiter zu belasten, hatten sich Bund und Länder für 2020 auf ein Verkaufsverbot geeinigt. An vielen Orten durften auch keine alten Feuerwerke gezündet werden. Städte und Gemeinden hoffen nun auf ein Silvester 2021 ohne allgemeines Feuerwerksverbot.

Wir sprechen uns gegen pauschale Verbote für Silvesterfeuerwerke aus“, sagte Marc Elxnat vom Deutschen Städte- und Gemeindebund der Deutschen Presse-Agentur. „Das Thema hat eine Vielzahl von Aspekten - zum einen die potentiellen Ansammlungen und Feiern, die Verletzungsgefahr, zum anderen, im Umweltbereich, die Emissionen, die entstehen. Man müsste dann auch überlegen, ob stattdessen mehr zentrale Feuerwerke veranstaltet werden. (dpa).

Debatte über Ende der Corona-Notlage

Der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland sorgt weiter für Diskussionen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der „Passauer Neuen Presse“, die Ankündigung in einer Phase, in der es steigende Infektionszahlen, Impfdurchbrüche, stagnierende Impfquoten und andere Probleme gebe, habe ihn überrascht. Sollte die Feststellung der epidemischen Notlage tatsächlich auslaufen, forderte er eine Ersatzregelung. Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung müssten rechtssicher bleiben, sagte Lauterbach.

Auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer forderten am Freitag, es müsse weiter eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage für die Corona-Schutzmaßnahmen geben. Spahn hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht über den 25. November hinaus fortzusetzen. Diese Feststellung ist die Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

Es gehe darum, nach 19 Monaten einen Ausnahmezustand zu beenden, sagte Spahn im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. Befugnisse der Bundesregierung sollten dadurch in einen Normalzustand zurückgeführt werden. Er betonte, dies bedeute keinen „Freedom Day“ oder das Ende aller Maßnahmen. Diese könnten auch ohne den Ausnahmezustand geregelt werden. Dafür müsse entweder die bundesgesetzliche Regelungskompetenz geändert werden, oder die Landtage müssten entsprechende Befugnisse auf Landesebene beschließen, sagte Spahn. (dpa)

Neuer Stufenplan: Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown

Österreichs Regierung erhöht in der Corona-Krise mit einer drastischen Drohkulisse den Druck auf ungeimpfte Menschen.

Bei einer dramatischen Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen, sagte Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Sitzung mit den Ministerpräsidenten.

„Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern“, sagte der Regierungschef. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine Signalwirkung dieser Pläne. Es gebe noch zu viele „Zögerer und Zauderer“, sagte Schallenberg mit Blick auf die Impf-Skeptiker.

Noch ist die Lage auf den Intensivstationen Österreichs trotz des jüngsten deutlichen Anstiegs bei der Zahl der Neuinfektionen weitgehend stabil. Aktuell sind rund 220 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Sollte diese Zahl auf 600 steigen, dann wäre die fünfte und letzte Stufe des Stufenplans mit den massiven Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte erreicht. „Wir sind derzeit bei Stufe eins, wir schauen damit sehr weit in die Zukunft“, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 230 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche. In Deutschland beträgt sie aktuell etwa 95. Die Quote der vollständig geimpften Menschen liegt bei 62 Prozent und damit leicht unter dem deutschen Wert. (dpa)

AfD-Fraktionschef Chrupalla mit Corona infiziert

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Fraktion am Freitag mitteilte, wurde er positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

„Herr Chrupalla kann daher nicht an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am 26. Oktober teilnehmen“, hieß es in der Mitteilung der Fraktion. Dem Vernehmen nach dauert seine Quarantäne schon einige Tage an. Über weitere Infektionen in der Fraktion wurde bislang nichts bekannt.

Die Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel wurde nach Angaben eines Sprechers negativ auf das Virus getestet und wird an der Sitzung teilnehmen. Sie hatte im Wahlkampf wiederholt betont, nicht gegen Covid-19 geimpft zu sein. Chrupalla, der auch Parteivorsitzender ist, hatte sich Fragen nach seinem Impfstatus zuletzt in Interviews verbeten. Weidel und Chrupalla hatten mehrfach kritisiert, auf nicht Geimpfte werde Druck ausgeübt.

Unangenehmer Gegenspieler: Corona bestimmt weiter den Sport

Die Pandemie ist noch lange nicht abgepfiffen. Auch im Fußball, Handball oder Eishockey ist das Coronavirus wie in der gesamten Gesellschaft weiter ein unangenehmer Mit- und Gegenspieler.

Trotz der Abwehr-Dreierkette aus Impfung, Tests und Hygiene-Maßnahmen steigt im zweiten Corona-Herbst erneut die Zahl der Infektionen. Die jüngsten einer Reihe von Corona-Beispielen wie Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann und Hoffenheims Offensivspieler Christoph Baumgartner, die Kieler Handball-Stars Sander Sagosen und Steffen Weinhold oder die Ausbrüche bei den Eishockey-Clubs Red Bull München und der Düsseldorfer EG zeigen auch dem Sport: Es ist nicht vorbei.

Wir halten uns weiterhin an alle Corona-Regeln. Doch trotz einer hohen Impfquote ist man nicht gefeit, dass sich jemand ansteckt“, sagt Sportdirektor Max Eberl von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach mit Blick auf den infizierten Nagelsmann. „Der Fall Julian Nagelsmann, der ja doppelt geimpft ist, sollte Warnung für uns sein, dass wir weiter Vorsicht walten lassen sollten. (dpa)

Kroatien und Bulgarien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert Koch-Institut mit.

Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt.

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag (24. Oktober) auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Gewerkschaften verlangen besseren Schutz von Saisonarbeitern

Die Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt hat eine bessere soziale Absicherung von Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft verlangt.

„Die permanenten massiven Arbeitsrechtsverletzungen in der Saisonarbeit müssen endlich aufhören“, erklärte der IG BAU-Vize Harald Schaum am Freitag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2021 der Initiative Faire Landarbeit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft waren auch im laufenden Jahr wieder rund 274.000 Wanderarbeiter bei den verschiedenen Ernten in Deutschland eingesetzt.

In dem Bericht sind zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen die meist aus Osteuropa stammenden Menschen mit diversen Methoden um ihren gerechten Lohn gebracht wurden. Mangelhafte Unterkünfte, für die teils überhöhte Mieten verlangt wurden sowie unzureichende Corona-Schutzmaßnahmen sind weitere häufige Mängel, die bei den Betriebsbesuchen der Initiative aufgefallen sind. Die teils verhängte strenge Arbeitsquarantäne barg zudem laut Schaum ein hohes Missbrauchspotenzial, weil die Beschäftigten damit praktisch an einen Betrieb zwangsgebunden gewesen seien. (dpa).

+++ Freitag, 22. Oktober +++

Fast 70 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Fast 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind mindestens einmal geimpft. Das sind knapp 57,4 Millionen Menschen (69,1 Prozent), wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervorgeht. 66,1 Prozent der Gesamtbevölkerung (54,9 Millionen Menschen) ist inzwischen vollständig geimpft. Am Donnerstag wurden in Deutschland rund 192 700 Dosen verabreicht.

Bei aktuell im Mittel rund 124 400 Impfungen pro Tag wird laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums im Schnitt rechnerisch mehr als eine Person pro Sekunde geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte. (dpa)

Länder-Mehrheit für rechtliche Absicherung von Corona-Schutz in Sicht

In der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zeichnet sich nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden Michael Müller (SPD) eine Mehrheit für eine weitere rechtliche Absicherung der Corona-Schutzmaßnahmen ab. „Ich gehe davon aus, dass es - vielleicht nicht ganz einstimmig - aber doch eine große Mehrheit gibt der Länderkollegen, die sagen: Ja, genau das brauchen wir - mindestens eine Übergangsregelung“, sagte Berlins scheidender Regierender Bürgermeister am Freitag in einem ARD-Interview. Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beenden am Freitag auf dem Petersberg in Königswinter bei Bonn ihre Jahrestagung. Müller sagte vor Beginn der Beratungen, man habe in der Corona-Pandemie insbesondere durch den Impffortschritt viel erreicht. „Nur: Wir können uns nicht zurücklehnen.“ Das sehe man auch im internationalen Vergleich. „Wir wollen das vermeiden, gerade weil wir so einen schweren Weg hinter uns haben, aber jetzt soviel erreicht haben, wollen wir das nicht leichtfertig verspielen.“ (dpa)

RKI registriert 19.572 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 95,1

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit rasch an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 95,1 an. Er hat damit erstmals seit Mitte Mai die 90 überschritten.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 85,6 gelegen, vor einer Woche bei 68,7 (Vormonat: 65,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 19 572 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 518 Ansteckungen gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.23 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 116 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 65 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 437 280 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. (dpa)

Australiens Bienen-Importe wegen Corona-Pandemie in Gefahr

Australische Bienenzüchter fürchten angesichts der Corona-Pandemie um die Zukunft ihrer Tiere. Auf dem Kontinent gibt es noch keine Varroamilben, die ganze Bienenvölker vernichten können. Folglich haben diese keine Resistenz gegen den Schädling entwickelt. Eine gewisse Abwehr besitzen aber einige europäische Bienenvölker - sie weisen ein sogenanntes VSH-Merkmal („Varroa Sensitive Hygiene“) auf. Um den Genpool der eigenen Bienenvölker zu stärken, importiert Australien Bienenköniginnen aus Europa. Jedoch sorgt die Corona-Pandemie auch für ein Problem: Verzögerungen bei der Post.

„Sie kommen tot an, sie kommen gestresst an oder sie kommen einfach gar nicht an“, zitierte der australische Sender ABC zuletzt den Präsidenten des australischen Verbands der Bienenköniginnenzüchter, Richard Sims. Eine Sendung mit 250 Königinnen sei sieben Tage verschollen gewesen, fast alle seien gestorben. Viele Regionen Australiens waren zuletzt monatelang im Corona-Lockdown. (dpa)

+++ Donnerstag, 21. Oktober +++

Sorge vor Corona: Marokko stoppt Flüge von und nach Deutschland

Marokko hat mit Verweis auf steigende Corona-Zahlen in der Bundesrepublik alle Direktflüge von und nach Deutschland ausgesetzt. Auch die Flugverbindungen nach Großbritannien und in die Niederlande seien betroffen, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. Der Flugstopp gilt demnach ab sofort. Verbindungen in andere europäische Länder seien aktuell weiter möglich, könnten aber zeitnah auch ausgesetzt werden, warnte die Bundesbehörde. Deutsche Touristen in Marokko sollten sich umgehend um eine baldige Rückreise kümmern.

Laut britischem Außenministerium ist der Reisestopp von der marokkanischen Regierung für einen unbestimmten Zeitraum verhängt worden. Anfang des Monats waren auch Flüge von und nach Russland gestrichen worden.

Bereits Ende Februar sowie im Dezember vergangenen Jahres hatte das nordafrikanische Land aus Sorge vor der Ausbreitung von Corona-Mutationen zeitweise den Flugverkehr nach Deutschland eingestellt. Seit Juni durften deutsche Touristen wieder ins Land. Erst am Sonntag strich das Robert Koch-Institut Marokko von seiner Liste der Corona-Hochrisikogebiete. (dpa)

Länder wollen weitere steuerliche Entlastung von Brauereien

Die Finanzminister der Länder wollen eine weitere steuerliche Entlastung der von der Pandemie hart getroffenen Brauereibranche. Auf Initiative der Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Bayern und Saarland forderten sie am Donnerstag in Düsseldorf Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf, die im Rahmen der Umsetzung einer EU-Richtlinie anstehende höhere Besteuerung von Biermischgetränken bis Ende 2030 auszusetzen.

Den neuen Regeln zufolge sollen bei Biermischgetränken ab dem Jahreswechsel auch die nach Abschluss der Gärung hinzugefügten Zutaten - etwa der beim Radler über die Limonade zugesetzte Zucker - bei der Besteuerung berücksichtigt werden. „Das Resultat wäre eine höhere Steuer auf Biermischgetränke wie Radler“, beschrieb ein Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes die Konsequenzen. (dpa)

Britischer Ärzteverband ruft Regierung zum Handeln auf

Der britische Ärzteverband British Medical Association (BMA) hat sich bestürzt gezeigt über die Weigerung der Regierung in London, einzelne Corona-Regeln wieder einzuführen. „Es ist bewusst fahrlässig von der Regierung in Westminster, keine Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen zu ergreifen wie das verpflichtende Maskentragen, Abstand halten und Lüften in Umgebungen mit hohem Risiko, vor allem beengten Innenräumen“, sagte der BMA-Vorsitzende Chaand Nagpaul einer Mitteilung am Donnerstag zufolge. Die Regierung habe versprochen, einen Plan B zu ergreifen, wenn der Nationale Gesundheitsdienst in Gefahr sei, überwältigt zu werden. „Als Ärzte, die in erster Reihe stehen, können wir absolut sagen, dass dieser Punkt jetzt erreicht ist“, so Nagpaul weiter. (dpa)

RKI registriert 16.077 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 85,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am achten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 85,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 80,4 gelegen, vor einer Woche bei 67,0 (Vormonat: 68,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16 077 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 382 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 72 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 417 708 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. (dpa)

Umfrage zu Corona-Pandemie: Viele Ostdeutsche misstrauen RKI

In der Corona-Pandemie stößt die Arbeit des Robert Koch-Instituts in Ostdeutschland offensichtlich auf größeres Misstrauen als im Westen. In einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter gut 3700 Berufstätigen erhielt das RKI von den ostdeutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schnitt die Note 3,3, im Westen dagegen 2,9.

Gefragt wurde im Juni und Juli, die möglichen Gründe für RKI-Skepsis waren kein Thema der Umfrage. Ob es einen Zusammenhang mit der Stärke der rechtspopulistischen AfD im Osten gibt, die gegen die Corona-Politik der Bundesregierung Front machte, ist unter Politikern und Fachleuten umstritten.

Auftraggeber der Umfrage war der Versicherer HDI. „Insbesondere die Berufstätigen stellt die Corona-Situation vor besondere Herausforderungen“, sagte der Christopher Lohmann, der Vorstandsvorsitzende von HDI Deutschland. „Das reicht vom Einkaufen bis hin zu neuen Homeoffice-Regeln.“ Die Befragten waren aufgefordert, die Arbeit von gesellschaftlichen Gruppen mit Schulnoten zu bewerten - angefangen vom eigenen Arbeitgeber bis zu Schulen, Gewerkschaften, Kirchen und Wissenschaft. (dpa)

262 Tage: Längster Lockdown der Welt endet im Großraum Melbourne

Aufatmen bei Millionen Menschen im Großraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte am Donnerstag, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten.

Die Öffnung werde aber schrittweise erfolgen, so dass zunächst nur einige Maßnahmen gelockert würden, so Morrison. „In australischer Manier machen wir vorsichtige, aber bewusste Schritte, damit wir sicher öffnen können und auch offen bleiben können.“

Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen - während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draußen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren. (dpa)

Kampf gegen Corona: USA haben 200 Millionen Impf-Spenden geliefert

Die USA haben bisher im Kampf gegen Covid-19 nach eigenen Angaben 200 Millionen ihrer Impfdosen-Spenden in 100 Länder weltweit geliefert. „Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein“, erklärte ein hoher Beamter des Weißen Hauses. Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Corona-Tests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hieß es weiter. Erst im September hatte US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel in Washington zum Beispiel angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech an ärmere Länder zu spenden. Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen versprochen. (dpa)

+++ Mittwoch, 20. Oktober +++

Dramatische Corona-Lage in Rumänien

In Rumänien verschärft sich die Corona-Notlage, weil das Gesundheitswesen kaum noch mit der Versorgung einer steil anwachsenden Zahl von Patienten fertig wird. Am Mittwoch sei die Sterberate durch das Coronavirus weltweit am höchsten gewesen: 19,01 pro eine Million Einwohner, errechnete das Portal „ourworldindata.org“. Die 14-Tage-Inzidenz von rund 859 Neuansteckungen gehört EU-weit zu den höchsten. Staatspräsident Klaus Iohannis wollte am Mittwochabend gemeinsam mit der Regierung verschärfte Vorsichtsmaßnahmen beschließen. (dpa)

Ab Donnerstag gelten im Landkreis Wittmund die 3G-Regeln

Da die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Wittmund an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 50 überschritten hat, gelten ab Donnerstag, 21.Oktober, erneut die weitergehenden 3G-Regelungen im Kreisgebiet.

Das bedeutet zum Beispiel, dass in der Gastronomie Gäste, die nicht geimpft, genesen oder als negativ getestet sind, die Innenräume der Gastronomie nicht betreten und auch keine Leistungen in Anspruch nehmen dürfen. Auch für die Nutzung von Sportanlagen oder Sportangeboten in geschlossenen Räumen muss ein entsprechender Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negativer Corona-Test vorgelegt werden.

Alle weiteren Infos zu den 3G-Regeln finden Sie hier.

Umfrage: Mehrheit für Ende von bundesweiter Corona-Notlage

Die Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge dafür, den seit eineinhalb Jahren geltenden bundesweiten Corona-Ausnahmezustand auslaufen zu lassen - aber gleichzeitig Schutzmaßnahmen weiter aufrechtzuerhalten. 57 Prozent würden es laut einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Yougov-Befragung befürworten, wenn die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite ab Ende November unter fortbestehender Einhaltung von 3G-, Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr verlängert würde. 27 Prozent würden das ablehnen, 16 Prozent machten keine Angabe.

Die Zustimmung für ein Auslaufen der „epidemischen Lage“ liegt bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten (79 Prozent) und ist im Osten höher (61 Prozent) als im Westen (56 Prozent). Männer sind eher für ein Ende des bundesweiten Ausnahmezustands (62 Prozent) als Frauen (51 Prozent). (dpa)

RKI registriert 17.015 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am siebten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 80,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 75,1 gelegen, vor einer Woche bei 65,4 (Vormonat: 71,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 17 015 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 903 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 92 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 92 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 401 631 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. (dpa)

Australien erreicht Impfquote von 70 Prozent

Australien hat einen Impf-Meilenstein erreicht: Seit Mittwoch sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahre vollständig gegen das Coronavirus geimpft. „Um genau zu sein, sind es 70,007 Prozent der Australier. Das ist eine beachtliche Zahl“, sagte Gesundheitsminister Greg Hunt. „Das ermöglicht es uns zu überlegen, was wir sonst noch tun können, um hier in Australien zu einer Art von Covid-Normalität zurückzukehren“, erklärte der Gesundheitsberater der Regierung, Paul Kelly. Die Regierung hatte zuletzt angekündigt, mit dem Fortschreiten der Impfungen auch schrittweise wieder die internationalen Grenzen des Landes öffnen zu wollen, die seit März 2020 geschlossen sind. Zunächst sollen vollständig geimpfte australische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Australien wieder freier reisen dürfen. Wann Touristen wieder nach Down Under dürfen, ist noch unklar. (dpa)

Berlins Regierungschef will kein schnelles Ende des Ausnahmezustands

Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich gegen die Beendigung der Corona-Notlage bereits Ende November ausgesprochen. „Wir brauchen mindestens eine Übergangszeit“, sagte Müller am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. „Diese Beschlussfassung des Bundestages war für uns in den Ländern auch immer eine wichtige Rechtsgrundlage auch bei Auseinandersetzungen.“

Er könne sich etwa einen längeren Zeitraum für das Ende des Notstands vorstellen, bis sich die epidemische Lage tatsächlich entspanne. Oder aber, eine neue Beschlussfassung des Bundestages formuliere weiterhin Beschränkungen, bei denen es sich aber nicht um härtere Einschränkungen wie Schließungen oder Eingriffe in Grundrechte handele. (dpa)

+++ Dienstag, 19. Oktober +++

22 Corona-Fälle bei Red Bull München - Spiel gegen Bietigheim verlegt

Aufgrund zahlreicher Corona-Fälle beim EHC Red Bull München ist ein weiteres Spiel des Clubs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlegt worden. Die für Freitag angesetzte Auswärtspartie bei Aufsteiger Bietigheim Steelers werde auf den 26. Oktober verschoben und finde wegen eines Heimrechttauschs dann in München statt, teilte der EHC am Dienstagabend mit.

Demnach hat sich nach weiteren Testungen die Anzahl der positiven Corona-Ergebnisse bei dem dreimaligen deutschen Meister von 18 auf 22 erhöht. Betroffen seien 16 Spieler sowie sechs Personen aus dem Betreuer- und Trainerstab, hieß es. Alle positiv Getesteten befänden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. (dpa)

Debatte über mögliches Ende der Corona-Notlage in Deutschland

Der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland ist auf Zustimmung und Kritik gestoßen. Begrüßt wurde er von Ärzte- und Klinikvertretern. Auch die FDP bekräftigte noch einmal ihre schon lange vertretene Position, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite, nicht mehr zu verlängern. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnten dagegen mit Blick auf den Winter vor einem solchen Schritt. Die epidemische Lage ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Sie wurde erstmalig vom Bundestag im März 2020 festgestellt und später immer wieder verlängert. Spahn hatte sich am Montag bei Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder dafür ausgesprochen, dass es nicht zu einer erneuten Verlängerung kommt. Damit würde die bundesweite Corona-Notlage offiziell am 25. November auslaufen. Der CDU-Politiker verwies nach Informationen der „Bild“ unter anderem darauf, dass das Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko für geimpfte Personen als moderat einstufe. (dpa)

Gut 54,7 Millionen vollständig geimpft - Quote weiter 65,8 Prozent

Die Zahl der vollständig gegen Corona geimpften Menschen in Deutschland steigt weiter leicht. Sie beträgt nun gut 54,7 Millionen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Am Vortag hatte sie knapp unter 54,7 Millionen gelegen. Die Quote der vollständig Geimpften liegt wie auch einen Tag zuvor bei 65,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine Impfung haben knapp 57,3 Millionen Menschen erhalten (68,9 Prozent). Bei aktuell im Mittel rund 125 000 Impfungen pro Tag wird laut RKI rechnerisch mehr als eine Person pro Sekunde geimpft.Von den Erwachsenen sind nach den neuesten Zahlen mittlerweile 76,4 Prozent vollständig geimpft, mindestens eine Impfung haben 79,9 Prozent erhalten. 38,8 Prozent der Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind voll, 44,3 Prozent mindestens einmal geimpft. (dpa)

FDP-Gesundheitspolitiker für Ende der „epidemischen Lage“

Der FDP-Gesundheitsexperte und Infektiologe Andrew Ullmann hat sich der Auffassung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeschlossen, die Corona-Notlage in Deutschland nicht noch einmal zu verlängern. Dafür habe sich die FDP wiederholt ausgesprochen, sagte Ullmann am Dienstag im Deutschlandfunk. „Verordnungen durch die Exekutive alleine sollten nicht mehr fortgesetzt werden.“ Bei Twitter schrieb er: „Die epidemische Lage von nationaler Tragweite kann enden, hätte längst beendet sein können. Wichtig sind jetzt Boosterimpfungen bei vulnerablen Personen.“

Die „epidemische Lage“ ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Sie muss vom Bundestag festgestellt werden. Spahn hatte sich am Montag bei Beratungen mit seinen Länderkollegen dafür ausgesprochen, die Regelung nicht noch einmal zu verlängern. Damit würde sie am 25. November auslaufen. Spahn verwies nach Informationen der „Bild“ unter anderem darauf, dass das Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko für geimpfte Personen als moderat einstufe. (dpa)

Gefälschte Impfausweise: Erneuter Betrugsversuch in Leeraner Apotheke

Am Montag wurden um 16 Uhr erneut gefälschte Impfausweise in einer Leeraner Apotheke vorgelegt, mit dem Ziel, ein elektronisches Impfzertifikat zu erhalten. Ein 39-jähriger Mann aus Groningen legte in der betroffenen Apotheke gleich drei Impfausweise vor, für welche ein Zertifikat angefertigt werden sollte. Da die Apothekenmitarbeiter auch in diesem Fall wieder Mängel an den vorgelegten Ausweisen feststellten, wurde die Polizei Leer hinzugezogen. Es wurde festgestellt, dass es sich erneut um angebliche Dokumente handelte, die wieder mit dem Stempel eines Impfzentrums aus Nordrhein-Westfalen ausgestattet waren. Die drei Impfausweise wurden sichergestellt und der Mann als Beschuldigter in einem Strafverfahren belehrt. Die Ermittlungen dauern an. Das teilte die Polizei heute mit.

Studie: Mit einer Portion Humor besser durch den Corona-Stress

Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der Corona-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen. Das legt eine US-Studie über die Wirkung dieser lustig beschrifteten Bildchen nahe, die im Fachblatt „Psychology of Popular Media“ veröffentlicht ist. „Als sich die Pandemie immer weiter hinzog, wurde es für mich zunehmend interessanter, wie die Menschen die sozialen Medien und insbesondere Memes nutzten, um über die Pandemie nachzudenken“, sagte die Hauptautorin Jessica Myrick von der Penn State University. Sie und ihr Team befragten im Dezember vergangenen Jahres 748 Menschen online, um herauszufinden, ob das Betrachten unterschiedlicher Memes Emotionen, Ängste, Informationsverarbeitung und Bewältigung der Corona-Krise beeinflusst. Dafür sammelten die Forscherinnen auf einschlägigen Plattformen Hunderte beliebte Memes und teilten diese in verschiedene Kategorien ein, so etwa danach, ob sich die Bildunterschrift auf Covid-19 bezog oder nicht. (dpa)

NBA: 96 Prozent der Profis geimpft - Boss hofft auf Impfung Irvings

Ungeachtet der Diskussionen um Basketball-Star Kyrie Irving sind in der amerikanischen Profiliga NBA nach Aussage von Liga-Chef Adam Silver etwa 96 Prozent der Spieler gegen das Coronavirus geimpft. Demnach seien nur etwa 20 Profis, also im Durchschnitt weniger als einer pro Team, nicht geimpft. Die Brooklyn Nets berücksichtigen Irving wegen seines unklaren Impfstatus vorerst nicht mehr.

Silver verwies am Montag (Ortszeit) auf die Vorbildfunktion der Profis. „Ich hoffe, dass Kyrie sich trotz seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Impfung letztendlich dafür entscheidet, sich impfen zu lassen, denn ich würde ihn in dieser Saison gerne Basketball spielen sehen“, sagte Silver. Wenn sich die NBA-Spieler impfen ließen, sei „das eine Art Dienst an der Öffentlichkeit, besonders für junge Leute, die vielleicht nicht den Wert einer Impfung sehen“, erklärte der Ligachef.

„Ich tue, was das Beste für mich ist. Ich kenne die Konsequenzen und wenn das bedeutet, dass ich dafür verurteilt und verteufelt werde, dann ist das eben so“, hatte Irving unlängst gesagt. Der 29 Jahre alte Aufbauspieler denkt aber nicht an ein Karriereende. (dpa)

RKI registriert 6771 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 75,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 65,8 (Vormonat: 70,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6771 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.18 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4971 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet - genau so viele wie vor einer Woche. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 384 616 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Montag mit 1,92 (Freitag 2,02) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. (dpa)

+++ Montag, 18. Oktober +++

Spahn für Ende der „epidemischen Lage“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend am Montag bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. „Bild“ hatte darüber zuerst berichtet.

Das Robert Koch-Institut stufe „das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein“, somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn „Bild“ zufolge von Teilnehmern zitiert. „Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet.“ (dpa)

Zwischenbilanz: 591 Millionen EU-Covid-Zertifikate ausgestellt

Seit dem offiziellen Start des EU-Impfnachweises Anfang Juli sind der EU-Kommission zufolge 591 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. „Das digitale Covid-Zertifikat der EU ist ein Symbol für ein offenes und sicheres Europa“, teilte die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides am Montag in Brüssel mit. Die Einführung der international anerkannten Zertifikate sei ein Beispiel für gute Zusammenarbeit in der EU.

Mit dem digitalen Zertifikat können EU-Bürger europaweit Impfungen, Tests und Genesungen nachweisen. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder können so viele Freizeitaktivitäten vereinfacht werden. Laut der Brüssler Behörde hat vor allem die Luftfahrt- und Reisebranche von dem Nachweis profitiert.

43 Länder von vier Kontinenten seien mittlerweile an die nötige Technik angeschlossen - weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Der Kommission zufolge haben insgesamt 60 Drittstaaten ihr Interesse bekundet, ebenfalls die EU-Zertifikate nutzen zu wollen. (dpa)

Corona-Inzidenz steigt - in manchen Bundesländern besonders deutlich

Am fünften Tag in Folge ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie in Deutschland gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montag mit 74,4 an. Damit ist ungefähr wieder das Niveau von vor einem Monat erreicht. Für drei Bundesländer weist das RKI Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 aus: für Thüringen (138,9), Sachsen (123,3) und Bayern (112,9), mit teils dynamischen Entwicklungen im Vergleich zu den Vorwochenwerten.

Die Tendenz ist auch in weiteren Bundesländern steigend. Die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - und das mit einigem Abstand - hat laut RKI Schleswig-Holstein mit 28,3. Dort waren die Zahlen in den vergangenen Tagen ziemlich konstant.

Die regional unterschiedlichen Entwicklungen dürften auch durch die Herbstferien beeinflusst sein, die mancherorts vorüber sind, teils gerade beginnen oder erst bevorstehen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte kürzlich den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Ferien hätten einerseits wegen der geschlossenen Schulen eine vorübergehend dämpfende Wirkung auf die Ansteckungen. Andererseits sei nach den Herbstferien aber auch wieder vermehrt mit Fällen nach Auslandsreisen zu rechnen. Dies war schon nach den Sommerferien beobachtet worden. (dpa)

Corona-Pass in Italien: Polizei räumt Blockade im Hafen von Triest

Nach tagelangen Protesten von Aktivisten und Arbeitern im Hafen der norditalienischen Stadt Triest gegen das Corona-Zertifikat hat die Polizei mit der Räumung von Blockaden begonnen. Polizeibeamte mit Helmen und Schildern sowie Wasserwerfer stellten sich am Montagmorgen vor dem Durchgang Nummer vier des Hafens auf, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete und auf Fernsehbildern zu sehen war. Es kam zu Rangeleien mit den Ordnungskräften, die die Protestierenden zurückdrängte. Auch Wasserwerfer wurden eingesetzt.

Hafenarbeiter und Aktivisten hatten seit Tagen gegen die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes - ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung, eines negativen Tests oder einer Genesung von der Krankheit - auf die Arbeitswelt demonstriert. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte beschlossen, dass das Zertifikat ab dem 15. Oktober (vergangener Freitag) notwendig sei, um zur Arbeit gehen zu dürfen. (dpa)

Von der Leyen: EU hat eine Milliarde Corona-Impfstoffdosen exportiert

Die Europäische Union hat binnen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoffdosen an andere Länder weltweit exportiert. „Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel. Der Impfstoff sei seit Dezember 2020 in mehr als 150 Länder geliefert worden - unter ihnen Japan, die Türkei, Großbritannien und Brasilien. Etwa 87 Millionen Dosen seien über die UN-Initiative Covax an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gegangen.

„Wir haben unsere Impfstoffe stets fair mit dem Rest der Welt geteilt“, betonte von der Leyen. „Wir haben genauso viel exportiert, wie wir für die Bürgerinnen und Bürger der EU bereitgestellt haben.“ (dpa)

RKI registriert 4056 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,4

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4056 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3111 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 377 845 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. (dpa)

Umfrage: Corona senkt Optimismus und mehrt Stress

Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm.

Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent. (dpa)

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