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Lokal26.de Friesland

Polizei-Statistik: Pedelecs radeln auf neuen Unfall-Höchststand

31.03.2020

Friesland Demografie, Technik und Mobilität bilden nicht immer einen harmonischen Dreiklang, kommentiert Peter Beer, Leiter des Polizeikommissariats (PK) Jever, die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2019 für Friesland.

Im Zuständigkeitsgebiet des PK Jever waren rund 44 Prozent mehr Pedelecs an Verkehrsunfällen beteiligt als noch im Jahr 2018. Aus diesen 23 Unfällen haben 18 Menschen Verletzungen davongetragen, zehn davon waren Senioren (ab 65 Jahre). „Auch, wenn es sich nur um relativ kleine Zahlen handelt, dürfen diese nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den vergangenen fünf Jahren ein permanenter Anstieg in diesem Bereich zu verzeichnen ist“, erklärt Bernd-Rainer Otten, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes des PK Jever.

Neuer Höchststand

Auch wenn mit 1249 Verkehrsunfällen für die vergangenen fünf Jahre im nördlichen Friesland ein Höchstwert erreicht ist, kann laut Polizei im Fünf-Jahres-Vergleich von einem eher gleichbleibenden Trend gesprochen werden. Dieses gilt auch für die Anzahl der Verletzten, die allerdings mit 273 einen eher niedrigen Wert erreicht hat. Davon wurden 44 schwer (16 Prozent) und 229 leicht verletzt. Von den fünf Verkehrstoten im Landkreis sind alleine in Friesland-Nord vier zu beklagen. Jeder Todesfall sei einer zu viel, so die Beamten.

zunahme in Sande

Im regionalen Vergleich fällt auf, dass 2019 in der Gemeinde Sande mit 241 Verkehrsunfällen (2018: 177) ein Höchstwert der vergangenen zehn Jahre erreicht wurde. Die Anzahl der Verletzten ist mit 55 (2018: 57) allerdings auf einem gleichbleibenden Niveau.

Für die beiden Städte Jever und Schortens sowie die Gemeinden Wangerland und Wangerooge sind hingegen keine nennenswerten Auffälligkeiten im Vergleich zu vorher festzustellen.

Unfallfluchten

Das besondere Ärgernis der Verkehrsunfallfluchten war 2019 in 311 Fällen zu verzeichnen (2018: 296). „Der aufmerksamen Unterstützung von Zeugen gelang es, 137 Fluchten aufzuklären und damit eine Quote von 44 Prozent zu erreichen (2018: 122 bzw. 41 Prozent)“, bedankt sich Beer bei der Mithilfe aus der Bevölkerung. „Jeder Unfallflüchtige muss damit rechnen, bei seiner Tat auch gesehen zu werden. Rufen Sie daher bitte weiter an, wenn Sie derartige Beobachtungen machen!“

Alkohol & Drogen

Im Zehn-Jahres-Vergleich wurde mit 98 festgestellten Trunkenheitsfahrten der zweithöchste Wert erreicht (2018: 69). 26 dieser Fahrten unter Alkoholeinfluss standen im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall (2018: 19). Fahrten unter Drogeneinfluss wurden 2019 insgesamt 22 Mal festgestellt (2018: 16), allerdings alle ohne Verkehrsunfallbeteiligung.

Präventionsarbeit

„Die Vermeidung von Unfällen mit häufig tragischen Folgen ist und bleibt polizeiliche Aufgabe und Verpflichtung zugleich“, resümiert Beer. „Der Erfolg hängt aber vor allem von der Einsicht und Bereitschaft der Verkehrsteilnehmer im Alltag ab!“ In diesem Jahr sollen wieder Aktionen für die unterschiedlichen Zielgruppen angeboten werden.

Neben den Projekten „Fit im Auto“ oder der „Aktion junge Fahrer“ bereitet zum Beispiel die Verkehrswacht Jeverland auch noch das Thema der sicheren Nutzung von Pedelecs vor.

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