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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Holtriem

Tiere und Maschinen sollen Wald stoppen

06.02.2020

Eversmeer Zu einer Arbeitsbesprechung haben sich Vertreter der Staatlichen Moorverwaltung, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund und der Ökologischen Nabu-Station Ostfriesland (ÖNSOF) am Bohlenweg im Naturschutzgebiet Ewiges Meer getroffen. Einig waren sich alle Beteiligten, dass aufgrund der Bedeutung dieses Teils des Naturschutzgebietes für Trauerseeschwalbe, Neuntöter, Kreuzotter und zahlreiche gefährdete Pflanzenarten das Zulassen einer Bewaldung durch Aufgabe der Pflege nicht zielführend ist. Angestrebt werden soll stattdessen eine halboffene Landschaft.

Über den künftigen Managementplan soll ein Konzept entwickelt werden, wie die Bewaldung stärker begrenzt werden kann. Unstrittig ist dabei, dass diese Maßnahmen alleine auch künftig nicht dafür sorgen können, die fortschreitende Bewaldung aufzuhalten oder gar zurückzudrängen. Daher werden verschiedene Methoden der Pflege erforderlich werden. „Ohne eine maschinelle Erstinstandsetzungspflege sowie die Sicherstellung einer stetigen Folgepflege wird der attraktive halboffene Charakter des Gebietes verloren gehen“, betonte Dr. Eberhard Masch, Dezernatsleiter der Staatlichen Moorverwaltung. Für die Folgepflege gebe es positive Beispiele mit regelmäßigem Maschineneinsatz als auch in der Pflege mit Schafen und Ziegen. Regina Kuklok-Grimm, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund, hält beide Pflegemethoden für möglich: „Wahrscheinlich wird es eine Kombination der verschiedenen Methoden werden.“

Bei der Entscheidung über den weiteren Umgang mit den durchzuführenden Maßnahmen sollen Ergebnisse der Monitoring-Untersuchungen der ÖNSOF helfen. „Wir werden in diesem Jahr Dauerbeobachtungsflächen zur Untersuchung der Vegetationsentwicklung einrichten, um damit die in diesem Winter bereits erprobten Pflegearbeiten besser in ihrer Entwicklung beurteilen zu können“, kündigte Michael Steven, Leiter der ÖNSOF an. Auch die Untersuchung der Kreuzottervorkommen werde fortgesetzt, um Erkenntnisse zu einer schadlosen Erneuerung des Bohlenweges sowie das künftige Pflegekonzept beisteuern zu können. Handlungsbedarf besteht für das Areal im Bereich des Bohlenweges am Ewigen Meer aufgrund der fortschreitenden Verbuschung und Bewaldung. Die negativen Effekte auf das Hochmoor sind vielfältig: Die Gehölze entziehen dem Moor zusätzlich das Wasser. Ein weiterer Negativeffekt ist der Laubfall, der die Moorböden mehr und mehr zu Waldböden werden lässt.

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