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Bürgermeister arbeitet künftig in Rostock

09.01.2012

EVERSMEER Es war ein sehr emotionaler Neujahrsempfang, den die Eversmeerer Bürger am Freitagabend im voll besetzten Vereinsheim des KBV 'An’t Moor lang' erlebten. Denn Bürgermeister Egon Kunze gab zwei Liebeserklärungen ab und eine vorübergehende wichtige Veränderung in seiner persönlichen Lebensgestaltung bekannt. Er wird sich beruflich verändern und als Fahrschulleiter bei der Feuerwehr in Rostock arbeiten, so dass er nicht mehr ständig in seiner Heimatgemeinde präsent ist.

'Ich hab Euch alle lieb', begann Bürgermeister Egon Kunze seine Ansprache. Ein Bekenntnis, das Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks später im Namen der Eversmeerer und unter ihrem Applaus nur zurückgeben konnte: 'Wir haben Dich auch alle lieb.' Die Aussage des Bürgermeisters war alles andere als eine Floskel. Er war sehr ergriffen, als er mit etwas brüchiger Stimme seine Liebe zu Eversmeer bekannte. 'Eversmeer ist meine Heimat, hier bin ich geboren, wir haben hier Familie und viele Freunde. Ich bin seit 30 Jahren im Gemeinderat und seit zehn Jahren Bürgermeister dieser Gemeinde, Mitglied im KBV und bei den Reservisten. Auch meine Frau fühlt sich in ihrer neuen Heimat sehr wohl. Wir möchten auch hier unseren Lebensabend verbringen', sagte Egon Kunze.

Seine 'erste' Liebe, die Ehefrau Ramona gilt, ist der Grund für die vorübergehende Verlegung des Lebensmittelpunktes. Denn Gattin Ramona arbeitet in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ehepaar Kunze möchte nicht länger eine 'Wochenend-Ehe' führen. Aber, so der Bürgermeister: 'Ich bin ja nicht weg, ich bin nur woanders.'

Er bleibt dem Gemeinderat erhalten und wird auch weiterhin an den Wochenenden für die Bürger ansprechbar sein. Einige Posten wird Egon Kunze, der sich bisher um Gemeinde und Samtgemeinde, Kreistag, Verkehrs- und Heimatverein, Mühlenverein und Jagdgenossen kümmerte, allerdings abgeben. 'Wenn Du Unterstützung brauchst, bekommst Du sie von uns auf jeden Fall', versicherte Samtgemeindebürgermeister Dirks seinem 'Super-Stellvertreter'.

Neben dem sehr persönlichen Ausblick gab es auch einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Die geplante Sanierung der Schulstraße musste aufgrund der Finanzlage auf dieses Jahr verschoben. Die Abwanderung eines Gewerbebetriebes hatte Mindereinnahmen in Höhe von 23 000 Euro zur Folge. Aufgrund der Haushaltslage setzte die Gemeinde das um, wovon die 'große' Politik immer nur redet: Sie schlug den Sparkurs ein. Der Erfolg gab dem Gemeinderat und ihrem Bürgermeister Recht. Die pro-Kopf-Verschuldung konnte mit 7,18 Euro weiter gesenkt werden. Im Jahr 2010 betrug sie 9,24 Euro.

Sorgen bereitet die Entwässerung. 'Viele Verrohrungen aus den 60er-Jahren werden marode, verursachen große Sanierungskosten', teilte Kunze mit. Positiv wurde hingegen vermerkt, dass ein Baugrundstück verkauft werden konnte und für ein weiteres Grundstück eine Reservierung vorliegt. In diesem Jahr soll nicht nur die Schulstraße, sondern auch eine Brücke am Finkenburger Weg saniert werden – Kosten 20 000 Euro. Außerdem ist im Neubaugebiet 'An’t Leegmoor' die Errichtung eines Spielplatzes geplant.

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