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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Holtriem

Allein hätten wir das nicht geschafft

11.01.2012

NENNDORF 'In der Mühle war der Wurm drin', scherzte Maria Schuster, Vorsitzende des Vereins Mühlenfreunde Holtriem sowie Bürgermeisterin Nenndorfs gestern zur Begrüßung der Ehrengäste in der Nenndorfer Mühle, die nun nach abgeschlossener Sanierung im Dezember in neuem Glanz erstrahlt. Nur einige kleine Holzwürmer seien noch im Galerieholländer zu finden, ergänzte Mühlenfreund Erich Böhm scherzend.

Zur Feier der erfolgreichen Sanierungsarbeiten und zum Dank wurden die Sponsoren in die Mühle eingeladen, um sich vor Ort davon überzeugen zu können, dass ihr Geld sinnvoll angelegt wurde. 'Ohne unsere Sponsoren hätten wir das nicht geschafft', ist sich Maria Schuster sicher. 'Wir haben ein ganz schweres Vierteljahr hinter uns', ergänzt sie in Hinblick auf die viele Arbeit, die das Team rund um Schuster, Böhm und Geschäftsführer Harm Poppen zu schultern hatten.

In einer kleinen Rede Harm Poppens zum Verlauf der Arbeiten an der Windmühle von einem Gesamtkostenvolumen von rund 60 000 Euro konnten Diedrich Taaken, ehemaliger Bankdirektor der Volksbank Esens und sein Nachfolger Jan-Siefke Dirks für die VR-Stiftung, Heinz Feldmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenkulturstiftung Harlingerland der Sparkasse LeerWittmund, Kerstin Brüling vom Bürgerwindpark Nenndorf, Hermann Schiefer vom Landesamt für Denkmalpflege Niedersachsen sowie Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks nachvollziehen, was in den vergangenen rund drei Monaten alles geschehen war. Vertreter der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung konnten der Einladung nicht folgen.

'Es war eine Geschichte mit vielen Überraschungen', berichtet Poppen in einer gemütlichen Runde im Inneren der Windmühle bei Tee und Kuchen. Im Jahr 2010 entdeckte der Müller David Reitsema einen Riss in der Kappe. Von da an gab es mehrere Bestrebungen, diesen zunächst zu schließen. Nur wenig später stand fest: 'Die Kappe muss neu.' Eine weitere Überraschung sei gewesen, dass die nach der Ausschreibung beauftragte Mühlenbaufirma Böök aus Dunum die komplette Kappe mit einem Autokran herunternahm, statt diese mit einem Gerüst an Ort und Stelle zu sanieren. Eine Maßnahme, die sich im Nachhinein als Glücksfall erwies, sind sich die Mühlenfreunde heute sicher. Und das nicht nur, weil sie so die Malerarbeiten am Mühlenflügel in Eigenregie vornehmen konnten.

Doch als die Kappe von der Mühle genommen wurde, offenbarte sich erst das gesamte Ausmaß der Schäden. 'Das muss alles neu', hieß es plötzlich seitens der Mühlenbauer – und so kam es schließlich. Alles Marode wurde erneuert, der zusätzlich Blitzableiter versetzt und auch die Befestigung musste überarbeitet werden – aus Eigenmitteln der Mühlenfreunde in Höhe von 5000 Euro. Doch nun ist dies alles geschafft. 'Aber es gibt noch viel zu tun – eine alte Dame wie die Mühle muss eben gehegt und gepflegt werden', weiß der Geschäftsführer.

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