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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Holtriem

Rettungsboot als optimale Ausrüstung

14.02.2012

NENNDORF Die eisigen Zeiten nutzte die Feuerwehr Westerholt/Nenndorf am vergangenen Sonnabend, um erstmals eine Eisrettungsübung durchzuführen. Die Ortswehr, die mit 18 Kameraden im Einsatz war, wurde dabei von acht Rettungsschwimmern der DLRG-Ortsgruppe Esens unter Leitung von Kurt Frenzel unterstützt.

Drei Rettungsschwimmer stellten sich als 'Unglücksopfer' zur Verfügung und wagten sich in Schutzanzügen in die eisigen Fluten des Kiesteiches in Nenndorf. Zuvor wurde mit einer Kettensäge ein drei mal drei Meter großes Loch in die 15 Zentimeter dicke Eisschicht geschnitten.

Die Feuerwehr unternahm zunächst mit Hilfe von Steckleitern den Versuch, die eingebrochenen Personen zu retten. Dieses Unterfangen stellte sich als sehr mühsam heraus. 'Sich mit zwei Leiterteilen auf dem Eis vorwärts zu bewegen, ist gar nicht so einfach', stellte ein Mitglied der Westerholter Ortswehr fest.

Alle Feuerwehrmänner waren sich einig, dass die Bergung mit dem Schlauchboot der Wehr wesentlich besser klappte. Das meinten auch die Blauröcke aus Marx und Friedeburg, die wie Holt-riems Samtgemeindebrandmeister Gerold Mammen die Übung mit großem Interesse beobachteten.

Die optimale Ausrüstung aber hatte die DLRG in Form ihres Eisrettungsbootes mitgebracht. Dieses Schlauchboot hat Öffnungen an Bug und Heck, durch das die Personen schnell ins Boot gezogen werden können. Innerhalb kürzester Zeit waren die Rettungsschwimmer, die die eingebrochenen Menschen mimten, aus dem Eiswasser gerettet. Nach rund zwei Stunden war die Übung beendet. Die ausgesägte Eisscholle, die unter das Eis geschoben und gesichert worden war, wurde wieder eingesetzt und mit einem Strauch abgedeckt, damit niemand auf die Idee kam, diese Stelle zu betreten. Dann zogen die durchgefrorenen Feuerwehrmänner und Rettungsschwimmer bei heißem Kaffee und Glühwein ein gemeinsames Resümee. Mit dem Verlauf der Übung, die der Feuerwehr Westerholt wichtige Erkenntnisse bracht, waren alle sehr zufrieden.

Da seit Sonntag Tauwetter herrscht, sollte niemand mehr das Eis betreten, darauf wies Gruppenführer Bernd Horn von der Westerholter Feuerwehr hin. 'Bereits am Sonnabend knackte das Eis gefährlich, als wir mit mehreren Leuten in einem Pulk standen', berichtete Horn. Er hofft, dass alle die Vernunft walten lassen und nicht mehr auf das Eis gehen – damit der Übung kein ernster Einsatz folgen muss.

Martina RickenFreie Mitarbeiterin

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