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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Holtriem

Watt’n Theater um de Konzession vört Nenndörper Möhlen 1849

22.05.2015

NENNDORF Vor 165 Jahren wurde die Nenndorfer Holländerwindmühle gebaut. Dies ist auch der Grund, weshalb am Pfingstmontag, 25. Mai, dem deutschen Mühlentag, der Geburtstag im Rahmen eines großen Mühlenfestes mit buntem Rahmenprogramm gefeiert wird.

Bevor es zum Bau der Nenndorfer Mühle im Jahr 1850 kam, gab es spannende Auseinandersetzungen der Müller aus den Ämtern Esens und Wittmund. Der Bauer Willm Schweers Willms aus Terheide hatte am 20. Dezember 1848 die Konzession zum Bau einer Mühle zwischen den Dörfern Westerholt und Nenndorf beantragt.

Die Müller aus den Ämtern in Esens und Wittmund befürchteten ihrerseits Einkommenseinbußen und wehrten sich mit allen Mitteln gegen die Erteilung einer Genehmigung zum Bau einer neuen Mühle an der Grenze zwischen den Gemeinden Westerholt und Nenndorf. Zuständig für die Erteilung dieser Konzession war die Königliche Hannoversche Landdrostei in Aurich. Verantwortlicher Landdrost war seinerzeit Carl Detlev Freiherr Marschalck von Bachtenbrock.

Die 'Plattdütsch Theatergrupp Holtriem' wird am Pfingstmontag um 14.30 Uhr die Konzessionskämpfe um die Nenndorfer Mühle in einem Zweiakter aufführen. Das Theaterstück, nach original historischen Unterlagen aus dem Niedersächsischen Staatsarchiv Aurich, hat Harm Poppen aus Westerholt geschrieben. Wilmine Heink aus Utarp hat das Spektakel ins Holtriemer Platt übersetzt und führt bei der Theatergruppe die Regie.

Der Landdrost von Bachtenbrock aus Aurich und Oberamtmann Johann Vollrat Kettler vom Königlichen Amt in Esens werden Pfingstmontag nach Nenndorf kommen, um über die Erteilung beziehungsweise Nichterteilung einer Konzession mit allen Beteiligten öffentlich zu verhandeln, um danach an Ort und Stelle ihre Entscheidung bekanntzugeben.

Die Aufführung beginnt um 14.30 Uhr und gibt auch einen Einblick in die damaligen politischen Verhältnisse Ostfrieslands als Provinz des Königreichs Hannover.

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