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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund Holtriem

Aldi-Brand in Westerholt: Anklage gegen 18-Jährigen erhoben

01.07.2020

Westerholt Der Aldi-Markt in Westerholt brannte am 21. Oktober 2019 bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft Aurich hat nun gegen einen zur Tatzeit 18-Jährigen aus der Samtgemeinde Holtriem Anklage wegen vorsätzlicher schwerer Brandstiftung sowie wegen Sachbeschädigung erhoben.

Der Heranwachsende, der Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein soll, wird beschuldigt, bereits einige Wochen zuvor ein Feuer im Discounter-Markt gelegt zu haben. Laut Anklage zündete er Pappe in einer Papierpresse an, woraufhin die Maschine in Brand geriet. Diese Tat bewertet die Staatsanwaltschaft nach Auskunft von Pressesprecher Jan Wilken als Sachbeschädigung.

Viel verheerender waren die Auswirkungen des Brandes am 21. Oktober. Der Beschuldigte soll gegen Mittag im Lager zwischen Backautomaten und Kühltruhe Papierreste angezündet haben. Als das Feuer gegen 13 Uhr entdeckt wurde, hatte es sich über die Zwischendecke gefressen und über das ganze Gebäude ausgebreitet. Die mehr als 160 Feuerwehrleute, die bis weit nach Mitternacht zur Bekämpfung des Brandes eingesetzt waren, konnten verhindern, dass auch Nebengebäude ein Raub der Flammen wurden. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt, weil Kunden und Mitarbeiter schnell evakuiert und in Sicherheit gebracht wurden.

Zuständig für die Durchführung der Hauptverhandlung ist das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Wittmund. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Im Erwachsenenstrafrecht liegt der Strafrahmen für das Verbrechen der besonders schweren Brandstiftung zwischen einem Jahr und 15 Jahren.

Martina RickenFreie Mitarbeiterin

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