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Lokal26.de Friesland Jever

SPD Cleverns-Moorwarfen warnt vor weiteren Neubaugebieten

13.02.2020

Cleverns /Moorwarfen Einen kleinen Seitenhieb in Richtung der CDU konnte sich Martin Woelk angesichts der jüngsten bundespolitischen Ereignisse nicht verkneifen. Während in der jüngsten Vergangenheit die Sozialdemokraten auf Bundesebene hätten kämpfen müssen, blicke er nun mit „etwas Schadenfreude“ nach Berlin und Thüringen, bekannte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Cleverns-Moorwarfen am Dienstagabend in der Jahreshauptversammlung, an der elf der insgesamt 32 Mitglieder teilnahmen.

Tatsache ist: Stünde die Sozialdemokratie auf Bundesebene so gut da wie in Jever, Cleverns und Moorwarfen, wäre für die „alte Tante SPD“ die Welt wohl wieder in Ordnung. Im Stadtrat ist die Partei mit neun Sitzen vertreten – „und damit gleichauf mit der CDU“, sagte Dieter Janßen mit Stolz. Mit Blick auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr versprach der Fraktionsvorsitzende, seine Partei werde eine „ehrliche und gradlinige Politik für die Bürger machen“. „Wir sind gewählt worden, um für andere was zu tun“, gab der Gastredner vom SPD-Ortsverein Jever die Marschrichtung vor. Mit einem vernünftigen kommunalpolitischen Konzept könnten die Sozialdemokraten ihr Wahlergebnis von 2016 „halten oder gar steigern“, zeigte sich der Rahrdumer bei dem Treffen im Clevernser Dorfgemeinschaftshaus zuversichtlich – und er ergänzte selbstbewusst: „Wir lassen uns von Berlin nicht irritieren – wir machen unsere Arbeit vor Ort.“

In ihren Berichten holten Woelk und Janßen zu einem kommunalpolitischen Rundumschlag aus: Beide lobten die Rolle der SPD-Fraktion bei der Spielleitplanung. „Wir haben den Eltern gezeigt, dass wir sie nicht im Regen stehen lassen“, so Martin Woelk über den erzielten Kompromiss in Sachen Spielplatz-Schließungen.

Was die städtebauliche Entwicklung Jevers angeht, stellte Janßen klar: „Wir wollen die Versiegelung nicht vorantreiben.“ Mit Blick auf mögliche Massenentlassungen in der Region warnte er davor, die Erschließung von Neubaugebieten massiv voranzutreiben: „Die Stadt tritt in Vorleistung für Grundstücke, die am Ende nicht gebraucht werden.“ Stattdessen erneuerte der Gastredner die Forderung nach einem Baulückenkataster. Seinen Angaben zufolge gibt es in Jever 182 Grundstücke, die laut geltendem Bebauungsplan für Wohnungsbauvorhaben genutzt werden könnten.

Nachholbedarf sieht die SPD demnach bei der innerstädtischen Verdichtung und vor allem bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Beim Bau von Wohnungen setzt Janßen auf eine Zusammenarbeit der Stadt mit der Wohnungsbau-Gesellschaft Friesland mbH. Denn: „Auch in Jever explodieren die Mieten.“

Eine „klare Linie“ kündigte Janßen beim Fahrradkonzept an, für das seine Partei schon vor Jahren konkrete Vorschläge gemacht habe und das nun „zügig umgesetzt“ werden müsse – auch mit Blick auf den Tourismus in der Stadt. Was die derzeitige Diskussion in Sachen „Lange Meile“ (Große Burgstraße / Große Wasserpfortstraße) angeht, sagte der Fraktionschef: „Wir wollen nicht noch mehr Blech in der Stadt – und was mit dem Kirchplatz wird, das werden wir sehen.“ Was den Bau eines Radweges entlang der L 813 (Cleverns – Sandelermöns) angeht, stellte Janßen klar, dass die SPD in den vergangenen Jahren mehrfach entsprechende Anfragen und Anträge bei der Stadt eingereicht habe.

Zu Clevernser Themen: Woelk geht davon aus, dass die Erweiterung und Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses im Frühjahr abgeschlossen sein wird. Mit der Modernisierung des Dorfgemeinschaftshauses soll im April begonnen werden.

Jörg StutzFreier Mitarbeiter

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