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Lokal26.de Friesland Jever

230 Jahre Jeversches Wochenblatt: Die Liebe zum Lokalen

05.05.2021

Jever Dass die lokalen Nachrichten beim Wochenblatt auf der Titelseite stehen, ist für die Leser selbstverständlich. Und das bereits seit dem 1. November 1988. Damals stellte das Wochenblatt als eine der ersten Zeitungen in Deutschland die Seite 1 komplett auf lokale Nachrichten um. Dieses Konzept verlangte vor mehr als 30 Jahren Pioniergeist und Mut. Und hätten Verlag und Redaktion damals nicht so entschieden, hätten wir spätestens jetzt nachziehen müssen.

Denn: Der Bedarf an lokalen Nachrichten – die harten wie die weichen Themen – wächst. In einer global vernetzten, sich immer schneller drehenden und dadurch unübersichtlicheren Welt ist für viele Menschen das für ihr Leben relevant, was um sie herum passiert. Sie möchten Informationen, Orientierung und Unterhaltung rund um ihr Zuhause und die Menschen, die hier mit ihnen leben. Analog.

Wie durch ein Brennglas haben uns gerade die vergangenen Monate der Corona-Pandemie diese immer stärkere Umkehr zum Lokalen aufgezeigt und deutlich gemacht, wie viele Menschen ehrliche und vor Ort recherchierte Nachrichten und Berichte zu schätzen wissen.

Ja, das 230. Jahr des Wochenblatts hat noch einmal etwas mit der Zeitung gemacht, hat Inhalte neu gewichten lassen, hat oft – trotz aller Kontaktbeschränkungen – zu noch mehr Nähe zum Leser geführt, hat neue kreative Energie freigesetzt, um im journalistischen Sinne Begriffe wie lokale Stärke, Heimat und Zuhause neu zu definieren.

Vieles ist anders, oftmals besser, aber auch schwieriger geworden. Der Datenschutz ist so eine Hürde, über die wir heute quer durch alle Abteilungen jeden Tag springen müssen. Die Technik sorgt für Arbeitserleichterung, der 24/7-Informationsfluss dagegen für ganz neue Organisationsmodelle.

Bei allem Wandel: Das Lokale war, ist und bleibt die Kernkompetenz des Jeverschen Wochenblatts.

Vom Blei zum Push

Zeitung hat viele Gesichter. Es gibt sie auf Papier, als digitale Ausgabe und auf anderen Online-Kanälen. Brauchte man früher Bleibuchstaben, um Nachrichten überhaupt unters Volk bringen zu können, geht die wichtige Eilmeldung heute per Push-Nachricht raus.

Seit dem 225-jährigen Wochenblatt-Jubiläum vor fünf Jahren, das mit einem großen Leserfest auf dem Kirchplatz gefeiert wurde, hat sich eine Menge getan. Inhaltlich und optisch setzt die Zeitung andere Maßstäbe, das E-Paper gibt es ebenfalls mit erweiterten Angeboten – und für Abonnenten sogar als Dreierpack: Jeversches Wochenblatt, Anzeiger für Harlingerland und Wilhelmshavener Zeitung. Ein Angebot, das immer mehr Leser zu schätzen wissen. Ergänzt wird dies durch unser Nachrichtenportal Lokal26, die Social-Media-Kanäle Facebook, Instagram und Twitter, den Newsletter und Push-Nachrichten. Ob Print oder Online ist egal. Wir machen aus dem Oder ein Und und denken crossmedial.

Und auch die Homepage des Wochenblatts wurde neu gestaltet, gibt einen Überblick über alle Angebote – vom Nachrichtenportal bis hin zur Anzeigenbuchung, vom Nordwest-Trauerportal bis hin zur privaten Kleinanzeige.

Das Team, das Zeitung macht

Das Jeversche Wochenblatt existiert seit 230 Jahren und gehört damit zu den 20 ältesten noch existierenden Zeitungen in Deutschland. Das ist schon etwas Besonderes – und jeder im Verlag weiß um diese Bedeutung.

Bei der täglichen Zeitungsproduktion greifen alle Köpfe dieses Teams wie kleine und große Zahnräder ineinander. Vom Hausmeister bis zur Verlagsleiterin, vom Medienberater bis zum Redakteur, vom Geschäftsführer bis zur Personalmanagerin, vom Marketingfachmann bis zur Auszubildenden, vom Austräger bis zur Mitarbeiterin im Leserservice, vom Mediengestalter bis zur Produktmanagerin, vom Redaktionstechniker bis zum IT-Spezialisten, vom Buchhalter bis zur Fahrerin, von den Werbeagentur-Experten „Dock26“ bis hin zur Sekretärin.

Die sich drehenden Rädchen verzahnen sich dabei auch ständig nach außen – mit Lesern und Kunden. Denn sie sind der Grund des Zeitungsmachens.

Die Tageszeitung ist das Sprachrohr der Menschen vor Ort und ein Stück gelebte Demokratie. Dieses wunderbare Medium ist authentisch, ehrlich, ganz nah dran an den Menschen und ein verbindendes Glied im Miteinander. Es ist ein hohes, wertvolles und schützenswertes Gut.

Zeitstrahl: Von der ersten Ausgabe bis zum Brune-Mettcker-Verlag

1791Am 5. Mai erscheint die Erstausgabe „Jeverische wöchentliche Anzeigen und Nachrichten“

1815 Das Wochenblatt erscheint nun zweimal wöchentlich

1816 Der Buchdruckergehilfe Christian Ludolph Mettcker übernimmt den Verlag

1830 Die Zeitung wird umbenannt und heißt nun endgültig „Jeversches Wochenblatt“

1834 Mettcker gibt den Kalender „Neuer Historien-Kalender auf das Jahr Christi 1834“ heraus

1854 Die Söhne Andreas Wilhelm und Johann Ludolph Mettcker (Fotos) treten in den Verlag ein, der nun „C.L. Mettcker & Söhne“ heißt

1862 Das Jeversche Wochenblatt zieht in das Verlagshaus in der Wangerstraße 14, die ehemalige Stadtwaage von Jever, um. Bis heute ist das Verlagshaus Sitz des Wochenblatts. Das erscheint ab 1864 bereits viermal wöchentlich

1913 Enno Mettcker erbt das Unternehmen. Nach seinem Tod 1946 übernimmt seine Witwe Maria

1949 Das Wochenblatt, das nach der NS-Zeit nicht erscheinen durfte, kommt wieder auf den Markt

1968 Maria Mettcker stirbt, Erbe wird ihr Enkel Hajo Allmers. Nach dessen Tod wird Sohn Robert Allmers 2016 sein Nachfolger

1999 Der Verlag Mettcker fusioniert mit dem Brune-Verlag in Wilhelmshaven und wird zum Brune-Mettcker-Verlag

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