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Lokal26.de Friesland Jever

Zu Besuch bei Freunden: Obstbäume, die Jever und Cullera verbinden

08.04.2020

Jever /Cullera Neben der Imkerei hat er eine große Leidenschaft: Obstbäume. Und deshalb war es ein großes Anliegen von Jörn Paulsen aus Jever, dass er sich die Orangenplantage von Ruth Palomero aus Jevers Partnerstadt Cullera einmal näher anschaut. „Als ausgebildeter Obstbaumfachwart interessierte es mich brennend, wie eine Orangenplantage aussieht und funktioniert“, berichtet Paulsen.

Was er alles erlebt hat? „Ich durfte Ruth Palomero bei der Ernte begleiten, ich habe gesehen, wie die frisch geernteten Früchte direkt verpackt und am gleichen Tag noch verschickt werden.“ Paulsen sah Orangenbäume verschiedener Sorten, Mandarinenbäume, Zitronenbäume und vieles mehr. „Ich sah den Unterschied zwischen ökologischem und herkömmlichem Anbau. Ich erkundete den Aufbau einer Krone und erlebte mit, wie das Gras unter den Bäumen gemäht wird.“

Mit Herz und Leidenschaft bei der Arbeit

Gift sei auf der Orangenplantage ein Fremdwort. „Alle Früchte sind herrlich aromatisch und süß.“ Die Mitarbeiter seien mit Herz und Leidenschaft bei der Arbeit, seien überzeugt von der Idee ökologisch zu produzieren.

Und was ihn darüber hinaus noch begeisterte: die freundliche Art und Aufgeschlossenheit der Cullerenses – die den Jeveranern übrigens sehr ähneln, meint Paulsen. „Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen aus Cullera und aus Norddeutschland sich ähneln. Sie sind sehr freundlich, aber nicht zu aufdringlich.“ Freundschaften wurden sehr schnell geschlossen. Bereits seit einem Jahr lernt Paulsen nun auch schon Spanisch und konnte sich dadurch ein wenig verständigen – auch wenn in der Region auch oft Valencianisch gesprochen wird. Und darüber hinaus genoss er Paella, Palmen und Sonne.

Auswirkungen der Coronakrise in Spanien

Leider erlebte auch Paulsen gegen Ende seines Aufenthaltes erste Auswirkungen der Coronakrise. Auch die Ausgangssperre bekam er noch mit. Ein sehr bewegendes Erlebnis für Paulsen war ein Abend, an dem plötzlich alle Menschen am Fenster standen und klatschten. „Ich wusste gar nicht, was geschah. Hinterher habe ich dann erfahren, dass die Menschen klatschen, um ihren Dank und Respekt den Sanitätskräften und den Mitarbeitern der Lebensmittelgeschäfte zu zeigen. Das hat mich sehr beeindruckt.“

Und das Fazit seiner Reise? „Ich fühle mich dem spanischen Volk sehr verbunden. Nach Cullera fahre ich auf jeden Fall wieder.“

Antje BrüggerhoffLokalredaktion

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