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Lokal26.de Friesland Jever

Einkaufen in Jever: Start des Edeka-Baus an der Alten Molkerei für 2021 geplant

29.05.2020

Jever Die Frage von Anke Casper in der Einwohnerfragestunde des Bauausschusses war knapp und klar: Wann wird bei der alten Molkerei endlich gebaut? Wie berichtet, soll das alte Gebäude abgerissen und der benachbarte Edeka-Markt werden – doch das Vorhaben zieht sich. Ursprünglich hatte sich der Eigentümer an die Stadt Jever gewandt, um den Markt „an die sich verändernde Marktsituation baulich und sortimentsbezogen anzupassen und somit zukunftsfähig aufzustellen.“

Kämmerer Dietmar Rüstmann konnte Caspers dringliche Frage beantworten: Im Juli dieses Jahres soll der Satzungsbeschluss folgen. Realistisch könne man dann im Frühjahr 2021 mit einem Baubeginn rechnen.

Von neun Trägern öffentlicher Belange lagen nach Auslegung und förmlicher Behördenbeteiligung zur Aufstellung des Bebauungsplans Stellungnahmen vor. Das Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner hat dazu Abwägungsvorschläge erarbeitet. Wesentlich davon ist die der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich. Diese hatte bemängelt, dass die Zufahrt von der L 813 zu breit ist und Probleme bereiten könnte. Geplant wird jetzt mit einer verkleinerten Zufahrt in der Breite. Dafür sprach sich auch der Bauausschuss aus – ebenso für die notwendige Änderung des Bebauungsplans.

Hendrik Theemann (FDP) enthielt sich. In seiner Partei herrsche Uneinigkeit zu dem Thema. Durch die Corona-Pandemie und den Online-Handel seien die Einzelhändler im Moment bereits geschwächt. Die Erweiterung um die Alte Molkerei, in der auch ein Getränkemarkt entstehen soll, würde den Druck auf die Einzelhändler weiter vergrößern. Die Innenstadt würde ohne Not zusätzlich belastet. Es werde befürchtet, dass das Projekt der Politik in fünf bis zehn Jahren auf die Füße falle.

Dem widersprach der stellvertretende Vorsitzende des Bauausschusses Dr. Harry Funk (CDU). Er sehe die große Not, auch dadurch dass die Bürger bereits auf andere Ort auswichen.

„Wir wollen Jever im Vergleich zu anderen gleichstellen.“ So heißt es auch in der Begründung der Änderung des Bebauungsplanes, dass diese zur „Sicherung und Weiterentwicklung des vorhandenen Einzelhandelsstandortes und Beseitigung des städtebaulichen Missstandes“ vorgenommen wird. Einig war er sich mit Theemann und Udo Albers von der SWG darin, dass dieser „Schandfleck“ verschwinden müsse.

Albers sieht jedoch als „Haar in der Suppe“ das Verkehrsgeschehen. Die zweite Zufahrt bzw. Ausfahrt müsse nicht da sein, ermögliche sie doch Abkürzungsverhalten. „Der Verkehr ist unserer Meinung nach nicht gut durchleuchtet worden.“

Trotzdem sprach er sich genauso wie die anderen Ausschussmitglieder von CDU, SPD und Grünen für die Beschlussvorschläge aus, so dass ein weiterer Schritt in Richtung Baubeginn gemacht wurde.

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