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Lokal26.de Friesland Jever

Minikreisel reicht für zusätzlichen Verkehr

04.12.2019

Jever Der Mini- oder Tivoli-Kreisel an der Mühlenstraße mag klein und statistisch eine Unfallhäufungsstelle sein, aber seine Kapazitäten reichen für den zusätzlichen Erschließungsverkehr zum Baugebiet „An den Schöfelwiesen“ aus. Das hat eine von der Stadt Jever in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung ergeben. Im Abwägungsverfahren hatten der Landkreis Friesland und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland an diesem Punkt Bedenken angemeldet. Sollten sich allerdings Schwierigkeiten ergeben, werde die Stadt „mit geeigneten Maßnahmen reagieren“, heißt es im entsprechenden Abwägungsvorschlag.

Einstimmig, aber nicht ganz ohne gereizte Wortwechsel hat der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 8, „An den Schöfelwiesen Ost“, die jüngste Sitzung des Bauausschusses passiert. Vorausgegangen ist die Abwägung der Anregungen und Hinweise aus der frühzeitigen Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit. Bei dem sechs Hektar großen Bereich mit 58 Grundstücken handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt nach dem eher kleinen Baugebiet „Westlich beim Dünkagel“ mit 14 Grundstücken. Geplant ist noch ein angrenzender dritter Bauabschnitt („An den Schöfelwiesen West“) mit 71 Grundstücken. Für den zweiten Abschnitt, Ost, waren drei Stellungnahmen von Bürgern sowie 13 von Behörden und Trägern öffentlicher Belange abgegeben worden.

In der Bürgerfragestunde konnten jedoch die abgegebenen Anregungen der Bürger selbst nicht mündlich behandelt werden. Bürgermeister Jan Edo Albers und Vorsitzender Dr. Matthias Bollmeyer machten den anwesenden Nachbarn des Baugebietes, die sich mit schriftlichen Einwendungen in die öffentlichen Beteiligung eingebracht hatten, klar, das Verfahren sehe nicht vor, dass sie ihre schriftlichen Anregungen mündlich kommentierten. Wer sich beteiligt habe, könne aber im Zuge der Auslegung erneut schriftlich Stellung nehmen. Wolle man anders verfahren, riskierte man einen Abwägungsfehler, erklärte Bürgermeister Albers.

Dies stieß auf einigen Unmut – darauf sei er von der Verwaltung nicht hingewiesen worden, sagte einer der Betroffenen. Er schlug vor, privaten Einwendern diesen Hinweis künftig vor einer Beteiligung zu geben, schließlich kenne sich nicht jeder mit diesen Fragen der Bauleitplanung aus. Die Verwaltung nahm diesen Vorschlag auf.

In den Beiträgen der Bürger waren die mögliche Lage eines neuen Spielplatzes, der Erhalt des Baumbestandes, ein bedarfsgerechtes Angebot an kleineren Baugrundstücken, der Verzicht auf Stichstraßen zur Erschließung von Häusern in der zweiten Reihe und die Verschmälerung der nördlichen Ringstraße die Themen.

In den Abwägungsvorschlägen wird darauf hingewiesen, dass ein Spielplatz nicht im Bebauungsplan festgesetzt werden müsse, man werde diese Frage nach der Erschließungsphase prüfen. Was die Größe der Baugrundstücke angeht, heißt es in der Abwägung, die Erfahrung zeige, dass sich Grundstücke mit einer gewissen Größe besser vermarkten ließen. Kämmerer Dietmar Rüstmann bestätigte dies in der Sitzung. Von einer Ausweisung kleinerer Grundstücke sieht die Stadt außerdem ab, „da kleinere Grundstücke mehr Personen auf engem Raum und mehr Verkehr innerhalb des Planungsgebietes zur Folge haben könnten“.

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