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Lokal26.de Friesland Jever

Schwerer Schicksalsschlag: Familie aus Jever etwas Freude schenken

21.07.2021

Jever Luan ist gerade einmal zwei Jahre alt. Und schon jetzt wissen seine Eltern, dass er all das, was andere in seinem Alter erleben, nicht erleben wird. Er kann nicht auf dem Spielplatz toben, nicht spielen, nicht richtig essen. Zurzeit wird er über eine Sonde ernährt, weil er sich sonst zu oft verschluckt. Sein Alter, in dem er eingeschult werden würde, wird er vielleicht nicht erleben, vermuten Ärzte. Denn Luan ist mit einem Gendefekt zur Welt gekommen, und seine Lebenserwartung ist sehr gering.

Schmerz und Leid lassen sich nicht lindern

„Es ist momentan alles sehr viel und sehr emotional“, sagt Stephanie Freese. Sie ist die Cousine von Luans Papa, Tobias Voges. Er lebt mit seiner Frau Janina sowie mit Luans Schwester Lia in Jever. „Ich möchte ihnen so gerne helfen, ihnen ihre Schmerzen und ihr Leid nehmen – aber das kann ich nicht“, sagt Stephanie Freese, die in Waddewarden wohnt.

Aber stattdessen gar nichts tun und abwarten? Das kann und will sie auch nicht. Deshalb hat sich die Wangerländerin gemeinsam mit der Familie und Bekannten etwas einfallen lassen.

24-Stunden-Betreuung

„Mein Cousin ist den ganzen Tag bei der Arbeit als Maler, seine Frau ist zu Hause und kümmert sich um die Kinder.“ Luan braucht eine 24-Stunden-Betreuung. Viel kümmert sich natürlich Fachpersonal um ihn, er muss immer wieder zum Arzt zu Untersuchungen und ist auch im Hospiz. Vieles muss aber eben auch die Familie selbst auffangen. Die Eltern kümmern sich aufopferungsvoll um Luan, berichtet Stephanie Freese – selten leisten sie sich selbst etwas Schönes. „Am Ende des Monats bleibt bei einem Gehalt und Pflegegeld leider nicht viel übrig“, sagt die Wangerländerin. Deshalb hat sie eine Spendenaktion gestartet. Sie läuft im Internet über die Plattform „betterplace.me“. „Ich musste lange suchen, denn ich wollte ja auch etwas Seriöses finden.“

Dort steht eine kleine Kurzbeschreibung zum Hintergrund der Aktion. Stephanie Freese macht deutlich, dass sie der Familie so zumindest eine Sorge nehmen kann – nämlich die finanzielle. Die Familie sei eigens in ein rollstuhlgerechtes Haus umgezogen, finanziell sehe es schon sehr eng aus. „Sie kommen gerade so über die Runden.“

Bisher 2840 Euro zusammengekommen

Bislang sind schon 2840 Euro zusammengekommen. Doch Stephanie Freese hofft, dass die Summe noch höher wird. „Ich wünsche mir so sehr, dass Janina und Tobias sich vielleicht auch mal was Schönes gönnen können. Vielleicht einen Ausflug unternehmen. Und auch Lia sollte mal im Mittelpunkt stehen.“ Denn die Schwester dürfe bei all der Aufmerksamkeit und der Zeit, die verständlicherweise alle Luan widmen, nicht hinten rüber fallen. „Für sie ist das natürlich auch schwer. Sie kann mit ihrem Bruder nicht so spielen, wie sie es sich wünscht“, sagt Stephanie Freese.

Sehr emotional

Eigentlich sollte die Spendenaktion eine Überraschung sein, aber dann hat sie ihrem Cousin doch alles erzählt und ihn um Erlaubnis für die Veröffentlichung dieses schweren Schicksalsschlages gefragt. „Normalerweise ist er jemand, der versucht, alles selbst zu schaffen. Aber als er gesehen hat, wie viele ihm zur Seite stehen und ihm und seiner Familie helfen möchten, ihre Anteilnahme zeigen – da hat er schon emotional reagiert.“

Stephanie Freese möchte ihm einfach deutlich machen: Auch wenn sie die Tatsachen, die Krankheit selbst, nicht ändern kann, so kann sie ihrer Familie doch zur Seite stehen. „Und vielleicht möchten das ja auch noch andere Menschen.“

Hier kann gespendet werden

Wer der Familie Voges aus Jever helfen möchte, der kann im Internet über die eingerichtete Spenden-Seite (gekürzter Bitly-Link unten) oder über das Spendenkonto spenden.

Bankverbindung

Landessparkasse zu Oldenburg IBAN: DE40 2805 0100 3705 5731 56

Link zur Spendenseite

https://bit.ly/3wOUfZs


  p @ https://bit.ly/3woufzs  oder   landessparkasse zu oldenburg 

Antje BrüggerhoffLokalredaktion

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