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Lokal26.de Friesland Jever

Jubiläum für Jever und Zerbst: Partnerschaft wurde vor 30 Jahren auf dem Heimatfest besiegelt

30.07.2020

Jever /Zerbst Am Dienstag war es genau 30 Jahre her, am kommenden Sonnabend, 1. August, hätte den Beginn der Städtepartnerschaft in Zerbst groß mit Bürgern beider Städte gefeiert werden sollen – doch die Pandemie ließ diesen Termin platzen.

Die Erinnerung ist noch bei vielen Zeitzeugen sehr lebendig: Am 28. Juli 1990 ist im Rahmen des Heimat- und Schützenfestes im Zerbster Schlossgarten die Partnerschaftsurkunde der Städte unterschrieben worden. Dafür waren aus Jever zahlreiche Bürger und Repräsentanten nach Zerbst gereist, unter ihnen Journalisten, der Künstler Hein Bredendiek und sogar der Oberkreisdirektor des Landkreises Friesland, Dr. Eckart Bode. Dieter Kunst, der mit seiner Frau Renate ein Dreivierteljahr nach dem Mauerfall ebenfalls aus Jever angereist war, um den Schulterschluss von Ost und West zu erleben, hat damals Fotos gemacht. Ein heißer Sommertag war das, und in Zerbst tanzte nicht nur der sprichwörtliche Bär (Wappentier von Zerbst), denn das Heimat- und Schützenfest hatte Tausende Menschen zum Feiern in die Stadt gezogen. Viele von ihnen nahmen mit den Jeveranern auf den Tribünen im historischen Schlossgarten Platz und folgten dem offiziellen Akt, der wegen der Wärme in sommerlicher Kleidung vollzogen wurde. Am kommenden Sonnabend hätte das Heimatfest ebenfalls die Kulisse für die Jubiläumsfeier abgeben sollen – aber Corona hat auch in Zerbst alle größeren Veranstaltungen auf Eis gelegt.

Die besondere Beziehung der Städte besteht seit Jahrhunderten

Dieter Kunst hat in den drei Jahrzehnten nach der Unterzeichnung der Urkunde aufmerksam verfolgt, wie sich die Städtepartnerschaft auf allen Ebenen mit Leben füllte. Bis heute haben Politik und Verwaltung, Bürger, Vereine und Organisationen die Partnerschaft getragen und weiterentwickelt. „Ich bin allerdings nach dem Besuch damals nicht mehr dort gewesen“, erzählt Dieter Kunst, das habe sich schlicht für ihn und seine Frau nicht ergeben.

Eine besondere Beziehung der Städte besteht schon seit Jahrhunderten. Die friesische Herrschaft Jever ist – durch Erbschaft – zwischen 1667 und 1793 Teil des Fürstentums Anhalt-Zerbst geworden. Nach dem Tod des letzten Fürsten Friedrich August ging das Jeverland an dessen Schwester, Zarin Katharina II., über. Bis 1807 blieb die von ihr eingesetzte Witwe Friedrich Augusts Statthalterin in Jever.

Die Kontakte im 20. Jahrhundert begannen 1955 dank der persönlichen Initiative des damaligen Zerbster Museumsleiters, Hermann Maenicke, der Beziehungen zum Jeverländischen Altertums- und Heimatverein aufnahm. 1986 bemühte sich die Stadt Jever in Zerbst um eine Städtepartnerschaft. Zu DDR-Zeiten wurde dies nicht mehr möglich – vier Jahre später schon trafen sich Jeveraner und Zerbster dann doch zur Unterschrift der Partnerschaftsurkunde.

Christoph HinzLokalredaktion

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