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Lokal26.de Ostfriesland Landkreis Wittmund

Temperaturen über 30 Grad: Trotz Hitze – Freibäder bleiben in Wittmund dicht

26.06.2020

Wittmund /Harlesiel Es ist heiß, am Freitag werden bis zu 30 Grad erwartet. Das beste Wetter, um sich im Freibad abzukühlen. Dieser Wunsch wird auch zunehmend an die Stadt Wittmund herangetragen. Doch bei allem Verständnis wollen die Verantwortlichen an der Entscheidung festhalten, die Freibäder im gesamten Stadtgebiet in diesem Jahr nicht mehr zu öffnen.

Bürgermeister Rolf Claußen und Kurdirektor Kai Koch stellten sich am Donnerstag im verwaisten Meerwasserfreibad in Harlesiel der Kritik. „Sicherlich ist das gerade bei diesem tollen Wetter für viele unverständlich, aber aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie muss die Stadt weiter Vorsicht walten lassen“, betonten beide.

Virus-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen ist Worst-Case

Gerade der erneute Virus-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen zeige, dass man mit Lockerungen weiter äußerst vorsichtig sein muss. „Das Infektionsrisiko ist immer noch sehr hoch.“ Gerade Einrichtungen wie Bäder seien potenzielle Gefahrenorte. Claußen und Koch spüren den Druck, der mit zunehmend schönem Wetter steigt. „Aber wir halten an der Vereinbarung mit dem Landkreis fest, die Freibäder geschlossen zu halten“, sagt der Bürgermeister. Hier spreche er auch für die Samtgemeinde Esens. Die Gemeinde Friedeburg prüfe derzeit, ob das Waldbad unter gewissen Infektionsschutzmaßnahmen öffnen kann.

Claußen hält das für das Freibad Isums nicht machbar: „Hier ist nicht die weite Fläche das Problem, sondern die Wasserfläche. Hier dürfen sich immer nur wenige Personen zugleich tummeln – und zwar in geordneten Bahnen.“ Auch im Wasser würden die strengen Abstandsregeln gelten. Überdies dürfe nur immer eine sehr begrenzte Zahl von Gästen zeitgleich ins Freibad gelassen werden. „Der Ärger, neun von zehn Kindern wieder wegzuschicken, ist größer als das Bad dichtzumachen“, sagt der Verwaltungschef.

Zeit wird für Sanierung genutzt

Es treffe im Übrigen nicht zu – wie von Kritikern geäußert –, dass die Stadt Kosten sparen oder das Freibad Isums eines Tages ganz schließen wolle. Claußen: „Ganz im Gegenteil nutzen wir jetzt die Phase, um das Bad umfassend zu sanieren – etwa Leckstellen zu reparieren. Im kommenden Jahr haben wir dann ein Freibad im Top-Zustand.“

Von der rigorosen Schließung nicht betroffen ist die Cliner Quelle. Wie Kai Koch mitteilt, soll das Bad ab Montag, 13. Juli, wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden – allerdings unter den geltenden, strengen Hygienevorgaben. So dürfen sich nur 40 Personen zeitgleich für maximal zwei Stunden in der Cliner Quelle aufhalten. In den Sanitär- und Duschbereichen gelten dann strenge Abstandsregeln.

Cliner Quelle und Nordsee als Schwimmort

Die Cliner Quelle öffnet auch stundenweise wieder für Gruppen wie die DLRG, die hier ihren Schwimmunterricht anbieten kann. Gesundheitssport wie die Krankengymnastik des TSV „Jahn“ Carolinensiel kann ebenfalls wieder angeboten werden. Aber auch hier wird strengstens auf die Einhaltung der Regeln geachtet, das Personal im Bad ist sensibilisiert.

Übrigens: Auch in der Nordsee darf gebadet werden, wenngleich auch hier die Abstandsregeln einzuhalten sind. Kai Koch blickt fragend gen Strand: „Aber wie soll man das alles kontrollieren?“

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