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Lokal26.de Nordsee Langeoog

Drei Häuser am Strand: DLRG bekommt Tiny-House auf Langeoog

06.06.2020

Langeoog Drei „Tiny-Häuser“, Ein-Raum-Heime in bester Lage mit umlaufendem Balkon und unverbaubarem Meerblick, wurden inzwischen am Langeooger Strand aufgestellt. Alle Häuser sind aber schon „vergeben“. Sie dienen den Rettungsschwimmern der DLRG als Stationen. Von hier wachen sie über die Sicherheit der Badegäste in den gekennzeichneten bewachten Bäder. Natürlich wohnen die Ehrenamtlichen Kräfte hier nicht, die Türme sind „nur“ die DLRG-Standorte.

Wie in den Vorjahren hatte das Team des Strandservice des Tourismus-Service Langeoog beim Aufbauen Unterstützung von der Langeooger Firma Eckhardt, die über einen Radlader mit ausreichend Tragfähigkeit verfügt. Inhaber Stephan Eckhardt übernahm die Aufgabe, die Türme zentimetergenau und behutsam auf den Stahlunterkonstruktionen abzusetzen. Fußspitzengefühl war zuvor schon am Dünenübergang Seekrug gefragt. Durch den feinen trockenen Sand und den Wind geriet der Anhänger in Schräglage, erreichte aber dennoch sicher den Strand.

Im Mittelpunkt steht für die DLRG auf Langeoog nicht nur die Wasserrettung, die Turmbesatzungen haben auch stets ein Auge auf Spaziergänger auf der Sandbank, die die Warnungen ignorieren und natürlich gibt es auch wieder die beliebten Kindersuchbänder, mit deren Hilfe schon viele Familien wieder vereint wurden. Jedes Band trägt eine Nummer, zu der im Turm eine Handynummer notiert wird. Wird ein Kind mit Kinder-sucharmband alleine angetroffen, kann man schnell Kontakt mit den Eltern aufnehmen.

Gefährliche Situationen am Strand

Auch in diesem Jahr ist das Team der DLRG zudem wieder erste Anlaufstelle für in der Mobilität eingeschränkte Menschen, die gerne einen Strandrollstuhl ausleihen möchten. Die Beflaggung der DLRG an den Türmen sollte unbedingt ernst genommen werden. Missachtungen hatten in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen für Badegäste geführt. Die gelbe Flagge signalisiert Gefahr zum Beispiel durch Strömungen, der Windsack ablandigen Wind und damit verbunden ein Verbot für aufblasbare Freizeitgeräte. Die rote Flagge zeigt ein Badeverbot an. Rot-gelbe Flaggen kennzeichnen die bewachte Badezone.

Erste Wachleiterin war, wie im Vorjahr, Ilona Wilberts aus Norden, die inzwischen wieder ihre Station in Norddeich geöffnet hat.

Lesen Sie auch: DLRG befürchtet mehr Badetote - auch wegen Corona

Zur Vorbereitung auf die Saison gab es Neuerungen für die Ersthilfe, eine Wiederbelebung erfolgt jetzt nur noch mit Herzdruckmassage, die Bedeutung von Atemspenden war in den letzten Jahren aus medizinischer Sicht schon geringer eingestuft worden und soll ab sofort entfallen. Zum Schutz des Helfenden können dabei Mund und Nase des Betroffenen vor der Herzdruckmassage durch ein Tuch oder leichtes Kleidungsstück bedeckt werden, um eine mögliche Ansteckungsgefahr durch SARS-Cov-2 zu minimieren.

Koordiniert wird der Einsatz der Retter wieder von Abschnittsleiter Rudi Loch. Badezeiten mit Bewachung der markierten Badezonen gibt es in den nächsten Wochen wieder nur bei auflaufender Tide.

Klaus KremerFreier Mitarbeiter

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DLRG | Wasserrettung

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