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Lokal26.de Nordsee Langeoog

Insel Langeoog: Bürgermeisterin Heike Horn sieht Corona-Teststrategie als Perspektive für Tourismus

26.03.2021

Langeoog Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Ostfriesischen Inseln haben Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen umfassenden Corona-Testkatalog vorgelegt. Diesen hatte der Regierungschef telefonisch angefragt. Das berichtete Langeoogs Verwaltungschefin Heike Horn am Mittwochabend.

Demnach habe Weil am 16. März um ein entsprechendes Konzept gebeten. „Außerdem wurde gefragt, ob sich die Inseln vorstellen können, Modellregion zu werden“, schreibt Horn. Sie betont zudem, dass die Öffnungsstrategie robust angelegt werden müsse, um die touristischen Aktivitäten der Folgemonate nicht zu gefährden. Der Startpunkt der Öffnung müsse daher sorgfältig festgelegt werden. „Die Einigung auf ein Öffnungsszenario eröffnet der Inselbevölkerung eine Perspektive, die sie zurzeit nicht hat“, erklärt die Insel-Bürgermeisterin, „die ist aber dringend erforderlich, und eröffnet die Chance für eine geregelte Saisonvorbereitung.“

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„Eine Perspektive für Inselbevölkerung, die sie zurzeit nicht hat“

Was den Test-Katalog angehe, seien sich die Inseln bewusst, dass das skizzierte Konzept weiterer Abstimmungen und – davon abhängig – eines zeitlichen Vorlaufs bedürfe. „Der Grundsatz Sorgfalt vor Schnelligkeit ist zwingend zu beachten.“

Dieses Konzept haben die sieben Verwaltungschefs der Ostfriesischen Inseln vorgelegt:

- Der Zugang zu den Inseln (Fähre, Wassertaxi, Flugzeug etc.) soll nur im Rahmen eines gesicherten negativen Tests auf das Coronavirus – nicht älter als 24 Stunden – möglich sein. Testungen direkt vor Fahrtantritt sind logistisch nur in Ausnahmefällen möglich. Ebenso soll 48 Stunden bis 96 Stunden nach Reiseantritt auf der Insel ein weiterer Test erfolgen. Weitere Tests je nach Aufenthaltsdauer erfolgen obligatorisch. Der Umgang mit positiv getesteten Personen erfolgt gemäß ärztlicher Anordnung und Absprache mit dem jeweiligen Gesundheitsamt. Der Transport von Erkrankten erfolgt in einer Rettungskette (auch Covid-Rettungshubschrauber).

- Für Inselbewohnerinnen und -bewohner muss bezüglich der Zugangskontrolle abweichend verfahren werden, ebenso bezüglich des Testverhaltens. Für Pendler zu den Inseln und zum Festland müssen abgestimmte Regelungen getroffen werden. Nach einhelliger Ansicht der Bürgermeisterinnen und der Bürgermeister gibt es einen entscheidenden Engpass für jede Öffnungs- und Teststrategie, den es zu berücksichtigen gilt. Hierbei handelt es sich um die Ordnungskräfte der Insel-Kommunen.

- Der Ausbau zu einer Einheit, die sieben Tage in der Woche lückenlos kontrollieren kann, ist ohne externe Unterstützung nicht realistisch. Eine Lösung ist ein intelligentes Kontrollverfahren, das weniger personalintensiv ist und das sich Einrichtungen und Personen außerhalb der städtischen Verwaltungen bedient. Kontrollen der vorgeschriebenen Testungen können unter den genannten Randbedingungen (Ressourcenmangel) nur stichprobenartig erfolgen.

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Carsten ReimerOnlinereredaktion

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