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Lokal26.de Nordsee Langeoog

Sanierung auf Langeoog: Neue Dünen rund um die St.-Nikolaus-Kirche

16.03.2020

Langeoog Das Pfarrgelände der katholischen St.-Nikolaus-Kirche auf Langeoog wird derzeit neu angelegt. Damit, so die örtliche Patoralreferentin Susanne Wübker, reagiert man auf die baulichen Probleme, die insbesondere bei den Starkregenereignissen im Juli 2017 und August 2018 zutage getreten waren. „Damals hatte der Regen das Souterrain des Pfarrhauses unter Wasser gesetzt“, berichtet die Geistliche vom Gebäude am Strandjepad / Ecke Just-Scheu-Straße.

Als Ursache für den Schaden habe man im Anschluss die fehlende Drainage auf dem Gelände, aber auch eine vor einigen Jahren vorgenommene Gestaltungsmaßnahme ausgemacht: Typische Dünenbepflanzung war durch Raseneinsaat sowie ungeeignete, nicht lokal vorkommende Pflanzen ersetzt worden; die Versiegelung begünstigte die Überschwemmung des Pfarrhaus-Untergeschosses.

Drainageleitungen

So investiert die katholische Kirchengemeinde mit gehöriger finanzieller Unterstützung des Bistums Osnabrück in eine Renaturierungsmaßnahme, die mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund abgesprochen wurde und die sich nach den früheren Gegebenheiten beim fast 60 Jahre alten Sakralbau richtet. Susanne Wübker: „Rund um Kirche und Pfarrhaus wurden bereits Kartoffelrosen gerodet, die Grasnarbe abgetragen, der Boden gelockert und Sand aufgeschüttet.“ So entstehe eine neue Dünenlandschaft, deren Konturen und Mulden den nächsten Starkregen in geordnete Bahnen lenken sollen. In Gebäudenähe installiere man Drainageleitungen. Eins der wichtigen Anliegen des Kirchenvorstands bei dieser Baumaßnahme sei außerdem, einen ebenerdigen Zugang zum Pfarrheim mit Pfarrhaus zu erhalten.

Zu der aktuellen Umgestaltung der Außenanlagen gehört aber auch die Wiederinbetriebnahme der alten pyramidenartigen Pfadfinder-Jurte, die seit der Auflösung des Langeooger Pfadfinderstammes vor 30 Jahren mit Efeu und Brombeere dichtrankte. „Wir wollen das Holzhaus wieder in Betrieb nehmen und für die Kinder- und Jugendarbeit verwenden“, kündigt die Pastoralreferentin an. Außerdem habe man das Gartenhaus von der Just-Scheu-Straße auf einen neuen Standort hinter das Pfarrhaus versetzt.

Workcamp

Beim Bepflanzen der neuen Dünen rund um Kirche und Pfarrheim mit Strandhafer, Stechginster und Kriechweide helfen 14 ehemalige Freiwilligendienstler des Bistums Osnabrück, die sich vom 16. bis 20. März im Rahmen eines Workcamps auf der Insel aufhalten und im Haus Lemgo wohnen. Hier handelt es sich um FDA-Absolventen (Freiwillige Dienste im Ausland), die in sozial-kirchlichen Einrichtungen in aller Welt bereits ein Jahr verbracht haben.

Das Workcamp, so Susanne Wübker, wird bei der Rekultivierung von einem Ingenieurbüro und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) fachlich begleitet. Mitarbeiter leiteten die konkreten Arbeitsschritte an den Dünen an. Das Konzept beruhe auf einer Bachelorarbeit, die an der Fachhochschule Osnabrück entstanden ist. Ziel sei es, einen Beitrag zum Erhalt der ursprünglichen Landschaft zu leisten. Bis Ende März sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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