Medienhaus Brune|Mettcker
  • Anzeiger für Harlingerland
  • Jeversches Wochenblatt
  • Wilhelmshavener Zeitung
  • Shop
  • Tickets
  • Werben
  • Kontakt
 
Lokal26.de Lokalsport

Handball: OHV liefert große Emotionen in der Auricher Arena

20.01.2020

Aurich Schon beim Einlaufen der Mannschaften am Sonntagnachmittag in die Auricher Sparkassen-Arena ist deutlich, warum die Zuschauerzahl mit 1150 über dem Durchschnitt liegt. Als der Name Edgars Kuksa aus den Lautsprechern dröhnt und der lettische Nationaltorhüter die Platte betritt, brandet Jubel auf. Bei der kleinen Ehrung des EM-Teilnehmers vor dem Anpfiff gibt es stehende Ovationen von den Rängen und anerkennenden Beifall vom Gegner. Doch bis die Zuschauer Kuksa in Aktion sehen, müssen sie warten. Denn die ersten 30 Minuten der Drittliga-Partie gegen den Tabellenzweiten SGSH Dragons nimmt Kuksa auf der Bank Platz. Zwischen den Pfosten startet Frederick Lüpke und trägt seinen Teil zum 30:29-Erfolg bei.

Die Auricher kamen gut in die Partie, spielten mehrfach die Abwehr der SG Schalksmühle-Halver auseinander und gingen mit 3:0 in Front. Doch die Führung schmolz, weil sich die Ostfriesen einige technische Fehler leisteten. Die eigenen Schwächen und einige Entscheidungen der Unparteiischen Sorgten dafür, dass die Gäste zur Pause mit 17:14 in Front lagen. Im zweiten Abschnitt lieferten sich die Mannschaften einen Handballkrimi auf hohem Niveau – ein Niveau, dem die Schiedsrichter nicht gewachsen waren. Gleich reihenweise trafen sie fragwürdige Entscheidungen, meistens zum Nachteil der Auricher.

Während bei der SGSH vieles einfach und einstudiert wirkte, mussten die Ostfriesen kämpfen. „Wir haben doppelt so viel gearbeitet wie die“, beschrieb OHV-Trainer Arek Blacha die Lage. Aber die Stimmung in der Halle habe Kraft gegeben. Und Blacha hatte noch einen Joker auf der Bank. Nach dem Seitenwechsel sorgte Edgars Kuksa mit seinen Paraden dafür, dass der OHV dran blieb und in der 49. Minute erstmals wieder ausglich. Auch Rückschläge durch Fehlwürfe oder Pfiffe der Schiedsrichter brachen den Willen der Auricher nicht, die letztlich mit dem Sieg belohnt wurden. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und an uns geglaubt“, sagte Kuksa nach dem Spiel. Die Umstellung vom System der lettischen Nationalmannschaft auf die Spielweise des OHV sei halb so schlimm gewesen. „Ich wusste ja, das Freddy anfängt. Außerdem, wir hatten doch nichts zu verlieren“, sagte er und lächelte.

Weitere Nachrichten:

SG Schalksmühle-Halver

Ihre Meinung

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.