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Ossiloop: Gemeinsam – aber nicht zusammen

14.03.2020

Bensersiel /Leer Besondere Probleme erfordern besondere Lösungen – und entgegen aller Witze sind Ostfriesen für unkonventionelle Denkansätze bekannt. Das beweist jetzt auch Edzard Wirtjes, Organisator des Ossiloops.

Die 39. Auflage des Etappenlaufs wird in anderer Form stattfinden, als die bisherigen Austragungen. Gelaufen wird an den geplanten Terminen, aber nicht auf einer gemeinsamen Strecke. „Nach den Entscheidungen der Landesregierung, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen ist klar, der Ossiloop kann in der gewohnten Form nicht stattfinden. Das war absehbar und wir beschäftigen uns schon länger damit, welche Alternativen wir haben. Das Verschieben auf den Herbst haben wir verworfen, da Herbstferien und besonders der Gallimarkt und die Entwicklung es unrealistisch erscheinen lassen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Verantwortlichen.

Doch einfach absagen, wollten die Organisatoren den Ossiloop auch nicht. Daher soll jeder angemeldete Teilnehmer am 28. April um 19 Uhr die erste Etappe in Angriff nehmen. „Der Unterschied zur gewohnten Durchführung ist, das man da läuft, wo man gerade ist – zu Hause“, heißt es von den Verantwortlichen weiter. Das bedeutet, dass sich jeder seine Strecke aussuchen kann, solange sie 11,2 Kilometer lang ist. Die Läufer bekommen, wie angekündigt, ihre Startnummern ab Freitag, 27. März, bei Spaß mit Sport, Am alten Handelshafen 2, in Leer. An den jeweiligen Lauftagen sollen die Athleten ihre Startnummer tragen. Es wird derzeit an der Entwicklung einer Ossiloop-App gearbeitet, über die sich die Läufer zum Start mit ihrem Teilnehmercode einloggen können. Über die App wird der Lauf registriert. Hierfür steht ein Zeitfenster von etwa zwei Stunden, angepasst an die Etappenlänge, zur Verfügung. Eine Zeitnahme erfolgt nicht. Wer alle sechs Etappen bestreitet, bekommt auch in diesem Jahr das Dörloper-Shirt. An den Feinheiten und der Gestaltung der App arbeiten die Verantwortlichen in den kommenden Tagen weiter.

Auch wenn das Gemeinschaftsgefühl auf der Strecke und die Anfeuerungen der Zuschauer vielen fehlen werden, bietet die dezentrale Austragung den Läufern völlig neue Möglichkeiten. Vom Crosslauf im eigenen Garten über Höhenmeter am Deich oder dem Stadtlauf durch die Nachbarschaft ist alles möglich. „Dies kann zwar das gewohnte Ossiloopgefühl nicht ersetzen, aber wir wollen etwas Motivierendes vermitteln und damit ein positives Zeichen setzen“, lautet die Einschätzung der Verantwortlichen.

Weitere Informationen zum genauen Ablauf und der App werden zeitnah auf der Internetseite des Ossiloops veröffentlicht.

Lesen Sie außerdem: Coronavirus in der Redaktion – aktuelle Entwicklungen


Mehr Infos unter   www.ossiloop.eu 

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