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Ossiloop: Wenn aus 90 Sekunden ein Etappenlauf wird

12.05.2020

Burhafe Es begann alles mit 90 Sekunden, 90 Sekunden die sich für Angelika Claaßen vor mehr als einem Jahr anfühlten wie eine Ewigkeit. „Ich hätte niemals gedacht, dass sich ein paar Sekunden so in die Länge ziehen können“, erinnert sich die Wittmunderin. Im April 2019 begann sie einen Laufkurs für Anfänger bei Wilma Harken. Harken ist Übungsleiterin für Prävention und Rehasport an der BRSG Wittmund und leitet den Laufkurs „Laufend unterwegs“. Die Burhaferin läuft selbst seit vielen Jahren und nahm auch schon mehrmals am Ossiloop teil. In diesem Jahr begleitet sie Angelika Claaßen bei einigen Etappen. Für Claaßen ist es der erste Etappenlauf überhaupt.

Als sie vor mehr als einem Jahr mit dem Laufen anfing, schaffte sie es gerade einmal, 90 Sekunden durchzuhalten. Doch die Wittmunderin blieb dran, besuchte jeden Sonntag den Kurs von Wilma Harken und bemerkte schnell Fortschritte. „Im September lief ich bereits eine halbe Stunde so durch“, berichtet sie heute stolz. Das alles schaffte sie dank der Unterstützung und Anleitung der Übungsleiterin. Harkens Laufkurs umfasst zwölf Einheiten, die immer eine gute Stunde umfassen. „Wir beginnen immer nur mit ein paar Sekunden am Stück laufen. Zwischendrin machen wir Stabilisationsübungen oder Lauftechnik-Schulungen“, erklärt die Burhaferin.

„Strahlende Gesichter machen mich glücklich“

Von Woche zu Woche steigert sie die Dauer der Laufintervalle und verkürzt die Pausen so, wie es ihre Teilnehmer leisten können. Teilweise sind die bis zu 70 Jahre alt. Harken ist es sehr wichtig, dass alle ihre Teilnehmer Spaß haben und damit etwas für die Gesundheit tun. Aus diesem Grund gibt sie ihren Laufanfängern jedes Mal eine Trainingseinheit mit auf den Weg. „Einmal in der Woche würde nicht ausreichen. Da muss jeder schon noch einmal zuhause etwas tun“, erklärt sie. Harken liebt das Laufen und gibt ihr Wissen darüber gerne an andere weiter. Gemeinsam laufen die beiden inzwischen regelmäßig Sonntags zusammen und tauschen sich aus. Harken ist stolz auf das, was Angelika Claaßen erreicht hat. und motivierte sie auch dazu, am Ossiloop teilzunehmen. „Das Dörloper-Shirt war schon länger ein Traum von mir“, gibt Angelika Claaßen zu, „aber ich dachte nie, dass ich das schaffen kann.“ Als sie im September aber das erste Mal 30 Minuten durchlief, war sie sich sicher, es ist möglich. Der Entschluss war gefasst. Noch an Silvester nahm sie an ihrem ersten Wettkampf in Emden teil – die Generalprobe.

Im Januar machte die Wittmunderin dann Nägel mit Köpfen und meldete sich zum Ossiloop an. Schnell war klar, Harken würde sie auf ein paar Etappen begleiten. „Wenn Wilma mit mir läuft, bin ich immer viel schneller und motivierter“, erzählt Claaßen und auch Harken bestätigt, es mache mehr Spaß, zusammen zu laufen als alleine. Sie freut sich für Claaßen und auch ihre anderen Teilnehmer, die am Ball bleiben. „Es ist toll zu sehen, wie sie am Ende 30 Minuten durchlaufen können. Die strahlenden Gesichter machen mich einfach glücklich“, sagt Harken.

Auch wenn der Ossiloop dieses Jahr nur virtuell ist, laufen die beiden Frauen gemeinsam, aber mit Abstand, das ist ihnen wichtig. Zu zweit ist es aber einfach am schönsten.

Annika SchmidtVolontärin

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