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Mein Ossiloop: Gute Vorbereitung, starker Kilometerschnitt

14.05.2020

Friesland Für Roman Grimm ging die fünfte Etappe des Ossiloops nach 9,8 Kilometern in die Verlängerung. Der 32-Jährige von der Freiwilligen Feuerwehr Schortens und Sande wurde zu einem Verkehrsunfall auf der alten B  210 gerufen. Laufkollege Martin Welzel: „Wir wollten uns gerade hinsetzen und mit einem alkoholfreien Bier anstoßen, als die Alarmierung kam. Beneidet habe ich ihn in diesem Augenblick nicht gerade.“

Denn das Laufduo aus Schortens (Grimm) und Sande (Welzel) war so schnell wie bei keiner Etappe zuvor unterwegs. Einen Kilometerschnitt von 5:06 Minuten zeigte die Laufmessung nach 49:55 Minuten an. Welzel: „Unter 50 Minuten – das war mein Ziel, habe ich dem Kollegen aber nicht verraten.“

Dem schwante auf dem ersten Teilstück – bei Rückenwind am Kanal in Richtung Mariensiel – aber bereits, dass die 14 Sekunden, die das Ossiloop-Duo bei der 3. Etappe über 9,7 Kilometer an der 50er-Marke vorbeigeschrammt war, noch am Finanzbuchhalter aus Sande nagte. Roman Grimm: „Normalerweise bin ich derjenige, der mal das Tempo anzieht. Diesmal allerdings hat Martin ganz schön Gas gegeben, sodass mir klar war: Einfach mal draufloslaufen, wie ich mir das gedacht hatte, kann ich mir abschminken.“

Martin Welzel war im Vorfeld sogar noch einen Schritt weiter gegangen. „Ich bin mittags noch einmal am Deich gewesen, um zu schauen, ob wir wegen des Windes so laufen können, wie ich das sonst immer mache.“

Angesichts von Hagelschauern und empfindlicher Kälte gegen Mittag hatte auch Roman Grimm schon Befürchtungen, dass das Wetter auf der 5. Etappe sehr norddeutsch werden würde. Am Ende aber schien am Nachmittag sogar die Sonne und nur auf dem Streckenabschnitt von Cäciliengroden nach Sande hatte das Duo mit Gegenwind zu kämpfen – und in der Folge mit dem Sander Berg. Martin Welzel: „Nach acht Kilometern in den Beinen merkt man das schon. Das war knackig.“

Ansonsten kommt der 36-Jährige, für den bis zum August 2019 noch nach spätestens fünf Kilometern Feierabend war, so langsam auf den Geschmack. Wörter wie „Halbmarathon“ und „Marathon“ formuliert Welzel bereits, ohne das die Stimme anfängt zu zittern. „Ich hätte nicht gedacht, das zweimal zehn Kilometer in der Woche trotz Blasen so gut funktionieren. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Und die Zeiten kommen irgendwann von ganz alleine.“

Am morgigen Freitag steht erst einmal die sechste und letzte Etappe auf dem Programm. Gestartet wird das Finale von „Mein Ossiloop“ von Roman Grimm und Martin Welzel, die die „Wilhelmshavener Zeitung“ seit dem Start begleitet, diesmal wieder in Schortens. Dem großen Bahnhof für die „Dörloper“ wird dann ein gemütlicher Ausklang mit den Familien bei Roman Grimm folgen.

„Das motiviert noch einmal“, ist sich Martin Welzel sicher, der ansonsten auf der fünften Etappe keine besonderen Vorkommnisse vermeldete. „In Ostfriesland hat ein Ossilooper ein Schaf aus der Jümme gerettet, habe ich gelesen. Solche Schlagzeilen können wir nicht liefern.“

Eher unspektakulär nimmt sich auch das medizinische Bulletin des Sanders aus. „Teebaumöl, Blasenpflaster und Tape – damit läuft es sich auch mit der zweiten Blase unter einem Zeh sehr gut.“

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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Freiwillige Feuerwehr | Ossiloop

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