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Öko-Stadtplanung in Jever: Künftiges Baugebiet am Schützenhof-Sportplatz ist ein „Lost Place“

22.07.2020

Jever Im Mai vergangenen Jahres hat sich der FSV Jever mit einem Freundschaftsspiel aktiver und ehemaliger Kicker von seinem Platz an der Schützenhofstraße verabschiedet und ist ins neue Vereinsheim in der Jahnstraße umgezogen. Jetzt blüht Schafgarbe im hohen Gras auf dem Spielfeld. Die Bezeichnung „Lost Place“ wird sonst für verlassene Hallen verwendet – der alte Sportplatz, auf dem der FSV große Zeiten erlebte, ist so ein verlorener Platz geworden. Das Gebäude im Eingangsbereich ist schon Geschichte, das ehemalige Vereinsheim wird es schon sehr bald auch sein.

Platz an der Schützenhofplatz wird in Augenschein genommen

Aber die stillgelegte Sportstätte hat eine Perspektive, etwas Besonderes soll daraus werden: Der Rat will dort ein ökologisches, ein nachhaltiges und alternatives Wohngebiet entwickeln – und zwar zusammen mit den jeverschen Bürgern. Die SPD-Ratsfraktion und Mitglieder aus den Ortsvereinen haben das am Montag zum Anlass genommen, den Platz in Augenschein zu nehmen und sich von Bauamtsleiter und Kämmerer Dietmar Rüstmann über das Potenzial der Fläche informieren zu lassen. Mit dabei war auch SPD-Urgestein Erich Matthies-Querfurth, der als ehemaliger langjähriger Vorsitzender in die Vereinsgeschichte des FSV eingegangen ist.

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Dietmar Rüstmann berichtete, im Kernbereich biete das künftige Baugebiet mehr als zwei Hektar. Ebenfalls im Eigentum der Stadt ist dahinter die Fläche des einstigen Jugendplatzes mit fast einem Hektar, die in die Planung einbezogen werden soll. Hinter dem Gelände gibt es weitere Flächen in Privatbesitz, die die die Stadt zusätzlich erwerben könnte. Aber bezüglich der Größe des Baugebietes müsse man sich auch darüber im Klaren sein: „Das ökologischste Bauen besteht darin, nicht zu bauen.“

Der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan müssten auf jeden Fall entsprechend geändert werden – noch sei es Sportstätte. Er sehe da keine Probleme mit dem Landkreis.

Aufteilung des Areals

Rüstmann hatte auch einen ersten Entwurf für die mögliche Aufteilung des Areals dabei, der den Ratspolitikern bereits in einer interfraktionellen Sitzung vorgestellt worden ist. Demnach könnte es verschiedene Bereiche geben: Für Wohnungsbau und ein Mehrgenerationenhaus, für Reihenhäuser mit Südausrichtung für Photovoltaik und für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Rüstmann machte aber deutlich, dass sich Bauplätze mit Vorgaben manchmal nicht gut verkaufen ließen. Man werde in dem Fall sicher nicht zehn Jahre auf Käufer warten, sondern nach zwei Jahren in den freien Verkauf gehen. „Das dient ja auch der Refinanzierung für den neuen Sportplatz an der Jahnstraße“, sagte der Bauamtsleiter. Erschließungsmöglichkeiten für das Baugebiet gebe es nicht nur von der jetzigen Zufahrt, sondern von verschiedenen Seiten, es gehe um 35 bis 40 Familien.

Christoph HinzLokalredaktion

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