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HG Jever/schortens: Altes Handball-Trainerteam mit neuen Zielen

03.06.2020

Jever /Schortens Den Klassenerhalt in Landesliga hätten sie auch aus eigener Kraft geschafft, dafür hätte es kein Corona gebraucht. Da ist sich Torben Schoster sicher. Die Mannschaft der HG Jever/Schortens hat die Saison nach dem vorzeitigen Abbruch auf dem letzten Platz abgeschlossen. Der Handballverband Niedersachsen entschied, dass es in diesem Jahr keinen Absteiger geben wird.

Trotz der prekären sportlichen Lage, hatten sich die Verantwortlichen der HG im Februar mit dem Trainerquintett auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt. Henning Cassens als Cheftrainer soll zusammen mit Jan Bergmann, Dietmar de Vries, Thomas Hilbinger und Torben Schoster eine weitere Saison dranhängen. Die Mannschaft und das sportliche Umfeld hatten dafür gesorgt, dass der Handball eine kleine Renaissance erfahren hatte. Die Sportart ist in Jever und Schortens wieder aufgelebt. „Wir haben viele Spiele nur knapp verloren, da fehlte uns noch die Cleverness. Die Mannschaft hat viel Potenzial“, ist sich Schoster sicher.

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Die zweigleisigen Planungen hatten begonnen. Dann kam Corona und wirbelte alles durcheinander. Trotz der unklaren Verhältnisse sind mittlerweile einige Personalentscheidungen gefallen. „Linkshänder Nicolas Beck und Kreisläufer Fynn Janßen werden die Mannschaft verlassen“, sagt Schoster. Dafür stoßen Tobias Protsch vom Charlottenburger HC und Till Hanken vom TSV Handschuhsheim (Heidelberg) dazu. Hanken hat jeversche Wurzeln und kehrt nach dem Ende seines Studiums an die alte Wirkungsstätte zurück.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Mannschaft schon in der Saison gefestigt hat, ein beeindruckender Heimsieg gegen den Tabellenführer im letzten regulären Heimspiel der Spielzeit belegt dies, sind die neuen Ziele der ersten Männermannschaft weitaus mutiger formuliert als noch 2019. „Unsere Erwartungen sind jetzt höher“, stellt auch Torben Schoster klar. Mit dem Abstiegskampf will die HG in der kommenden Saison nichts zu tun haben. Ein Platz im Mittelfeld wird angestrebt. Unrealistisch ist das keineswegs, sollte das Team es schaffen, den eingeschlagenen Weg weiter fortzuführen.

Wie und wann der Trainingsbetrieb allerdings wieder aufgenommen wird, ist indes noch unklar. „Wir haben einen Antrag gestellt“, erklärt Schoster. Vorerst wird wohl nur in kleinen Gruppen und außerhalb der Sporthalle trainiert werden können.

Strukturell einiges verändert

Auch strukturell hat sich bei der HG einiges getan. So wird eine dritte Männermannschaft in der Spielzeit 2020/21 an den Start gehen. Sie wird von Reiner Schumacher und Roman Weber trainiert und nimmt den Platz des „Allstar-Teams“ – der altgedienten Handballer in der Landesklasse ein. Die neue „Zweite“ setzt sich vornehmlich aus jungen Spielern zusammen aus der ehemaligen A-Jugend zusammen. „Acht bis neun Spieler wechseln in den Herrenbereich“, sagt HG-Vorsitzender Jan Henrik Behrends. Die Nachwuchskräfte in das Team der vormals hochklassig spielenden Handballer zu integrieren, hätte perspektivisch keinen Sinn ergeben. „Wir machen da ja kein echtes Handballtraining“, erklärt Behrends. In den einmal pro Woche stattfindenden Einheiten wird regelmäßig nur der Fußball zum Kicken ausgepackt. Das Gesellige steht im Vordergrund.

Der ehemalige Nationalspieler Jan Henrik Behrends ist gleichzeitig Handballer im Allstar-Team, das nun als dritte Herrenmannschaft an den Start gehen soll. Eigentlich hätte es als formale Neugründung in der Regionsklasse, der untersten Spielklasse, wieder neu beginnen müssen. „Da hätten aber weder wir noch unsere Gegner Spaß gehabt“, erklärt Behrends. Schon jetzt ist gegen die Mannschaft kaum ein Kraut gewachsen. „Mit dem Handballverband haben wir uns aber darauf verständigt, dass die Dritte in der Regionsoberliga spielen darf“, erklärt Behrends.

Thomas BrevesLeitung Sportredaktion

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