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Lokal26.de Lokalsport Friesland

Skater bauen in Jever ihre Anlage selbst aus

07.02.2020

Jever Ein bewegtes Jahr steht den Mitgliedern von „Skate O Fari“ in Jever bevor – sie wollen in einem weiteren Bauabschnitt bis zum Sommer die zweite große Rampe ihrer Anlage beim Sportzentrum bauen, und das in Eigenarbeit, um die Kosten für ein Fachunternehmen zu sparen.

Finanziell unterstützt worden sind sie von vielen Seiten, denn ihr Beispiel hat Politik, Verwaltung und Sponsoren schwer beeindruckt. Nicht lange rumbetteln, sondern nur Material und Werkzeug einfordern und selbst Hand anlegen, so lautet das Motto der Freizeitsportler, die auf der Skateranlage am 1. August ihren zwölften „Skate Jam“ mit Freunden aus ganz Niedersachsen austragen wollen.

Zum Konzept der gesamten Anlage gehört auch ein Seecontainer, den die Skater nahe den neuen Rampen als Materiallager und Station aufstellen wollen. Der Container steht noch bei einem Unternehmen im Gewerbegebiet. Gegenwärtig bauen ihn die jungen Männer ebenfalls selbst für ihre Zwecke um. Im Frühjahr soll das Domizil aus Stahlblech dann zur Skaterbahn transportiert werden, die Fundamente sind bereits vorbereitet. Die SWG Jever will die Kosten für die Logistik übernehmen.

15.000 Euro sind ein Klacks

Im Jugendhaus stellten die jungen Sportler am Mittwoch den nächsten Bauabschnitt vor. Dafür, dass sie selbst die Ärmel hochkrempeln, anstatt für viel Geld ein Bauunternehmen zu beauftragen, sind die Skater von der Politik schon hoch gelobt worden. Am Ende werden zwischen 14.000 und 15.000 Euro verbaut sein, das ist geradezu ein Klacks gegen die Kosten, die ein Auftrag an ein Fachunternehmen verursacht hätte. „Die Arbeitsstunden sind gar nicht zu zählen“, erklärte Daniel Preuß für die Gruppe. Begleitet wird das Projekt von Marco Rühle und Detlef Berger vom Jugendhaus.

Bei so viel Engagement flossen bald die Zuschüsse von Stadt und Landkreis. Zahlreiche Unternehmen der heimischen Wirtschaft, ein Serviceclub und Einzelsponsoren halfen dabei, auch die Fortsetzung des Projekts zu finanzieren. Die Skater machten immer wieder deutlich, dass sie nur Material und Werkzeug benötigten, jedoch kein Geld für Arbeitslöhne. Zugleich ließ SWG-Vorsitzender Hans Matern seine Kontakte spielen und telefonierte sich die sprichwörtlichen Finger wund, bis er eine Reederei gefunden hatte, die kostenlos einen Seecontainer für die Anlage zur Verfügung stellte.

Skater aus dem ganzen Nordwesten reisen an

Der Container soll den Wohnwagen ersetzen, in dem die Gruppe ihr Material bisher lagerte. Der war mehrfach Ziel von Einbrechern und Vandalismus geworden. Die Soziale Wählergemeinschaft (SWG) bezahlte den Transport des Containers nach Jever, die Firma „Portal und Wotte“ im Gewerbegebiet bot einen Stellplatz an, damit die Skater ihr neues Domizil in Ruhe für die eigenen Zwecke umbauen konnten. Mittlerweile sind die Umbauarbeiten nahezu abgeschlossen, die Fundamente am Rand der Anlage vorbereitet und die Reste des Wohnwagens entsorgt. Im Jugendhaus besprach Hans Matern nun das weitere Vorgehen. Ende März kann der Container aufs Gelände, von den Sportlern bezogen und auch farblich gestaltet werden. Die SWG wird erneut den Transport und das Aufstellen organisieren und finanzieren. „So viel Arbeitseinsatz wollen wir unbedingt unterstützen“, sagte Hans Matern.

Für die Mitglieder von „Skate O Fari“ wird es also in jeder Hinsicht ein bewegtes Jahr, das seinen sportlichen Höhepunkt voraussichtlich im alljährlichen „Skate Jam“ findet. Zu diesem nunmehr zwölften Wettbewerb in Jever am 1. August reisen Skater aus dem ganzen Nordwesten an.

Christoph HinzLokalredaktion

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