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Lokal26.de Lokalsport Friesland

Petition für Jade Race: Veranstalter fühlen sich alleingelassen

17.07.2020

Mariensiel Das Jade Race hat sich seit 2010 zu einem der größten Dragster-Rennen Deutschlands entwickelt. Doch im Dezember 2019 kam das Aus. Der gewohnte Austragungsort auf dem Jade-Weser-Airport in Mariensiel stand nicht mehr zur Verfügung. Auf der Suche nach einer Lösung oder einem Ausweichgelände fühlen sich die Organisatoren des Rennens um Michael Behrens von der Politik alleingelassen. Sie haben nun eine Online-Petition gestartet, um Unterstützung einzufordern. Der Flugplatz gehört je zur Hälfte dem Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven.

Foto: Jade-Race

Lesen Sie die Vorgeschichte: Aus für „Jade Race“ in Mariensiel

Die Absage für eine weitere Auflage des Jade Race kam nach der Erneuerung des Startbahnbelags. Die Firma, die die Arbeiten ausgeführt hat, verweigert die Gewährleistung für eventuelle Schäden, wenn neben dem Flugbetrieb weiterhin Rennen stattfinden. Für Behrens unverständlich, schließlich seien die Rennboliden doch deutlich leichter, als die Flugzeuge und Hubschrauber. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Kreisentwicklung und Finanzen stellte Landrat Sven Ambrosy im Dezember klar, dass die Absage ausschließlich aus Gründen der Haftung erfolgt ist. Diese wolle niemand übernehmen – auch der Veranstalter nicht. Axel Homfeldt stellte im Namen der CDU-Fraktion den Antrag, die Fragen nach der Haftung und auch der Druckfestigkeit der neuen Asphaltdecke klären zu lassen. Der Kreisausschuss sollte sich damit befassen. Seitdem sei nichts passiert, moniert Behrens. Nach einer Überprüfung und eventuellen Nachbesserung des Belags würde die Veranstalterversicherung die Haftung übernehmen.

Jade Race auf der Suche nach einer Alternative

Die Organisatoren des Jade Race haben sich auch nach alternativen Austragungsorten umgesehen. Bei vier Flugplätzen in einem Umkreis von 300 Kilometern sei angefragt worden, jedoch ohne positive Rückmeldung. Auch das Gelände in Upjever war im Gespräch. Schließlich haben hier bereits Slalomrennen stattgefunden. Doch auch hier gab es eine Absage. Die Startbahn würde zwar nicht mehr als solche genutzt, dennoch sei es nach wie vor ein militärischer Sicherheitsbereich, und die Fläche würde von den Objektschützern zu Übungszwecken genutzt, hieß es seinerzeit als Begründung.

Lesen Sie auch: Nach „Jade Race“-Absage gibt es wenig Hoffnung

Die Organisatoren des Jade Race wollen sich mit der jetzigen Situation und dem drohenden Aus ihrer Veranstaltung nicht abfinden. Mit ihrer Online-Petition wollen sie Druck auf die Verantwortlichen in der Politik ausüben. Schon nach wenigen Stunden hatten sich mehrere hundert Unterstützer in die Liste eingetragen. Dabei kommt nur etwa die Hälfte aus Niedersachsen. Damit die Onlineplattform openPetition eine Stellungnahme der Entscheidungsträger einfordert, sind 5000 Einträge nötig.


Mehr Infos unter   www.jade-race.de 

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