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Nordwest-Cross im Barkeler Busch: Generationswechsel bei den Frauen

02.12.2019

Grafschaft „Ein erfreuliches Ergebnis“ – so kommentierte Andreas Fieger, zusammen mit Rainer Becker für den 42. Nordwest-Cross im Barkeler Busch verantwortlich, die Tatsache, dass von den 216 gemeldeten Teilnehmern 178 über die vier angebotenen Distanzen ins Ziel kamen. Damit lag die Zahl der Finisher ungefähr auf Vorjahtesniveau. Der Rest war Laufmathematik. „Damit sind vier Aktive weniger ins Ziel gekommen, als sich vorangemeldet haben. Das ist normal. Die Zahl derer, die nicht kommen, obwohl sie sich abgemeldet haben, entspricht fast immer der Nachmelderzahl.“

Das „Wort zum Sonntag“, in diesem Fall aber zum 1. Advent, kam von Werner Remmers (Hooksiel), der bei seinem zehnten Start im Barkeler Busch nach 4865 Metern in 26:59 Minuten ins Ziel lief. „Bei so einem Lauf muss man einfach runter vom Sofa, denn wenn die Teilnehmerzahl sinkt, stirbt so ein Angebot irgendwann. Und das wäre schade, denn hier macht es immer viel Spaß und man trifft bekannte Gesichter.“ Der Rest war für den Hooksieler beim Blick auf das Teilnehmerfeld („Als Ü 60 Starter bin ich hier wohl in der Minderheit“) und die eigene Laufleistung („Ein- zweimal in der Woche“) klar definiert. „Bitte nicht Letzter werden.“

Die Sieger im Hauptlauf über 9740 Meter konnten trotz guter Bedingungen die (mittlerweile leicht antiquarisch angehauchten) Bestzeiten von 1994 und 1999 nicht angreifen. Sieger wurden Susan Witte (TSV Elgendorf/40:41) und Martin Pflugfelder (35:01). 54 Aktive kamen hier ins Ziel und konnten bei den Männern zudem einen vier Runden währenden Zweikampf zwischen Thomas Klingenberg (TSR Olympia/40:17) und Stephan Wendeling (Freiwillige Feuerwehr Sande/40:18) beobachten. Für Wendeling ließen sich aber mildernde Umstände anführen: der Leichtathlet war am morgen die elf Kilometer aus seinem Heimatort Cäciliengroden mit dem Fahrrad angereist („Etwas kalt, aber in Ordnung“).

Für die erfreuliche Teilnehmerzahl sorgte auch organisierte Laufbegeisterung. Neben einer Abordnung der Alexander-von-Humboldt-Schule aus Wittmund, die im 2430 m-Lauf an den Start ging, waren auch 18 Schülerinnen und Schüler der Ausdauer-Laufgruppe der BBS Jever von Christoph Humbert mit dabei, die im Barkeler Busch von Referendar Dimitri Bürkle betreut wurden. „Die Schüler organisieren das selbstständig und werden auch im Januar 2020 noch einmal in Jaderberg an den Start gehen.“ Die eigene Renntaktik hatte sich Bürkle auch schon zurechtgelegt. „Wenn es nicht mehr reicht, kann ich ja sagen, dass ich am Ende des Feldes aufpassen musste, das keiner verloren geht.“

Diese Gefahr bestand bei Solveig Thoß nicht. Die 13-Jährige vom TuS Oestringen überholte in der letzten Runde die Schortenserin Heike Piotrowski (LG Harlingerland) und sicherte sich den Sieg über 4865 Meter bei den Frauen. „Damit habe ich eigentlich im letzten Jahr schon gerechnet“, nahm die Schortenserin (Jahrgang 1982) den Generationswechsel gelassen. An ihrer Begeisterung für den Lauf, der traditionell mit einem Bratapfel-Essen mit Freunden in den eigenen vier Wänden endet, änderte das nichts. „In den letzten Jahren war ich immer mit dabei. Nur einmal ging es wirklich nicht: Da hatten wir Blitzeis und ich war schwanger.“

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