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Lokal26.de Lokalsport

Vier Hinausstellungen kurz vor Schluss

02.12.2019

Jever Ein Handball-Landesliga-Derby, das alles bot, sahen die Zuschauer in der prall gefüllten Halle an der Jahnstraße in Jever zwischen der HG Jever/Schortens und dem Wilhelmshavener SSV. Am Ende gab es alles, nur keinen Sieger – beide Mannschaften trennten sich in einem hochdramatischen, emotionsgeladenen Spiel 31:31. Dabei sahen die Hausherren in der 57. Minute beim 31:26 schon wie der sichere Derbysieger aus.

Zu Beginn gingen die Gastgeber durch Tim Arends und Jan Iken mit 2:0 in Führung, der WSSV musste ohne Harz erst auf Tuchfühlung mit dem Spielgerät gehen. Diese Findungsphase war nach fünf Minuten beendet, Justin Herrmann und Tobias Lonkwitz glichen zum 3:3 aus (6.).

Das war der Auftakt zu einem Derby auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Dann zogen die Gäste innerhalb von einer Minute auf 11:8 davon, Jever verlor kurz die Orientierung.

Wer jetzt aber dachte, dass das Pendel in Richtung der Jadestädter ausschlagen könnte, der hatte die Rechnung ohne die Jeveraner gemacht. Die glichen nicht nur zum 15:15 aus, sondern sicherten sich mit einem Iken-Treffer die 16:15-Halbzeitführung, die anschließend auf 18:15 ausgebaut wurde. Das lag zum einen an einem überragenden Lennart Suttner im Tor der Marienstädter, der die Spieler um Justin Herrmann mit 20 Paraden schier zur Verzweiflung trieb, zum anderen wuchs Tim Arends immer mehr über sich hinaus und arbeitete stark an seinem Derbyheld-Status.

Bei den Gästen lief im zweiten Durchgang teilweise nicht mehr viel zusammen, offensiv kehrte der Schlendrian ein, nach 45 Minuten waren die Hausherren auf 25:20 davon gezogen. Nichts, aber auch gar nichts, deutete auf ein furioses Finale hin.

Erst recht nicht, als Nicolas Beck in der 57. Minute zum 31:26 traf und Jever den Sieg in der Tasche zu haben schien. Der Gast aus der Jadestadt setzte nun alles auf die Karte „offene Manndeckung“, Jever verlor komplett die Übersicht. Nach einem weiteren Ballverlust erzielte Justin Herrmann sechs Sekunden vor dem Ende den vielumjubelten Ausgleich.

Das war aber noch lange nicht das Ende in einem denkwürdigen Spiel. Jever wollte mit der letzten Aktion den Sieg, Ruben Eden verhinderte dies regelwidrig und plötzlich kochten die Emotionen über.

Jörg König und Sven Herbold bekamen von den nicht immer sicher leitenden Schiedsrichtern jeweils eine blaue Karte, raus mit rot mussten zudem Dennis Siebels (HG/Tritt gegen Tom Büttner) und Ruben Eden (WSSV).

Anschließend wurde es für Tim Arends tragisch: der Mann, der zuvor für die Gastgeber alle Siebenmeter verwandelt hatte, scheiterte an Tom Büttner.

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