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Absage von Veranstaltungen: Jens Spahns Pläne zur Coronavirus-Vorsorge und die Folgen für den Sport

10.03.2020

Ostfriesland /Friesland Das Coronavirus greift auch in Deutschland weiter um sich. Gesundheitsminister Jens Spahn hat deshalb empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, erklärte der CDU-Politiker am Sonntag in Berlin. Von solchen Absagen könnten neben der Fußball- Bundesliga auch der Ossiloop, die anstehende Boßel-EM in Schleswig-Holstein sowie die Handball-Heimspiele der beiden Drittliga-Clubs aus Aurich und Wilhelmshaven betroffen sein.

Edzard Wirtjes, Organisator des Ossiloops, stuft die Situation sieben Wochen vor der ersten Etappe als ernst ein und sieht die 39. Auflage des beliebten Laufes nach derzeitigem Stand gefährdet. „Es ist nicht davon auszugehen, dass das Virus in den nächsten drei bis vier Wochen kein Thema mehr ist“, sagt Wirtjes. Mit mehr als 2000 Anmeldungen liegt laut dem Organisator bereits jetzt ein sehr hoher Meldestand vor. „Eine Entscheidung muss also getroffen werden und das umgehend“, erklärt Wirtjes. Er selbst kam erst am späten Samstagabend aus dem Urlaub zurück und nahm gleich am Montagmorgen Kontakt zu den Behörden auf.

Im Austausch mit den Ämtern befinden sich auch die Verantwortlichen des OHV Aurich. Der Handball-Drittligist, der in der Sparkassen-Arena regelmäßig vor mehr als 1000 Zuschauern aufläuft, trägt sein nächstes Heimspiel erst am 9. April aus. „Wir haben also noch etwas Zeit, um eine Lösung zu finden“, sagt Manager Ewald Meyer.

Anders sieht das beim Liga-Konkurrenten Wilhelmshavener HV aus, der bereits am kommenden Samstag mit einem Sieg gegen den ärgsten Verfolger Eintracht Hagen in eigener Halle die Meisterschaft perfekt machen kann. Zu diesem Spitzenspiel werden in der Nordfrost-Arena also weit mehr als 1000 Zuschauer erwartet. Zu möglichen Spekulationen wollte sich Dieter Koopmann, Manager des WHV, auf Nachfrage nicht äußern. Nur so viel: „Wenn es etwas mitzuteilen gibt, werden wir das frühzeitig machen“, teilte Koopmann schmallippig mit.

Offen ist auch, was aus der Europameisterschaft der Friesensportler, die vom 21. bis 23. Mai in Schleswig-Holstein stattfinden soll, wird. Neben den Gastgebern und dem Friesischen Klootschießerverband (FKV) gehen hierbei auch Sportler aus Italien, Irland und den Niederlanden an den Start. „Wir nehmen das Ganze natürlich sehr ernst und sind in großer Sorge. Insbesondere durch die Teilnehmer aus Italien, da sich das Virus in diesem Land bereits sehr verbreitet hat. Wir haben aber noch ein bisschen Zeit und hoffen auf das Beste“, sagt Ernst Heinrich Reimers, Vorsitzender des Verbands Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB). Auf einer Vorstandssitzung in der kommenden Woche soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Im Ernstfall würde Reimers jedoch dafür plädieren, die EM um ein Jahr zu verschieben. Dies sei aber nur seine persönliche Meinung, betont er.

Das Coronavirus macht auch dem Profisport zu schaffen. Verantwortliche befürchten Geisterspiele oder Spielabsagen.

Auch die Wirtschaft leidet unter dem Virus – vor allem der Ölmarkt: Der Rohstoff ist mehr als 25 Prozent billiger.

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