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NFV-Kreis Ostfriesland reagiert auf Probleme bei den ältesten Junioren

05.02.2020

Ostfriesland Die A- und B-Junioren sind für viele Fußball-Vereine die Problemklassen. Durch den Einstieg ins Berufsleben fallen einige Spieler aus dem Kader, andere schaffen frühzeitig den Sprung in den Männerbereich. Für die Vereine ist es daher oftmals schwer, im Vorfeld abzuschätzen, ob der Kader ausreicht, um den Spielbetrieb über die gesamte Saison aufrecht zu erhalten. Die Folge waren bislang Abmeldungen, Spielausfälle und Tabellen mit wenig Aussagekraft. Regelmäßig reichte es bereits, die Saison zu Ende zu spielen, um nicht abzusteigen. Denn die unteren Plätze waren bereits mit Mannschaften besetzt, die zurückgezogen hatten. Und dann begannen oftmals erst die Probleme für die Vereine, denn wie sollen sie Spieler halten, für die es keine Mannschaft gibt?

Der Fußball-Kreis Ostfriesland stellte sich dem Problem und suchte das Gespräch mit den Vereinen. Um sich ein Bild der Lage zu machen, starteten die Funktionäre im Dezember eine Umfrage mit verschiedenen Lösungsansätzen. Jedoch gab es nur von etwa einem Drittel der Vereine Rückmeldungen. Dennoch setzte der Fußballkreis seine Bemühungen fort, eine Neuregelung der Altersgrenzen für die A-Junioren umzusetzen. Mehrere Gespräche mit dem Landesverband folgten, um die Möglichkeiten auszuloten, ehe den ostfriesischen Vereinen nun eine Lösung vorgestellt wurde.

Ab der kommenden Saison wird die Altersklasse der A-Junioren um einen Jahrgang erweitert. Das bedeutet, dass in der Saison 2020/21 neben Spielern der Jahrgänge 2002/02 auch Akteure des Jahrgangs 2001 eingesetzt werden dürfen. Das ist allerdings an Bedingungen geknüpft. Teams, die ältere Fußballer einsetzen, dürfen nicht aufsteigen. Zudem dürfen nur zwei Spieler des neuen dritten Jahrgangs auf dem Spielberichtsbogen stehen. Die Vereine müssen weiter schon vor der Saison eine Liste mit Spielern, die für die Regelung infrage kommen, beim Kreisjugend-Ausschuss einreichen.

Im Pokal und der Futsal-Hallenrunde greift die ostfriesische Regelung übrigens nicht, da diese Wettbewerbe weiterführende Stufen auf Bezirks- und Landesebene haben.

Die Änderungen wirken sich auch auf den Spielbetrieb der B-Junioren aus. Vereine, die aufgrund von Spielermangel keine Mannschaft bei den A-Junioren stellen können, erhalten die Möglichkeit, Akteure des jüngeren A-Junioren-Jahrgangs bei den B-Junioren einzusetzen. Die Bedingungen hierfür gleichen sich mit der Regelung bei den A-Junioren. Das heißt, betroffene Teams können nicht aufsteigen und die betroffenen Spieler dürfen weder im Pokal noch in der Futsal-Hallenrunde eingesetzt werden.

Dieses ostfriesische Pilotprojekt wird die Probleme der Vereine sicherlich nicht gänzlich lösen. Aber es gibt den Clubs etwas mehr Spielraum, um schwächer besetzten Jahrgängen einen geregelten Spielbetrieb zu ermöglichen.

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