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Spielbetrieb: Keine Fußballspiele bis zum 19. April

18.03.2020

Ostfriesland Das Coronavirus setzt auch der Welt der Fußballer weiter zu. Nachdem am Montag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga beschlossen wurde, dass der Spielbetrieb in der Bundesliga und zweiten Liga nicht vor dem 2. April wieder aufgenommen wird, zog der Niedersächsische Fußballverband (NFV) am Dienstag nach und ordnete eine Corona-Pause bis mindestens zum 19. April an. Somit ruht der Spielbetrieb auch im Fußballkreis Ostfriesland weiterhin. „Die Entscheidung ist nur richtig. Es gibt weiß Gott schlimmere und andere Probleme auf der Welt“, sagt der Kreisvorsitzende Winfried Neumann.

Recht hat er, doch vielerorts fragen sich die Fußballvereine, wie geht es weiter, wenn wieder gespielt werden darf. Eine Verlängerung der Saison bis Ende Juni scheint jetzt schon unumgänglich zu sein. Was ist aber, wenn die Zwangspause Anfang April erneut verlängert wird? Möglich ist, dass die Saison der Amateurfußballer dann abgebrochen wird. Doch wie wird diese dann überhaupt gewertet? Ein mögliches Szenario wäre, dass der jetzige Tabellenstand gewertet wird und somit über Auf- und Absteiger entscheidet. Ein anderes Szenario wäre, dass die ganze Saison 2019/20 nicht gewertet wird und im August die Spielklassen in gleicher Konstellation neu gestartet werden. „Es steht und fällt mit der Länge der Zwangspause und wie viel Zeit am Ende noch bleibt, um die Saison regulär zu beenden“, erklärt Neumann. Weiter hofft er, dass es am Ende für Niedersachsen eine flächendeckende Lösung geben wird. „Nicht, dass es jeder Kreis anders handhabt. Das würde nur noch mehr Unmut der Vereine nach sich ziehen“, sagt Neumann. Der Kreisvorsitzende weiß aber auch, dass bei einem Abbruch der Spielzeit 2019/20 es nicht möglich sein wird, alle 929 Mannschaften, die in dieser Saison in Ostfriesland am Spielbetrieb teilnehmen, zufrieden zu stellen. „Unser Ziel als Fußballkreis ist es, am Ende eine Lösung zu finden, mit der zumindest die meisten leben können, wenn es soweit kommen sollte“, sagt Neumann.

An den Spekulationen, wie die einzelnen Szenarien hinsichtlich des Ausganges bzw. der Wertung der Spielzeit aussehen könnte, will sich der Kreisvorsitzende indes nicht beteiligen. Doch auch die Gesprächsrunden, in denen die Verantwortlichen der Kreise und des Bezirkes zusammenkommen und darüber beraten könnten, wurden aufgrund des Corona-Pandemie erst einmal abgesagt.

Der NFV weist indes seine Mitgliedervereine darauf hin, dass neben dem Spiel- auch der Trainingsbetrieb bis zum 19. April einzustellen ist. „Die Verlängerung der Generalabsage ist die logische Konsequenz der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in den letzten Tagen“, sagt NFV-Präsident Günter Distelrat und erklärt weiter: „Mit der Aussetzung des Spielbetriebes bis mindestens zum 19. April schaffen wir uns als Verband, aber auch den Vereinen, Luft, um sich mit den möglichen Auswirkungen von Entscheidungen auseinanderzusetzen. Die Situation, in der wir uns befinden ist eine nie dagewesene Herausforderung, für die keine fertigen Pläne in der Schublade liegen. Ich kann unseren Vereinen aber versichern, dass wir mit größter Sorgfalt an die weitere Entscheidungsfindung herangehen werden.“

Jens SchipperSportredaktion

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