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Fitness beim Heidmühler FC: Fußballplatz in Schoost wird zur Zumba-Arena

20.06.2020

Schortens Es ist Mittwoch, 19.15 Uhr. Melanie Müller-Passerschröer rollt mit ihrem Kombi über den Schotter am Sportplatz in Schoost und stellt ihn auf einem Rasenstück ab. Sie holt einen kleinen Campingtisch aus dem Kofferraum und klappt ihn auf. Auf der Tischplatte verteilt sie eine Ankreuz-Liste, eine kleine Geldtasche, zwei grüne Schutzmasken und ein paar zusammengeheftete Zettel mit Gesundheitsinformationen. Nebenan auf dem Fußballplatz wird trainiert. Eine Jugendmannschaft versucht, den Ball am Torwart vorbei in den Maschen zu versenken. Noch während die jungen Kicker mal mehr, mal weniger erfolgreich sind, tauchen die ersten zahlenden Gäste an Müller-Passerschröers improvisiertem Kassenhäuschen auf. An Fußball sind sie nicht interessiert. Sie wollen sich selbst bewegen, in „Schweiß kommen“, Spaß haben.

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„Bist du krank gewesen, hast du Fieber oder Kontakt zu Leuten mit Corona gehabt?“, fragt die Zumba-Instructorin jeden ihrer zahlenden Teilnehmer. Dann werden drei Euro für die Stunde bezahlt – oder dreißig für die Zehnerkarte. Und während sich auf dem Hauptplatz der Fußballtrubel langsam dem Ende nähert, wird es nebenan langsam voll. Knapp 30 Zumba-Tänzer stehen auf dem Rasen – mit Abstand, ist ja klar. Den werden sie für ihren Sport ohnehin benötigen, denn beim Zumba sind die Bewegungen weit ausladend. Schon zum vierten Mal trifft sich die Gruppe auf dem Fußballplatz. Das Wetter ist perfekt. Gemeinsam Sport an der frischen Luft zu betreiben, das hat für viele einen ganz besonderen Reiz. „Die meisten sind ganz froh, dass es hier keinen Spiegel wie in den Fitnessstudios gibt“, erklärt Müller-Passerschröer. Auch für die Trainer ist es eine kleine Herausforderung, denn auf dem doch eher stumpfen Rasen können nicht alle Zumba-Bewegungen unfallfrei ausgeführt werden. „Wir haben das angepasst, damit sich keiner die Beine bricht“, sagt die Zumba-Instructorin und lacht unter ihrer Schutzmaske.

Gesundheitsinformation

Ein neue Teilnehmerin ist diesmal dabei. Sie bekommt eine Blattsammlung mit Gesundheitsinformationen ausgehändigt. „Die bringst Du mir beim nächsten Mal bitte unterschrieben wieder zurück“, sagt Müller-Passerschröer. Alle Kursteilnehmer haben das machen müssen. Von allen liegen die Adressdaten vor. Auch beim Zumba auf dem Sportplatz in Schoost sollen gegebenenfalls Ansteckungsketten nachvollzogen werden können.

20 Uhr. Es kann endlich losgehen. Die Zumba-Instructorin packt den Tisch zurück ins Auto und schnappt sich die große Musikanlage. Ohne lateinamerikanische Rhythmen ist Zumba undenkbar. Keine drei Minuten später geht es auch schon los. Alle kennen die Bewegungen, ob 18 oder 67 Jahre alt. Selbst Maria, eine Austauschülerin aus Brasilien macht begeistert mit – ein musikalisches Heimspiel für sie. Eine Stunde lang geht es jetzt zur Sache – gelegentliche Trinkpausen inbegriffen. Die Mischung aus Aerobic und lateinamerikanischen Tanzelementen lockt immer auch wieder Neulinge nach Schoost. Und Platz gibt es dort genug – auch wenn der Abstand gewahrt werden muss.

Thomas BrevesLeitung Sportredaktion

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