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3. Liga Handball: Wilhelmshavener HV will schnell auf Betriebstemperatur kommen

11.01.2020

Wilhelmshaven Keine lange Anlaufzeit, um nach der kurzen Winterpause wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, dürfen sich die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV heute Abend leisten: „Wir müssen sofort hellwach sein, dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und natürlich gewinnen“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann vor dem Gastspiel am Samstag beim TuS Spenge.

Dort geht es für die Jadestädter ab 19.15 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) auch darum, erneut ein Zeichen zu setzen und den nächsten potenziellen Verfolger weiter zu distanzieren. Bei Jahreswechsel haben die Jadestädter als souveräner Spitzenreiter (31:3 Zähler) sieben Punkte Vorsprung auf die „Drachen“ der SG Schalksmühle-Halver (24:10). Direkt dahinter folgt schon der TuS Spenge (23:11), der sich mit einer knappen Niederlage in Düsseldorf in die Weihnachtspause verabschiedet hatte.

Um möglichst schnell wieder den richtigen Rhythmus zu finden und im Idealfall bis zum Saisonende auch nicht mehr zu verlieren, hat Köhrmann seinen Jungs über die Feiertage nur wenig Pause gegönnt. „Wir liegen zwar voll im Plan. Ein Grund, die Beine hochzulegen, ist das aber noch lange nicht“, sagt der Trainer. Im Gegenteil: „Wir müssen weiter hart arbeiten und in vielen Bereichen besser werden. Erreicht haben wir noch gar nichts.“

Für Evgeny Vorontsov, der seit einigen Wochen mit einer Knieverletzung ausfällt, kommt das Spiel in Spenge noch zu früh. In rund 14 Tagen soll eine Röntgen/MRT-Untersuchung Aufschluss über den bisherigen Heilungsverlauf geben. „Dann beginnt das Reha-Training“, sagt Köhrmann. „Wir brauchen Geduld und werden hier nichts überstürzen.“

Da mit Yannick Pust der zweite etatmäßige Rechtsaußen aktuell angeschlagen ist, drückt der Schuh auf der rechten Außenbahn schon spürbar. Sollte Pust verletzungsbedingt abwinken, könnte Fabrice Lehmann mit auf die Reise Richtung Westfalen gehen – auch wenn die zweite Mannschaft fast parallel gegen Bremervörde spielt (siehe Vorbericht unten).

Endgültig festlegen will sich Köhrmann in dieser Personalfrage nicht: „Mit Tim Rozman und Rene Drechsler sind noch zwei Linkshänder fit, wobei vor allem Tim auch gut auf Rechtsaußen spielen kann“, weiß der Coach. „Wir müssen die Entwicklung abwarten und werden dann in Absprache mit allen Beteiligten die richtige Entscheidung treffen.“

Im Hinspiel mussten sich die Jadestädter Anfang September mächtig strecken, um den TuS schließlich knapp mit 30:28 (13:13) Toren in die Schranken zu weisen. Seinerzeit offenbarte der WHV in allen Mannschaftsteilen noch große Schwächen, die inzwischen aber abgestellt sind. Als ständiger Unruheherd erwies sich TuS-Kreisläufer und Abwehrchef Oliver Tesch. Der frühere Bundesliga-Profi (u.a. Essen, Nettelstedt und Minden) war am Kreis nur selten zu halten und organisierte die TuS-Defensive clever.

Ob der inzwischen 35-jährige Routinier auch im Rückspiel mit von der Partie ist, scheint aber noch offen. Grund ist der tragische Tod seines jüngeren Bruders Andreas, der zu Jahresbeginn überraschend verstarb. Der Torhüter hatte seine Karriere bereits beendet, half zuletzt aber beim Ligakonkurrenten Ahlener SG aus. Dort brach Andreas Tesch nach dem Training in der Kabine zusammen und konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Der 31-Jährige hinterlässt seine Frau und seine erst zehn Wochen alte Tochter. Ahlen hat inzwischen ein Spendenkonto für die junge Familie eingerichtet – das Spiel gegen Gummersbach II wurde verlegt.

„Spenge hat viele weitere gute Spieler, die uns im Hinspiel Probleme bereitet haben“, sagt Köhrmann und nennt Marcel Ortjohann, Nils van Zütphen oder Sebastian Reinsch, der als Rechtshänder von Rechtsaußen mehrfach zugelangt hatte. „Entscheidend ist nicht, wer beim Gegner spielt, sondern nur, dass wir unsere Leistung bringen.“

Carsten ConradsSportredaktion

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