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Corona: Triathlon-Trainingslager auf Teneriffa bietet nur halben Spaß

18.03.2020

Wilhelmshaven Angenehme 19 Grad herrschen derzeit auf Teneriffa – ideale Trainingsbedingungen für Triathleten wie Hauke Theiler vom TSR Olympia, der sich seit mehr als einer Woche mit einer deutschen Trainingsgruppe in La Caleta, einem Fischerdorf im Süden der Insel, aufhält.

Die Bezeichnung passt, denn derzeit ist der Aktionsradius des 54-Jährigen stark eingeschränkt. Im Klartext: Theiler hockt in seinem Hotel, schaut auf einen verwaisten Pool und eine leere Tafel, wo sonst die Veranstaltungen des Tages annonciert wurden. „Seit Sonntag dürfen wir das Hotel nur noch für notwendige Besorgungen verlassen. Sonst drohen Bußgelder. Und die haben es in sich. Hier kursieren Geschichten, das Radfahrer 500 bis 2000 Euro Strafe zahlen mussten.“

Schwimmen, Radfahren, Laufen – dafür hat Hauke Theiler (erstmalig) ein zweiwöchiges Trainingslager gebucht. Teneriffa kannte der Projektleiter bei Thales bereits von einem Urlaub. Die Chance, im professionellen Umfeld an einer neuen Bestzeit auf der Mitteldistanz zu schrauben, war dann neben der Tatsache, dass eine der Trainerinnen der Gruppe aus dem Frankfurter Raum Palina Dubino, die Frau vin TSR-Ironman Sören Otten ist, ausschlaggebend. Theiler: „In Glücksburg habe ich für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und den Halbmarathon 5:03 Stunden gebraucht. Wenn man das geschafft hat, kommt irgendwann die Frage: Geht das auch unter fünf Stunden?“

Im Juni will der TSR-Triathlet das versuchen, zunächst am 21. Juni am Arendsee, eine Woche später dann in Uetze. Theiler: „Das ist ein etwas verrückter Plan wegen der eng zusammenliegenden Termine. Aber meine Hoffnung war: Beim ersten Versuch klappt’s, die zweite Mitteldistanz ist dann zum Genießen.“

Start ins Trainingslager verlief vielversprechend

Ein Bestandteil der Vorbereitung hat auf jeden Fall Schiffbruch erlitten. Und das nach einem Traumstart: „Toller Radtouren über die Insel, zur Masca-Schlucht und rund um den Teide werden unvergesslich bleiben“, schwärmte der 54-Jährige in einem Internet-Post über eine tolle erste Trainingswoche.

„Um 7 Uhr im Pool die ersten Runden, um 10 Uhr für Stunden aufs Rad, dazu ein 50 m-Becken in einem Sportcenter – da bist du am Ende platt und musste dir keine Gedanken mehr darüber machen, wie du den Abend gestaltest.“

Seit Sonntag schon. Denn durch das Ausrufen des nationalen Notstands hat Spanien – auch auf den Ferieninseln – das Leben weitgehend zum Erliegen gebracht. TSR-Geschäftsführer Hauke Theiler: „Straßen, die wie ausgestorben sind, Flatterbänder am Strand, kaum ein Auto auf der Straße – das sieht schon gespenstisch aus.“

Bis zum Sonntag bleibt der 54-Jährige noch auf Teneriffa. Dann geht der Flieger über Düsseldorf zurück nach Hamburg – hofft Theiler jedenfalls. „Noch habe ich nicht gegenteiliges gehört. Außer das es in vielen Fällen zu Verspätungen kommt. Einen früheren Flieger zu buchen, hat aber nicht geklappt. Da war alles voll.

Fünf Tage muss sich der gebürtige Travemünder, seit 1990 in Wilhelmshaven und seit drei Jahren bei den Triathleten des TSR Olympia, jetzt noch die Zeit vertreiben. Mit einem Video zum Heimtraining ist das schon einmal gelungen.

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