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WHV feiert Kantersieg nach Katastrophen-Start

10.02.2020

Wilhelmshaven Es könnte so schön sein: 39:23-Sieg gegen den TuS Volmetal, mehr als deutliche Revanche für die 26:27-Hinspiel-Niederlage, dem einzigen richtig schwarzen Fleck auf der Weste des souveränen Tabellenführers der 3. Liga West mit 39:3-Punkten. Dazu 14 Treffer von Rechtsaußen Yannick Pust, 15 Paraden in einer Dreiviertelstunde des bärenstarken (bartlosen) Primoz Prost im Tor des Wilhelmshavener HV, drei Kempa-Treffer – einer schöner als der andere. Und doch stand am Ende dieser eine Satz von WHV-Spielmacher Bartosz Konitz. „Wir können nicht jedes Mal darauf warten, bis der Gegner die Bälle wegwirft.“

Was das übertragen auf 60 Drittligaminuten heißt, bekamen rund 1000 Zuschauer nicht zum ersten Mal in der Nordfrost-Arena vorgeführt. Allerdings: So eklatant war es selten. Denn zum einen reisten die Gäste stark ersatzgeschwächt an. Vier Akteure mussten, so Trainer Marc Rode, kurzfristig passen. Zum anderen wirkte nicht jeder Volmetaler wirklich richtig austrainiert.

Dazu kam ein Rückraum, der bis auf den einen oder anderen Unterarmwurf nicht so brandgefährlich wirkte. Schlimmer noch: Echtes Tempo prägte die Aktionen des Gastes nicht. Und trotzdem landete am Ende gefühlt jeder Angriff am Kreis, wo Frederik Kowalski erschreckend frei stand und fünfmal vollstrecken konnte – der WHV-Innenblock mit Domagoj Srsen und Stanko Sabljic sah dabei alles andere als gut aus.

Nicht schön war auch das 6:6 der Gäste anzusehen (13.), bei dem TuS-Rückraumspieler Jan Magnus König, dessen genaue Körpergröße zwar nicht überliefert ist, dessen Wurfarm-Reichhöhe aber nicht so furchteinflößend aussah, den Ball scheinbar mühelos aus dem Stand an den WHV-Riesen vorbeibeförderte.

„Wir waren da viel zu schläfrig und haben nicht zu Ende verteidigt“, ärgerte sich WHV-Trainer Christian Köhrmann. Auch Konitz konnte da nicht widersprechen. „Wir haben bereits im Hinspiel auf diese Art und Weise zu viele Tore kassiert. Das war klar angesprochen, trotzdem aber hatten wir große Abwehrprobleme und haben immer wieder die gleichen Fehler gemacht.“

Das Dilemma in Zahlen: Nach einer 5:2-Führung (9.), nach einem zentimetergenauen Traumpass von Prost auf den davonstürmenden Rutger ten Velde, zog Tristesse ein. Eine schlampige WHV-Deckung ging einher mit einer fahrigen Angriffsleistung, sodass Köhrmann – der den grippekranken Tobias Schwolow nicht einsetzte - bereits in der 13. Minute (6:7) sein Team für eine Auszeit zusammenholte.

Besser wurde es allerdings nicht, auch wenn sich Konitz in einigen 1:1-Situationen clever durchsetzte und der für den indisponierten Tim Rozman nach der Auszeit eingewechselte Rene Drechsler eine klare Aufwärtstendenz zeigte. Bis zum 11:11 (20.) konnte sich kein Team absetzen, dem 14:11 (23.) folgte schließlich eine 18:15-Halbzeitführung, weil ten Velde kurz vor Schluss noch einen Siebenmeter sicher verwandelte.

Der Rest war ein beeindruckendes Schaulaufen der Wilhelmshavener, das für die matte erste Hälfte (weitgehend) entschädigte: Nach dem 21:17 (37.) brachen beim Gast alle Dämme. Zwölf Minuten vor dem Ende führten die Gastgeber erstmalig zweistellig (29:19) und auch die 10:4-Schlussphase – garniert mit einigen Torhüter-Paraden des eingewechselten Angelo Grunz – ließ an Deutlichkeit, Tempo und Kabinettstückchen nichts zu wünschen übrig.

WHV-Trainer Christian Köhrmann konnte der finale Glanz aber am Ende nur bedingt milde stimmen. „In der ersten Halbzeit war noch viel Bedarf für Schritte nach vorne, die wir in dieser Saison noch machen wollen.“

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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