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Handball: Deutlicher Sieg für den Wilhelmshavener HV

02.03.2020

Wilhelmshaven In der Nordfrost-Arena nichts Neues: Läuft der Wilhelmshavener HV zu einem Heimspiel in der 3. Handball-Liga auf, hat er am Ende (zumeist auch sehr deutlich) das bessere Ende für sich. Auch die SGSH Dragons konnten die Heimserie des Spitzenreiters nicht im geringsten gefährden. 34:23 leuchtete am Ende von der Anzeigetafel – der 12. Heimsieg im 12. Anlauf. Die angekündigten „Stresstest-Wochen“ für die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann sind vertagt.

Denn Stress riefen die eher zahnlosen Drachen beim Gastgeber wohl in keiner Phase hervor. Auch wenn die Sauerländer – gestützt auf ihren Torhüter Ante Vukas – einen guten Start in die Begegnung hinlegten. Eben jener Vukas war es, der schon beim 28:28 im Hinspiel in der ersten Halbzeit etliche freie Bälle parierte. Auch in Wilhelmshaven war er schnell zur Stelle: Im ersten Angriff der Partie stoppten die Gäste den agilen Kuno Schauer bei einem Durchbruch regelwidrig. Den fälligen Strafwurf parierte Vukas gegen Rutger ten Velde. Aus WHV-Sicht glücklicherweise nur ein kurzes Störfeuer. Denn Vukas fand nicht zur überragenden Verfassung des Hinspiels – auch weil der WHV nach ein paar Problemen zu Beginn das Spiel schnell in den Griff bekam.

Nach drei Minuten tankte sich Schauer im Eins-gegen-Eins durch und hatte freie Bahn – 1:1. Bereits das erste WHV-Tor hatte Symbolcharakter. Immer wieder rückten die Dragons nach Auslösehandlungen der Jadestädter (wie von Trainer Christian Köhrmann angekündigt) deutlich auf und verteidigten offensiver. Dadurch entstanden große Lücken, die von den Dragons zumeist nicht geschlossen werden konnten. Und obwohl der WHV gerade vorne seinen Rhythmus in der Folge gefunden hatte, blieb die SGSH zunächst dran.

Maßgeblich dafür verantwortlich zeichnete Tobias Schetters, der von Linksaußen die ersten drei Bälle souverän im Tor unterbrachte. Für den Höhepunkt der Anfangsphase sorgten allerdings zwei Spieler im WHV-Trikot: Einen Gegenstoß vollendete Kreisläufer Duncan Postel nach Pass von Rene Drechsler per Kempa zum 3:2. Und obwohl die Jadestädter auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer wieder gute Lösungen im Angriff präsentierten, blieben die Gäste dran. Der Grund: In der Abwehr unterliefen auf Seiten der Köhrmann-Sieben einfache Fehler. Vor allem die rechte Abwehrseite (Drechsler und Tim Rozman) hatte Probleme, im Zweikampf oder beim Spekulieren auf den Pass das richtige Timing zu finden. Die Folge waren Durchbrüche und freie Würfe auf das Gehäuse von Primoz Prost.

Profiteur auf Seiten der Gäste war Dominik Spannekrebs, der überraschend früh für Top-Torjäger Christopher Klasmann in die Partie kam und seine Sache gut machte. Erst nach einer Auszeit von Gäste-Trainer Mark Dragunski beim Spielstand von 10:8 (20.) stabilisierte sich auch die Abwehr des WHV. Stanko Sabljic und Duncan Postel arbeiteten im Mittelblock aufmerksam und gewannen einige Bälle.

Die erste Fünf-Tore-Führung besorgte Neu-Linksaußen Vedran Delic per Siebenmeter – nicht seine letzte starke Aktion an diesem Abend. Bis zur Pause hielt der WHV seinen klaren Vorsprung. Mit dem letzten Angriff vor der Pausensirene ergab sich gar die Möglichkeit, auf sechs Tore davonzuziehen. Ein Kempa-Versuch von Konitz auf Pust scheiterte jedoch und die Gäste trafen zum 13:17.

Ernsthafte Zweifel daran wer das Spiel gewinnen würde, rief allerdings auch diese unglückliche Sequenz bei den 1083 Zuschauern nicht hervor. Der WHV bestimmte weiter das Geschehen und hielt das Tempo hoch. So wurde es in der zweiten Halbzeit auch das Spiel eines Neulings. Vedran Delic wirbelte nach Wiederanpfiff auf Linksaußen. Von seiner Mannschaft immer wieder in gute Wurfsituationen gebracht, verwandelte der Kroate sicher.

Spätestens nachdem der WHV von 19:16 auf 23:16 erhöhte, nahm das Spiel seinen Lauf. Die erste Zehn-Tore-Führung brachte ein sehenswerter Delic-Dreher den Jadestädtern ein. Obwohl früh klar war, wer die Platte als Sieger verlassen würde, bot die Schlussphase zwei weitere schöne Randnotizen: Levin Stasch, der für den angeschlagenen Angelo Grunz in den Kader rückte, feierte eine gelungene Premiere im Drittliga-Tor des WHV. Außerdem gelang Evgeny Vorontsov bei seinem ersten Heimspiel nach Verletzung der letzte Treffer des Spiels zum 34:23.

Bereits am Mittwoch geht es für den Spitzenreiter weiter, wenn die Jadestädter zum Derby beim OHV Aurich antreten und den nächsten „Stresstest-Versuch“ wagen.

Dennis SandhorstOnlineredaktion

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