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Handball: WHV gewinnt bei Lemgo II – Start-Ziel-Sieg im Lipperland

17.02.2020

Wilhelmshaven Souverän übersprungen haben die Drittliga-Handballer des Wilhelmshavener HV die Auswärtshürde in Augustdorf. Beim Team Lippe II kam der Tabellenführer um den siebenfachen Torschützen Kuno Schauer zu einem ungefährdeten 30:26 (18:12)-Sieg.

Damit beträgt der Vorsprung des West-Ersten auf Verfolger Eintracht Hagen weiterhin sechs Punkte, während sich der TuS Spenge durch die überraschende 28:34-Heimniederlage gegen den OHV Aurich (4/3 Tore von Jonas Schweigart) aus den Top 3 verabschieden musste. Im Süden – von dort kommt der Gegner in der Zweitliga-Relegation – führt Fürstenfeldbruck (42:4 Punkte) nach dem 26:25 gegen die Rhein Neckar Löwen II die Staffel mit acht Zählern Vorsprung an.

Köhrmann muss erst einmal durchzählen

In Augustdorf musste WHV-Trainer Christian Köhrmann erst einmal durchzählen. Der beste Torschütze Tobias Schwolow (108 Saisontore) blieb grippebedingt zuhause, Abwehrspezialist Domagoj Srsen (Schulterprobleme) und Rückraumspieler Tim Rozman (leichter Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) wurden – mit Blick auf das kommende spielfreie Wochenende – gar nicht eingesetzt, damit beide im nächsten Heimspiel (29. Februar gegen die SGSH Dragons) wieder fit sind.

Trotzdem gelang den Gästen ein guter Start. Treffer von Yannick Pust, Bartosz Konitz, Duncan Postel und Rutger ten Velde sorgten für eine 5:2-Führung (8. Minute), die die Gastgeber in der Folge zwar immer wieder verkürzen konnten, näher als zwei Treffer kamen die Ostwestfalen dem WHV allerdings nach dem schnellen 5:4 in Überzahl nie (8:6, 10:8, 14:12).

In der Schlussphase der ersten Hälfte rückte dann für den bereits zweimal mit Zeitstrafen belegten Postel der Spielertrainer der zweiten Mannschaft (Verbandsliga), Matej Kozul, der die Reise angesichts der Personalprobleme mitgemacht hatte, in den Innenblock. Unterdessen sorgten die Kollegen im Angriff mit vier Treffern in Folge (Sabljic 2, ten Velde, Konitz) für klare Verhältnisse und eine 18:12-Pausenführung.

Aggressive Abwehr gestellt

„Im ersten Durchgang und dann auch noch in der ersten Hälfte des zweiten Durchgangs haben wir eine sehr aggressive Abwehr gestellt und eine gute Körpersprache gehabt. Das hat mir sehr gut gefallen“, lobte Köhrmann die zuletzt häufig in der Anfangsphase zu schläfrige Abwehr seines Teams.

Bis zur 46. Minute dominierte der WHV so das Spiel und erarbeitete sich eine Neun-Tore-Führung (26:17). Zu diesem Zeitpunkt saß auch Linksaußen Rutger ten Velde nach einem Pferdekuss bereits auf der Bank. Für ihn war Neuzugang Vedran Delic eingewechselt worden, für den bis auf den finalen Siebenmeter-Treffer mit dem Schlusspfiff zum 30:26-Endstand allerdings keine Toraktionen verzeichnet werden konnte.

Die Schlussviertelstunde, in der Rechtsaußen Evgeny Vorontsov sein Comeback feierte, gefiel dem WHV-Coach dann deutlich weniger. Die Gastgeber stellten auf eine 3:2:1-Deckung um und provozierten so beim WHV eine Reihe von Fehlpässen. Hinzu kamen unkonzentrierte Abschlüsse, sodass der Vorsprung noch auf vier Tore schmolz, ohne dass der Sieg in Gefahr geriet.

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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