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Handball: Wie Christian Köhrmann den WHV auf die neue Saison vorbereitet

27.06.2020

Wilhelmshaven Obwohl die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV frühestens Anfang Oktober in die neue Saison 2020/21 starten, hält Trainer Christian Köhrmann am, Vorbereitungsstart am kommenden Mittwoch, 1. Juli, fest. „Ich sehe keinen Grund, unsere Planungen zu ändern“, sagt der Coach. „Im Gegenteil: Durch die lange Pause nach dem frühzeitigen Saisonabbruch ist jede Einheit wichtig.“

Und im Gegensatz zu anderen Vereinen, die sich zunächst in zwei wöchentlichen Einheiten virtuell in Form bringen wollen, geht es bei den Jadestädtern zumindest terminlich gleich in die Vollen. Köhrmann: „Bis einschließlich Samstag sind täglich zwei Einheiten geplant. Einen ersten Hauch von Freizeit gibt es dann erst am Sonntagnachmittag.“

In Sachen Intensität wollen es die Aufsteiger aber in den ersten Tagen nicht übertreiben. Die Experten der HBL-Task-Force „Return to play“ („Zurück in den Wettbewerb“) hatten aufgrund der ungewöhnlich langen Pause empfohlen, vor der eigentlichen Saisonvorbereitung eine Phase der Vor-Vorbereitung zu absolvieren. „Daran werden auch wir uns orientieren und die Belastung der Spieler kontrolliert Schritt für Schritt steigern.“

Das Pensum wird genau im Auge behalten

Zum ersten Leistungscheck waren die Jadestädter im Vorjahr bei den Fitness-Expertinnen von „Total Movement“ im niederländischen Sittard zu Gast. „Da in den Niederlanden aber noch bestimmte Auflagen in Kraft sind und nicht alle Hallen zur Verfügung stehen, werden die Tests ab Mittwoch in Wilhelmshaven stattfinden“, erklärt Köhrmann. Bis einschließlich Sonntag werden Maja Ivanovic und Tanja Sarenac die WHV-Spieler genau unter die Lupe nehmen.

„Die Jungs kennen ihre Übungen. Trotzdem ist es wichtig, dass die Ausführung immer wieder kontrolliert und bei Bedarf auch korrigiert wird“, sagt Köhrmann. „Nur so erhält man verlässliche Werte.“ Trainiert wird in kleineren Gruppen sowohl in der Nordfrost-Arena, als auch beim lokalen Fitness-Partner „Be fit“.

In den Tagen danach soll dann auch zunehmend handballspezifisch trainiert werden, wobei Köhrmann auch hier das Pensum genau im Auge behalten wird. „Wenn du normalerweise 1000 Pässe pro Woche spielst, werden es zum Anfang vielleicht nur 100 sein“, sagt der WHV-Coach. „Danach werden wir die Anforderungen sukzessive erhöhen und auch in die Zweikämpfe einsteigen. Außerdem hoffe ich, dass wir mittelfristig auch die ersten Testspiele absolvieren dürfen. Gegner stehen schon fest – die Termine sind aber noch offen.“

Erste Gespräche mit möglichen Neuzugängen geführt

Mit gezielter Belastungssteuerung will Köhrmann die Spannung bis zum Saisonauftakt Anfang Oktober aufrecht halten. „Bis dahin wird es auch immer wieder kleinere oder größere Pausen geben“, sagt Köhrmann. „Der Körper braucht einfach die Erholung. Ansonsten besteht erhöhte Verletzungsgefahr.“

Stichwort Verletzung: Die Schulter-Operation von Neuzugang Nils Torbrügge traf Spieler und Verantwortliche überraschend. Köhrmann: „Wir wussten, dass es Probleme gab, hatten aber gehofft, die Sache mit Physiotherapie und Krafttraining in den Griff zu bekommen.“ Da Torbrügge aber über zunehmende Schmerzen klagte, entschied man sich nach Rücksprache mit Experten in Bremen und Stuttgart zu einer Operation, die eine Ausfallzeit von bis zu sechs Monaten nach sich zieht.

Köhrmann: „Nils ist ein Schlüsselspieler in unserer 6:0-Abwehr, von daher ist diese Nachricht schon ein echter Rückschlag, auf den wir reagieren werden. Erste Gespräche mit Kandidaten für den Abwehr-Innenblock haben wir bereits geführt, spruchreif ist aber noch nichts.“

Die weiteren Rekonvaleszenten – Tobias Schwolow (Knie-OP), Sebastian Maas und Neuzugang Juan de le Pena (beide Kreuzbandriss) – werden laut Köhrmann am Mittwoch dosiert und individuellen Vorgaben ins Training einsteigen.

Carsten ConradsSportredaktion

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