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Wilhelmshavener HV siegt mit 27:23 in Menden

02.12.2019

Wilhelmshaven Mit einer starken Phase nach der Pause hat Drittliga-Tabellenführer Wilhelmshavener HV die Partie bei der SG Menden Sauerland entschieden. Nach einer 13:12-Halbzeitführung setzten sich die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter des achtfachen Torschützen Sebastian Maas auf 23:14 (43.) ab und brachten die Partie anschließend – allerdings stark fehlerbehaftet – zu einem sicheren 27:23-Ende.

„Das war insgesamt souverän“, stellte WHV-Trainer Christian Köhrmann fest, hatte aber bereits unmittelbar nach dem Spiel Gesprächsbedarf. „Wir lassen in der Schlussviertelstunde sechs Hundertprozentige liegen und leisten uns fünf technische Fehler – und damit insgesamt mehr als in der gesamten Zeit davor. Das haben Matej Kozul und ich gleich in der Kabine angesprochen. Das müssen wir abstellen, denn die Möglichkeit, dieses Spiel deutlich höher zu gewinnen, war vorhanden.“

Allerdings kann der Spitzenreiter mildernde Umstände für sich reklamieren. Denn die vorab angekündigte „volle Kapelle“ wies von Anfang an leere Bänke auf und wurde im Spielverlauf weiter entvölkert.

Da war zunächst Linksaußen Rutger ten Velde. Über ein Comeback des Niederländers nach seinem Daumenbruch war im Vorfeld spekuliert worden, nach einer erneuten Röntgenaufnahme steht aber fest, dass der Nationalspieler noch ein bis zwei Wochen pausieren muss.

Kein Problem, wird sich jetzt der geneigte WHV-Fachmann denken. Es gibt ja Sebastian Maas, zuletzt mit viel Tempo und Toren alles andere als ein Ersatz auf dieser Position. Allein: Maas brach sich im Training einen Finger der Wurfhand. In Wilhelmshaven wurde das nicht an die große Glocke gehängt. Und in Menden wurde das Schmerz-Epizentrum getapt und dann mit einem Nachbarfinger verbunden.

Und nur noch der Vollständigkeit halber: Zu sehen war von diesen Problemen nichts: Maas traf zweimal vor und sechsmal nach der Pause. Und das, so wie immer: ziemlich schnörkellos.

Weiter im Text: Domagoj Srsen (Schulterprobleme) beschränkte sich darauf, dem weitgehend zuverlässig arbeitenden Innenblock (Duncan Postel, Stanko Sabljic) von der Bank aus zu applaudieren. Dort nahm 60 Minuten lang wegen einer Magen-Darm-Grippe auch Rene Drechsler Platz, der damit Gelegenheit hatte, nach 20 Minuten Spielmacher Bartosz Konitz zu begrüßen, weil der mit einer Schwellung auf dem Fuß nicht weitermachen konnte.

Letztlich blieb es so bei zwei Wechseln: Zum einen löste Evgeny Vorontsov in der 40. Minute nach einem etwas unmotivierten Heber den zuvor starken Yannick Pust auf Rechtsaußen ab – und geriet damit genau in diese Phase, in der die Gäste die Partie etwas schlampig austrudeln ließen, ohne aber jemals in Gefahr zu geraten. Kurze Zeit später löste Angelo Grunz seinen Kollegen Primoz Prost nach einem soliden Arbeitstag zwischen den Pfosten ab, konnte aber deutlich weniger Akzente setzen als auf der Gegenseite der eingewechselte Kevin Peichert.

Passierte vorher noch etwas? Es ging so. Und so ging es: 6:4 für Menden, dann 6:6, 7:7, 8:8, 9:9 und 10:10. Beim 12:10 für die Gastgeber (28.) wurde es einmal etwas mulmig, aber Menden traf aus dem Rückraum nur den Pfosten. Anschließend war der WHV aber mit drei Treffern in Folge (Sabljic, Kuno Schauer, Tobias Schwolow) zur Stelle und ging mit einer 13:12-Führung in die Pause, bevor die Express-Entscheidung folgte, die den XXL-Vorsprung des Zweitliga-Absteigers in der Nord-Weststaffel zementierte.

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