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Volleyball: Beim MTV Jever knallen die Sektkorken

03.03.2020

Wilhelmshaven /Jever Jubel in Jever, gedämpfte Trauer in Voslapp: Während sich die Volleyballerinnen des MTV Jever durch zwei 3:0-Heimerfolge die Meisterschaft in der Bezirksklasse sicherten, steht nach den 1:3-Niederlagen des STV Wilhelmshaven in der Landesliga der sofortige Wiederabstieg des letztjährigen souveränen Bezirksliga-Meisters endgültig fest. Weil vorher aber die Chance auf den Klassenerhalt nur noch rein theoretischer Natur gewesen war, hielt sich die Trauer in Grenzen.

Landesliga Frauen: Mit einem dezimierten Aufgebot kassierte der WSSV eine 0:3-Niederlage bei der SG Ofenerdiek/Ofen (19:25, 23:25, 13:25). Libera Mara Weber und Mannschaftsführerin Luciana Matheja mussten passen, Jane Reimers spielte trotz starker Rückenprobleme, Dana Stutz besetzte erstmalig die Libera- Position. Dass Umstellungen und Trainingsrückstand Spuren hinterließen, war im Auftaktsatz zu merken. Erst zur Mitte des Satzes stabilisierten die Gäste nach zwei Auszeiten (4:10, 11:17) ihr Spiel. Zu diesem Zeitpunkt war der Rückstand aber bereits zu groß geworden. Durchgang zwei verlief dann von Anfang an auf Augenhöhe. Der WSSV erarbeitete sich eine 10:7-Führung, lief aber in der Schlussphase vergeblich knappen Rückständen hinterher (20:21, 23:24). Dann allerdings war die Gegenwehr erloschen und die Oldenburgerinnen kamen zu einem am Ende locker herausgespielten 3:0-Erfolg.

„Ich hoffe, dass sich die personelle Lage vor unserem letzten Saisonspiel in Nordenham wieder entspannt“, hakte WSSV-Trainer Bernd Weber die Partie schnell ab. Positiv: Dana Stutz zeigte nach anfänglicher Nervosität eine ordentliche Leistung als Libera, Ann-Kathrin Saam fand sich nach einer gewissen Anlaufzeit auf der für sie ungewohnten Außenposition gut zurecht.

Landesliga Männer: Keine neuen Erkenntnisse vermittelte der STV Wilhelmshaven seinen Zuschauern. Dass die Möglichkeit, die Klasse zu halten, nicht unerreichbar gewesen wäre, zeigte auch der letzte Heimspieltag. Bei den 1:3-Niederlagen gegen den TV Cloppenburg (25:23, 20:25, 21:25, 17:25) und Tabellenführer Bremen 1860 III (25:22, 7:25, 22:25, 13:25) demonstrierten die Gastgeber um Kapitän Gerke Seidler – auch ohne Spielertrainer Mario Hauser – nicht nur bei den gewonnenen Auftaktsätzen ihr Potenzial, scheiterten aber letztlich bei den Niederlagen 13 und 14 an einer viel zu hohen Eigenfehlerquote. Nur sieben Punkte zu holen wie im zweiten Durchgang gegen Bremen ist auch mit Umstellungen durch den feststehenden Abstieg und dem Erstarken des Gegners nicht zu entschuldigen.

Eine ordentliche Leistung zeigten die eingewechselten und bislang mit wenig Spielanteilen ausgestatteten Sebastian Seddig und Jan von Hoff; überzeugen konnten neben dem im zweiten Spiel als Libero eingesetzte Rafi Suleiman Ali auch Benjamin Müller und Gerke Seidler, die beide dem Vernehmen nach auch bei der späteren „After-Show-90er-Jahre-Abstiegsparty“ auf der Tanzfläche eine gute Figur machten.

Bezirksklasse Frauen: Eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigte der MTV Jever gegen den Elsflether Turnerbund, der als Tabellenführer angereist war. Wie im Hinspiel setzten sich die Marienstädterinnen mit 3:0 durch. Der MTV um die herausragende Mittelangreiferin Jana Lischke, die mit sehr guter Angriffs- und Blockarbeit den Gegner verzweifeln ließ, setzte sich letztlich in allen drei Sätzen souverän durch (25:13, 25:12, 25:14).

Anschließend war klar, dass mit einem Sieg gegen den Bürgerfelder TB die Sektkorken knallen können, weil dann dem Team von Trainer Volker Preuß die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen gewesen wäre. Nach leichten Startschwierigkeiten wurde auch diese Aufgabe souverän gemeistert. Spätestens als Dancia Lucas mit einer Aufschlagsserie von 15 Punkten für klare Verhältnisse sorgte, waren alle Bremsen gelöst.

Weil zudem auch Ida Janssen mit starken Außenangriffen überzeugte und die Gastgeberinnen spielerisch klar überlegen waren, gingen drei Sätze auch in dieser Partie klar an die MTV-Sechs (25:9, 25:14, 25:7).

Kreisliga Frauen: Riesenfreude herrschte bei der WSSV-Reserve nach dem 3:1-Erfolg (25:22, 22:25, 25:15, 25:19) gegen den TuS Bloherfelde III, nachdem das Hinspiel noch 0:3 verloren gegangen war. Die jüngste Truppe der Liga hat sich damit den Klassenerhalt gesichert und zeigte in Oldenburg nicht nur ein großes Kämpferherz und viel Willenskraft, sondern auch, dass das intensive Training in allen Bereichen gefruchtet hat.

Am 14. März endet die Saison für den Aufsteiger mit Heimspielen gegen die Topteams Oldenburger TB V und TSG Westerstede II (11 Uhr, NGW-Halle).

Martin MünzbergerLeitung Sportredaktion

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