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Lokal26.de Lokalsport

Nutzungskonzept steht: Hallen sind für den Vereinsport wieder geöffnet

06.06.2020

Wilhelmshaven Nächster Schritt zurück zur Normalität: Am kommenden Montag, 8. Juni, stehen die Wilhelmshavener Sporthallen wieder zur Verfügung. „Allerdings nur für den Vereinssport“, sagte Thomas Brandt vom Sportbüro der Stadt Wilhelmshaven am Donnerstag im Sportausschuss. „Der Schulsport wird auch weiterhin nicht stattfinden.“ Der Weg zur Wiedereröffnung der städtischen Hallen war ein steiniger, wie Brandt weiter ausführte. Und um ein Haar wäre die Öffnung (die ohnehin schon verspätet erfolgt) sogar komplett ins Wasser gefallen. Brandt zu den Hintergründen: „Wir haben in den letzten Tagen die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Hallen wieder für die Vereine zu öffnen – allerdings ohne Umkleiden und Duschen.“

Mitte der Woche flatterte dann aber die Nachricht ins Haus, dass in Niedersachsen ab sofort auch Duschen und Umkleiden wieder genutzt werden können – natürlich nur unter Auflagen. „Diesen Aufwand, der damit verbunden wäre, können wir aber nicht stemmen“, erklärte Brandt den Ausschussmitgliedern. „Wir hatten die Wahl: Die Hallen ohne Umkleiden öffnen – oder auf die Wiedereröffnung verzichten. Und zum Wohl der Vereine und Sportler haben wir uns für die erste Variante entschieden. Duschen und Umkleiden bleiben bis zu den Sommerferien geschlossen.“

Hygienevorschriften in der Umsetzung sehr personalintensiv

Die Gründe für diese Einschränkung liegen in den Hygienevorschriften, die in der Umsetzung sehr personalintensiv sind. Brandt: „Alleine in den Schulen hat sich der Reinigungsaufwand nach Wiedereröffnung drastisch erhöht. Nun müssen auch noch die Hallen entsprechend gereinigt werden. GGS hat zum Teil schon Fremdfirmen engagiert, um diese Aufgaben überhaupt erledigen zu können. Müssten nun auch noch Umkleiden und Duschen in den Hallen gereinigt werden, würde das ganze System zusammenbrechen.“ Wer ab kommenden Montag wieder in der Halle Sport treiben möchte, der muss sich abstands- und hygienetechnisch an viele Corona-Auflagen halten. Neben Teilnehmerlisten, die von den Übungsleitern auszufüllen und zu unterschreiben sind, sollen auch Begegnungen verschiedener Sportgruppen weitestgehend vermieden werden. „In Sachen Hallennutzung haben wir ein umfangreiches Paket erarbeitet, das insgesamt vier Seiten umfasst und den Vereinen über den Stadtsportbund zugestellt wird“, sagte Brandt.

Auch in Sachen Infrastruktur will die Verwaltung nichts dem Zufall überlassen. Hinweisschilder und Wegweiser sollen den Sportlern die ordnungsgemäße Hallennutzung erleichtern. In den Toiletten wurden Handtuch- durch Papiertuchspender ersetzt, darüber hinaus wurden zahlreiche Möglichkeiten zur Desinfektion geschaffen. Brandt: „Und es war wirklich nicht einfach, in diesen Zeiten genug Desinfektionsmittel zu beschaffen.“ Nicht einfach waren auch die Zeiten für die Mitarbeiter des Sportbüros, als die Corona-Pandemie Anfang März dieses Jahres so richtig Fahrt aufnahm. „Man kann schon sagen, dass wir von den Ereignissen überrollt wurden“, schilderte Brandt den Ausschuss-Mitgliedern. „Zwischen ersten Einschränkungen und dem kompletten Lockdown lagen nur wenige Tage. Da standen die Telefone bei uns nicht mehr still.“ Auf dem Weg zurück in die Normalität habe man die Vereine Schritt für Schritt begleitet und in Sachen Lockerungen auf dem Laufenden gehalten. Brandt: „Antworten auf die meist gestellten Fragen (englisch FAQ) haben wir im Internet veröffentlicht – das hat sich als sehr effektiv erwiesen. Ich muss den Vereinen ein großes Lob aussprechen, alle haben sich trotz der Krise vorbildlich verhalten.“ Mit Blick auf die finanziellen Auswirkungen durch die Corona-Krise ging Stadtrat Armin Schönfelder einen Schritt auf die Klubs zu: „Sollten Sie durch Pacht- oder Mietzahlungen in finanzielle Schieflage geraten sein, kommen Sie gerne auf uns zu. Rechtlich ist unser Spielraum leider nicht unbegrenzt, manche Hürden sind sogar ziemlich hoch. Aber wird werden stets versuchen, individuelle Lösungen zu finden.“

Carsten ConradsSportredaktion

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